Spiel des Tages: TuRaner feiern 3:2-Erfolg in Isenstedt / ISC bleibt an der Spitze

Spitzenspiel mit fünf Toren und einem mutigen Sieger

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TuRas erster Streich: Manuel Reiss hat Isenstedts Torhüter Pirschel das Nachsehen gegeben und ballt die Faust. ·

Minden-luebbecke - Von Willi PriesISENSTEDT · Als der Schlusspfiff von Schiedsrichter René-Pascal Wagner ertönte, rissen die Spieler von TuRa Espelkamp jubelnd die Arme hoch und fielen sich in die Arme. Trainer Klaus Schmitz herzte alle Spieler einzeln und freute sich mit ihnen über den 3:2 (2:0)-Erfolg bei Spitzenreiter SC Isenstedt, der erstmals in dieser Kreisliga A-Saison bezwungen wurde.

Es war das Spitzenspiel der Kreisliga A und es hielt am Ende auch das, was es versprach. Beim Aufeinandertreffen des Tabellenführers mit seinem ärgsten Verfolger bekamen die zahlreichen Zuschauer auf Isenstedter Sportplatz nicht nur ein sehr temporeiches Spiel mit fünf Toren, sondern auch viel Spannung und wenig taktisches Geplänkel geboten. „Da war wirklich alles drin“, so Isenstedts Trainer Axel Krüger, der sich an seinem Geburtstag sicher auch noch drei Punkte für sein Team gewünscht hätte. Dass daraus nichts wurde, könne er verschmerzen, so Krüger. „Dass es auch uns irgendwann einmal erwischen würde, war klar. Aber diese Niederlage wirft uns nicht um.“ Sein ISC bleibt mit einem Punkt Vorsprung und einem Spiel weniger Spitzenreiter vor den Alt-Espelkampern.

Nach kurzem Abtasten hatten die Gastgeber die erste dicke Torchance des Spitzenspiels. Überraschend tauchte plötzlich Chris Götze völlig frei vor dem TuRa-Tor auf, scheiterte mit seinem Versuch aber am stark reagierenden Keeper Sven Eckert (7.). So setzte TuRa den ersten Schlag: Nur kurz darauf kurvte Andri Reimer durch den Isensteder Strafraum, seinen Schuss konnte ISC-Torhüter Tobias Pirschel noch reaktionsschnell parieren, doch der nachgerückte Manuel Reiss drückte das Leder zum 0:1 über die Linie (10.).

Die Gäste zogen mit der Führung im Rücken nun ihren Hochgeschwindigkeits-Fußball auf. Die schnellen Spitzen mit Andri Reimer und Friedrich Lechner spielten die ISC-Abwehr phasenweise regelrecht schwindelig. Trotzdem hätten die Gastgeber zum Ausgleich kommen können, als Chris Götze abzog und Eckert die Finger noch am Ball hatte und zur Ecke lenkte (17.). Wieder schlug es stattdessen auf der anderen Seite ein: Nach einem langen Ball in die Spitze startete Andri Reimer durch, ließ Pierre-Maurice Katenbrink stehen, umspielte Torhüter Pirschel und schob den Ball zum 0:2 ins Netz (20.). Die Isenstedter reklamierten vehement auf Abseits, doch Schiedsrichter Wagner entschied in dieser knappen Situation zugunsten des schnellen TuRa-Angreifers.

Nach dem zweiten Treffer blieben die Gäste zwar weiter am Drücker, schienen aber nicht mehr ganz so aggressiv in den Zweikämpfen und kassierten aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Als bei einem Eckball alle TuRaner am Ball vorbei schlugen, staubte ISC-Kapitän Marco Radtke zum 1:2 (39.) ab. Die Isenstedter waren nun wieder im Spiel.

Sie drängten sofort nach der Pause auf den Ausgleich und wurden belohnt. Tura-Abwehrspieler Thomas Epp verschätzte sich bei einem langen Ball, der eingewechselte Stürmer Alexander Koch konnte durchstarten und wurde im Strafraum vom herauslaufenden Sven Eckert zu Fall gebracht. Ein klarer Strafstoß, – die von vielen ISC-Anhängern geforderte Rote Karte gegen den TuRa-Keeper ließ der Unparteiische aber in der Hosentasche, da vor der Torlinie noch zwei Abwehrspieler hätten eingreifen können. Sebastian Vogt trat für den ISC an und versenkte sicher zum 2:2 Ausgleich (64.).

Das Spiel war wieder offen und stand auf des Messers Schneide. „Wir mussten unbedingt gewinnen und haben deshalb weiter offensiv gespielt“, erklärte TuRa-Trainer Klaus Schmitz nach dem Abpfiff. Der Mut sollte sich auszahlen. Ein Freistoß von Willi Rogalsky wurde zunächst abgeblockt, der Nachschuss landete am Pfosten und Andri Reimer jagte den Abpraller mit viel Risiko zum 2:3 ins lange Eck (85.).

In der Schlussphase hatte Reimer dann noch zwei dicke Möglichkeiten nach Kontern, scheiterte aber an Torhüter Pirschel. So musste sein Team noch ein paar bange Minuten überstehen, bevor der Sieg gefeiert werden konnte.

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