Spiel des Tages: Pr. Ströhen schlägt TuRa verdient mit 4:2

Spreen-Ledebur bringt SSV auf Siegerstraße

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TuRas Thomas Epp im Zweikampf mit Pr. Ströhens Florian Bänsch.

Wehdem - Von Willi PriesFür den SSV Pr. Ströhen scheint TuRa Espelkamp so etwas wie der Lieblingsgegner der Fußball-Kreisliga-A zu werden. Bereits im Hinspiel hatten die Pr. Ströher den Favoriten mächtig geärgert und ihm ein 0:0 abgetrotzt. Beim Rückspiel gab es ein hochverdientes 4:2 (2:1) für die Trucco-Mannschaft.

Während die Spieler des SSV auf den Sieg anstießen, lobte ihr Trainer die hervorragende Leistung seiner Truppe. „Wir haben sehr konzentriert gespielt und das Spiel absolut verdient gewonnen. Die Chancen, die wir hatten, haben wir sehr konsequent verwertet, das war der Schlüssel zum Erfolg“, so Toni Trucco.

Die TuRaner indes ärgerten sich über das verlorene Spiel und noch mehr über die rote Karte gegen Richard Reimer. Im Gerangel um den Ball bei einem Einwurf erkannte Schiedsrichter Christian Westermann ein Schlagen des Espelkämpers gegen Tim Rewald und stellte Reimer mit der roten Karte vom Platz. „Ich habe einen Schlag erkannt und deshalb die rote Karte gezeigt“, rechtfertigte der Unparteiische seine Entscheidung. „Das war ärgerlich und lächerlich. Sogar Tim Rewald hat dem Schiedsrichter gesagt, dass da nichts war. Für Richard, der vom Jugendspieler zu einem unserer Leistungsträger geworden ist, ist das eine ganz bittere Geschichte“, so TuRa-Trainer Klaus Schmitz. „So etwas braucht man nicht pfeifen, es gab ein Schubsen von beiden Seiten, das kommt schon mal vor“, erhielt er Unterstützung von seinem Trainerkollegen Toni Trucco. In Unterzahl kassierten die TuRaner am Ende noch das 4:2 und damit den endgültigen Knockout.

Die Gäste aus Alt-Espelkamp starteten gut in das Spiel und hatten mit einem Freistoß von Paul Unrau (4.) die erste Chance des Spiels. SSV-Keeper Tobias Langhorst zeigte sich aber auf dem Posten und wehrte wenig später auch einen Nachschuss von Unrau nach einem Eckball ab (13.). Die Gastgeber verteidigten konzentriert, klärten die Zuspiele auf die schnellen TuRa-Spitzen konsequent und ließen sich im Spielaufbau nicht aus der Ruhe bringen. Mit gutem Kurzpassspiel befreiten sie sich immer wieder aus brenzligen Situationen und zeigten sich in der Offensive absolut effektiv.

Nach einer weiten Flanke stand Christian Spreen-Ledebur frei vor dem TuRa-Tor und nickte zum 1:0 ein (24.). TuRa zeigte sich geschockt und kassierte wenig später den nächsten Tiefschlag nach fast gleichem Muster. Wieder segelte ein langer Ball in den TuRa-Strafraum, wieder stieg Christian Spreen-Ledebur hoch und wieder zappelte das Leder im Tornetz – 2:0 (29.).

Mit dem 2:1 durch Tobias Pauls, der ein Zuspiel von Manuel Reiss verwertete, keimte aber noch einmal Hoffnung bei den Gästen auf. Diese wurde direkt nach dem Seitenwechsel wieder erstickt. Völlig ungedeckt konnte sich Artur Lymar nach einer hohen Flanke von Florian Bänsch am Fünfmeterraum die Ecke aussuchen und vollstreckte eiskalt zum 3:1 (47.). „Das war ganz wichtig, der Knackpunkt des Spiels“, so SSV-Coach Trucco zu der Szene.

TuRa kam aber durch einen Foulelfmeter von Richard Reimer noch einmal auf 3:2 heran (70.) und hatte kurz darauf noch eine dicke Gelegenheit. Andri Reimers Schuss ging aber knapp am Pfosten vorbei (72.). In der Nachspielzeit, als TuRa noch einmal alles versuchte und sogar Torhüter Sven Eckert mit nach vorne ging, machten die Pr. Ströher den Sack endgültig zu. Nach einer abgefangenen Ecke schlug Langhorst das Leder nach vorne, Jonas Hadeler hielt den Ball an der Seitenauslinie im Spiel, TuRa-Verteidiger Thomas Epp rutschte im Zweikampf weg und Artur Lymar hatte freie Bahn. Mit einem schönen Schlenzer jagte er den Ball am zurück gesprinteten TuRa-Keeper vorbei zum 4:2 Endstand (90.+2). „Man konnte bei uns sehen, dass die Luft langsam raus ist. Darüber müssen wir reden. Auch wenn die Meisterschaft gelaufen ist, wollen wir die letzten Spiele noch vernünftig zu Ende bringen“, so TuRa-Coach Klaus Schmitz nach dem Spiel.

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