TuS Tengern im Verbandspokal gegen Sportfreunde Siegen

Der Optimist und die Minimalchance

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Für Lukasz Grzegorczyk (r., hier gegen den SC Vlotho) und Co. muss alles stimmen, um gegen Siegen eine Chance zu haben. 

Tengern - Wie klein die Chance ist, im Verbandspokal gegen einen Regionalligisten zu gewinnen, muss Holm Hebestreit niemand erklären. Das weiß er. Aber er sagt, er sei ein Optimist. „Wenn die Spieler nicht nur das Spiel des Jahres, sondern das Spiel ihres Lebens abrufen, dann geht vielleicht was“, sagt der Trainer des TuS Tengern, der heute Abend (19.30 Uhr) gegen die Sportfreunde Siegen aus der Regionalliga West antritt.

„Es gibt immer eine Minimalchance“, sagt Hebestreit, „und es ist meine Aufgabe, den Spielern zu zeigen, was eventuell gehen könnte.“ Der Trainer hat sich gut über die Siegener informiert, kennt die Vereinsgeschichte der vergangenen Jahre, kann ehemalige große Spieler wie Giuseppe Reina, Ingo Anderbrügge und Patrick Helmes aufzählen – und er weiß, dass Siegen in der laufenden Saison noch ohne Sieg ist.

Fünf Spiele haben die Sportfreunde absolviert: drei Niederlagen, zwei Unentschieden. Daraus könnte Tengern Hoffnung ziehen, auch wenn die Hebestreit-Elf selbst nur mit zwei Unentschieden in zwei Spielen in die Landesliga-Meisterschaft gestartet ist.

Hebestreit hat sich auch über das Spielerische informiert, hat Videos studiert: Wie stehen die Siegener Verteidiger? Welcher Stürmer hat eine bevorzugte Finte? Wie verteidigt und spielt die Mannschaft Standardsituationen? Siegens Spielidee kennt er. „Zu einem Spiel bin ich nicht hingefahren. Aber das hätte auch nichts gebracht. Siegen wird nicht mit der ersten Elf gegen einen Landesligisten im Pokal spielen.“

Hebestreit sagt, er kenne die typische Rechnung: Pro Liga Unterschied könne man von zwei Gegentoren Unterschied ausgehen. „Das heißt, wir müssten mit minus sechs Toren verlieren. Das glaube ich aber nicht.“

Der Coach weiß, dass Siegen mehr Ballbesitz haben wird. Ziel sei es daher, kompakt zu verteidigen, sich in den Zweikämpfen aufzureiben und bei Ballbesitz schnell zum Abschluss zu kommen. Drei, vier, fünf Torchancen werde sich seine Mannschaft schon erarbeiten, glaubt Hebestreit. Dann müsse man gucken, wie effizient die Stürmer sind.

Verzichten muss der Trainer auf Dominik Schütz, Alexander Borchard und den angeschlagenen Watschagan Harutjunjan. Zwischen den Pfosten steht der im Pokal gesetzte Marcel Feder.

Hebestreit betont, viele derartige Pflichtspiele habe es in der 70-jährigen Vereinsgeschichte des TuS Tengern noch nicht gegeben. „Das Spiel des Jahres ist es auf jeden Fall, aber vielleicht auch mehr.“

Das letzte Spiel dieser Art stand 2009 im Verbandspokal gegen den Regionalligisten SC Verl an. Damals gab es ein 1:4. „Wir wissen, dass an dem Tag alles stimmen muss. Wir werden alles geben.“ Sie haben eigentlich keine Chance, aber die wollen sie nutzen, die Optimisten beim TuS Tengern. 

han

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