Handball-Bundesliga: Trainer macht Werbung für Heimspiel gegen „Löwen“

„Spieler hätten es verdient, dass die Halle voll wird“

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Dirk Beuchler und seine Mannen stehen heute Abend vor der nächsten anspruchsvollen Aufgabe. Der TuS-Coach wirbt deshalb um die Unterstützung der Zuschauer. ·

Lübbecke - Von Andreas Gerth„Die Mannschaft hat in den letzten Wochen  sehr gute Leistungen gezeigt und hätte es verdient, dass die Halle am Samstag voll wird.“ Dirk Beuchler, Cheftrainer des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke, rührt höchstpersönlich die Werbetrommel für das Heimspiel heute Abend in der Lübbecker Merkur-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen (Anwurf 19 Uhr).

„Das Spiel findet zur Lübbecker Lieblingszeit statt. Außerdem gehören die Rhein-Neckar Löwen zu den drei besten Mannschaften in Deutschland und somit in die Top Ten Europas. Für einen Handball-Fan gibt es also keinen Grund, nicht in die Halle zu kommen“, legt Beuchler nach. Seine Mannschaft pfiff zuletzt aus dem letzten Loch „und braucht jetzt die Unterstützung von den Rängen gegen eine Spitzenmannschaft wie die Löwen“, betont er.

Lange Liste der

Sorgenkinder

Die Liste der Sorgenkinder beim TuS ist lang. Arne Niemeyer fällt definitiv aus. Sein Problemknie ist zwar dünner geworden und auch um eine Operation werde der 31-Jährige wahrscheinlich herumkommen, doch frühestens Anfang nächster Woche ist mit Niemeyers Rückkehr in den Trainingsbetrieb zu rechnen. „Ziel ist es, Arne bis zum Spiel am 6. November gegen Frisch-Auf Göppingen fit zu bekommen“, meint Beuchler.

Somit ruhen die Hoffnungen und Spielanteile im Rückraum wieder einmal auf wenigen Schultern. Drago Vukovic ist nach seinen Verletzungen an der Hand und am Kopf quasi zusammengeflickt worden, Jens Schöngarth quält sich mit Rückenschmerzen und Tabletten über die Runden, Ales Pajovic ist nach Niemeyers Ausfall Alleinunterhalter im linken Rückraum. Als Alternativen kommen nur noch Gabor Langhans und Pawel Niewrzawa in Frage, die ihr Erstliganiveau noch nicht oft unter Beweis stellen konnten. Doch eine Pause ist erst nach dem Pokalspiel am kommenden Mittwoch, 23. Oktober, in Bietigheim drin. „Bis dahin müssen wir die Situation annehmen und das Beste daraus machen“, sagt Dirk Beichler.

Ganz anders die Situation bei den Rhein-Neckar Löwen, dem aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga mit 15:3-Punkten. Die Badener waren am Donnerstag im Champions-League-Gruppenspiel gegen St. Petersburg im Einsatz, wurden beim 31:17-Sieg allerdings nicht ernsthaft gefordert. „Wichtig war für mich, dass wir alle Spieler einsetzen konnten. Ich bin froh, dass wir einige Kräfte schonen konnten“, so Trainer Gudmundur Gudmundsson, der den Verein am Ende der Saison verlässt. Der Isländer konnte viel wechseln und die Belastung verteilen, es spielten: Landin, Stojanovic (ab 40.); Schmid (2), Gensheimer (6/2), Roggisch, Manojlovic, Sigurmannsson, Gorbok (4), Prodanovic (1), Myrhol (2), Groetzki (1), Karason (3), Abt (4), G. Guardiola (2), I. Guardiola (4) und Ekdahl du Rietz (2).

„Es gibt nicht ganz viele Schwachpunkte im Löwen-Spiel“, betont Dirk Beuchler – stattdessen jede Menge Stärken. „Sie spielen auf extrem hohem Niveau. Individuell ist das das Beste, was die Liga hergibt. Die Deckung ist physisch sehr, sehr stark und für Angreifer unangenehm. Mit Landin haben sie den zur Zeit besten Torhüter der Bundesliga, Kreisläufer Myrhol ist schwer zu verteidigen und dann gibt es da ja noch die Konterspieler Gensheimer und Groetzki“, listet Beuchler auf und zieht daraus für sich den Schluss: „Das können wir nur im Kollektiv lösen.“ Und mit der Unterstützung der Zuschauer.

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