Spannendes Finale gegen Hoffenheim ist der Höhepunkt des Girls Snow Cup

Köln bekommt den Pokal, das Turnier die Komplimente

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Lob von den Gastmannschaften: Turnierleiter Ingo Seidel (r.).

Lübbecke - Das Finale zwischen dem 1. FC Köln und Titelverteidiger TSG 1899 Hoffenheim hatte es wirklich in sich. In der letzten Minute überschlugen sich die Ereignisse bei der vierten Auflage des vom TuS Gehlenbeck organisierten Girls Snow Cup. Zunächst schaffte Paulina Krumbiegel 60 Sekunden vor dem Abpfiff den Ausgleich für Hoffenheim zum 1:1, 20 Sekunden später traf Hannah Jung zum 2:1-Siegtreffer der Kölnerinnen und wurde von ihren Mitspielerinnen fast erdrückt.

Hannah Jung krönte damit den starken Auftritt des 1. FC Köln gegen den Titelverteidiger Hoffenheim in einem Finale auf Augenhöhe, in dem die Zuschauer in der gut besetzten Lübbecker Kreissporthalle auf ihre Kosten kamen. Beide Mannschaften boten technisch hochwertigen Hallenfußball mit herrlich herausgespielten Treffern, denn sowohl das 1:0 sowie das 1:1 waren Höhepunkte des Turniers.

„Ich bin natürlich überglücklich über diesen aus unserer Sicht tollen Turnierverlauf. Wir haben zwar nicht die überragenden Einzelspielerinnen, doch der Teamgeist dieser Truppe ist herausragend“, freute sich Kölns Trainer Marc Bilstein nach dem Erfolg im Endspiel. „Wir kommen jedes Jahr sehr gerne nach Lübbecke, weil das in der U 15-Altersklasse das mit Abstand beste Turnier in Deutschland ist“, schob Bilstein ein Extralob für den veranstaltenden TuS Gehlenbeck hinterher. Im nächsten Jahr sind die Kölner als Pokalgewinner ohnehin dabei.

Turnierdirektor Ingo Seidel freute sich selbstverständlich über das Lob der teilnehmenden Mannschaften, die zum großen Teil in der Lübbecker Stadtschule untergebracht waren und dort gemeinsam frühstückten. „Das Interesse ist ähnlich groß wie im vergangenen Jahr, obwohl wir erstmals Eintritt genommen haben. Die Stimmung ist dagegen besser und intensiver. Alle Mannschaften haben schon ihre Bereitschaft erklärt, im nächsten Jahr unbedingt dabei sein zu wollen“, so Seidel, der für die fünfte Auflage in 2016 auf eine Teilnahme des Teams aus Potsdam hofft. „Es sieht ganz gut aus. Und dann hätten wir mit Wolfsburg, Frankfurt und Potsdam die drei führenden deutschen Mannschaften des Frauen-Fußballs im Teilnehmerfeld“, ergänzte Seidel.

Das Gehlenbecker Organisationsteam werde sich zeitnah zusammensetzen, um die vierte Auflage des Girls Snow Cup aufzuarbeiten. „Es gibt immer an Kleinigkeiten zu arbeiten, doch unser Konzept stimmt. Wichtig wäre natürlich, dass wir nach den alten Hallenfußballregeln spielen können und nicht Futsal“, schob Ingo Seidel einen großen Wunsch hinterher.

Auch im nächsten Jahr werde eine Girls Snow Cup Auswahl als Lokalmatador auflaufen. „Wir wollen alle Vereine des Fußballkreises mitnehmen, das ist nach wie vor unser großes Bestreben“, betont Seidel.

Diesmal allerdings musste das „GSC“-Team gegen die namhafte Konkurrenz Lehrgeld bezahlen. Nach Niederlagen gegen den späteren Turniersieger aus Köln (0:9), Hamburger SV (1:5), USV Jena (0:6) sowie in der Zwischenrunde gegen FSV Gütersloh (2:8), Bayer Leverkusen (1:5) und VfL Wolfsburg (0:5) blieb dem Lokalmatadoren nur das „Trostpflasterspiel“ um Platz 15, das mit 0:1 gegen den Herforder SV Friedenstal verloren ging.

DK

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