Spiel des Tages: Nur 2:2 in Pr. Ströhen/Gastgeber froh nach Abpfiff

TuRa ärgert sich über vergebene Chancen

+
Zwischen „Depp“ und Retter: Hier klärt Tobias Langhorst in höchster Not vor Richard Hermann.

Pr. Ströhen - Von Willi Pries. Während TuRa Espelkamp wohl gerne noch weitergespielt hätte, waren die Spieler des SSV Pr. Ströhen sichtlich erleichtert, als der Schiedsrichter die Partie beendete. Beim 2:2 (2:1) im gestrigen A-Liga-Duell waren die Gäste dem Sieg näher und trauerten vielen vergebenen Chancen hinterher.

„Wir ärgern uns, ganz klar. Daraus hätten wir mehr machen müssen“, redete TuRa-Trainer Willi Rogalsky nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir haben super begonnen und nach dem 1:0 so viele Chancen herausgespielt. Diese müssen wir dann auch nutzen“, so der neue TuRa-Coach.

Die Gäste begannen stark und setzten den SSV von Beginn an unter Druck. Die schnellen Stürmer Friedrich Lechner und Richard Hermann sowie Kapitän Thomas Gräber sorgten für Gefahr. Nach einem durchgesteckten Ball auf Hermann war SSV-Schlussmann Tobias Langhorst zur Stelle, klärte im letzten Moment (10.) und verdiente sich Szenenapplaus. Wenig später jedoch leistete er sich einen Aussetzer. Mit dem Ball am Fuß spazierte „der Lange“ an der Strafraumkante entlang, verpasste den richtigen Moment für das Abspiel und plötzlich war Friedrich Lechner zur Stelle. TuRas Stürmer blockte den Schuss, das Leder trudelte in den verlassenen SSV-Strafraum und Lechner schob den Ball über die Torlinie – 0:1 (13.).

„Keine Ahnung, was er da vorhatte. So ein Ding passiert einem Torhüter schon mal. Er hat uns aber danach mit richtig starken Paraden im Spiel gehalten, da können wir uns bei ihm bedanken“, so Pr. Ströhens Co-Trainer Mark Katt, der den verreisten Coach Toni Trucco vertrat. Die überfordert wirkende Abwehr der Gastgeber wurde ein ums andere Mal ausgespielt, der SSV-Torhüter musste in höchster Not retten. So pflückte er einen Heber von Lechner von der Torlinie (17.) und verhinderte wenig später auch einen Torschuss gegen den durchgestarteten Richard Hermann (20.). Bei einem Versuch von Lechner war Langhorst zwar machtlos, hatte aber Glück dass das Leder nur an den Außenpfosten ging (23.).

Angesichts des TuRaner „Powerplays“ schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Gäste weitere Treffer nachlegen würden. Doch wie aus dem Nichts kam der SSV zurück ins Spiel. Nach einem Entlastungsangriff tauchte Tobias Kröger im Strafraum auf und überwand Keeper Daniel Löwen mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:1 (25.).

TuRa zeigte sich nun verunsichert und kassierte den nächsten Treffer. Wieder schlug der Ball, diesmal von Florian Bänsch getreten, im langen Eck des Gäste-Tores ein (31.). „Vielleicht haben wir nach dem 1:0 geglaubt, das geht so einfach weiter. Es war schon ein wenig lässig, wie wir mit unseren vielen Chancen umgegangen sind“, kritisierte Coach Rogalsky sein Team später.

Nach dem Wechsel machten seine Jungs wieder mächtig Druck, doch die Pr. Ströher konterten geschickt und hätten gegen die aufgerückte Abwehr durchaus einen weiteren Treffer nachlegen können. Keeper Löwen musste einige Male fast als Libero agieren und im Herauslaufen klären. Nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Pascal Kummer, die Christopher Bänsch per Fallrückzieher aufs Tor brachte, klärte Löwen mit Reflex auf der Linie (63.).

Mit zunehmender Spielzeit fehlte den Gastgebern die Kraft für Entlastungsangriffe. TuRa erhöhte den Druck, agierte aber oft zu umständlich. Nach einer gefährlichen Flanke von Hermann konnte Marcel Biebusch den Ball noch neben den Pfosten bugsieren. Bei der folgenden Ecke war es dann aber soweit: Tobias Pauls nahm den Ball an, drehte sich um die eigene Achse und schloss trocken zum überfälligen 2:2 ab (75.). Zu mehr reichte es für die Gäste nicht, auch wenn sie alles nach vorne warfen. Der letzte Schussversuch von TuRas Thomas Epp, der insgesamt etwas unglücklich spielte, landete aus kurzer Distanz direkt in den Armen von SSV-Torhüter Langhorst (89.).

„Wir freuen uns, aber das war ein glücklicher Punkt. Viel länger hätte es nicht gehen dürfen“, atmete Co-Trainer Mark Katt durch.

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Kommentare