Fußball-Bezirksliga: Varler genießen Moment / Viele Probleme bei Preußen

„Sieg gegen Espelkamp etwas besonderes“

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Espelkamps Trainer Uwe Korejtek schaut auf die Uhr – die Zeiten ändern sich. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL/ESPELKAMP · „Los, das wird ein cooles Bild, drück  mal drauf“, riefen Timo Meyer, Marvin Koch und Patrick Spreen dem Fotografen zu, und schon ging das Spieler-Trio der Varler Union nach dem Abpfiff des Bezirksliga-Derbys in Espelkamp in Position. Herausgekommen ist der beste Beweis dafür, dass Bilder manchmal mehr sagen als 1000 Worte. Denn nur so sehen Sieger aus !

„Die Stimmung war gut“, berichtet Sebastian Numrich – eine maßlose Untertreibung des Varler Trainers. Bis 2 Uhr in der Nacht sollen die konditionsstärksten Akteure und Anhänger des Derbysiegers im Vereinslokal in Varlheide durchgehalten haben. „Wir freuen uns über jeden Sieg, doch einer gegen Preußen Espelkamp ist etwas besonderes“, so Numrich vielsagend.

Nach dem etwas glücklichen 1:0-Erfolg in Espelkamp mit einem Chancenplus für insgesamt enttäuschende Gastgeber ging die dritte Halbzeit also ganz klar an „United“. Schon während der Partie im ansonsten recht leeren Pürsten-Stadion hatten die Anhänger in Rot-Weiß ordentlich Rabatz gemacht und jede gelungene Abwehraktion ihrer kämpferisch starken Mannen mit Applaus belohnt. „Preußen war am Drücker. Einige Male ist es gefährlich geworden. Ich weiß gar nicht, wie oft ich auf die Uhr geschaut habe“, so Numrich nach den rund 95 Minuten. Jeder seiner Spieler habe sich voll reingehängt und einmal mehr den Beweis angetreten, dass mit der richtigen Einstellung auch gegen die vermeintlichen Favoriten in der Bezirksliga etwas zu holen ist, ein Sonderlob des Trainers verdiente sich allerdings Marcel Redeker, „der ja nicht zum ersten Mal gezeigt hat, dass wir einen sehr guten Torwart haben.“

Für seine Mannen war es im achten Versuch der erste Derby-Sieg überhaupt in der Fußball-Bezirksliga. Und ein besonders süßer dazu. „Vor ein paar Jahren wäre man ja noch ausgelacht worden, wenn man behauptet hätte, Union Varl könnte Preußen Espelkamps Erste schlagen“, erklärt Numrich. Er ist nun auch derjenige, der seine Spieler in den nächsten Tagen wieder einfangen muss, um sie auf das Heimspiel am kommenden Sonntag vorzubereiten. Numrich: „Wenn wir gegen Espelkamps Zweite nicht gewinnen, war der Sieg gegen die Erste nur die Hälfte wert.“

Wie Numrich schon richtig anmerkte: Die Zeiten ändern sich. Von der Spielfreude und Euphorie vergangener Landesliga-Serien war jedenfalls bei den Preußen am Sonntag Nachmittag im Albert-Pürsten-Stadion kaum noch etwas zu sehen. Nur der Trainer ist der alte, doch diesmal hatte Uwe Korejtek mit Müh' und Not elf Spieler zusammenbekommen. Als Auswechselspieler kamen mit Boinski, Salihi und Benus ausnahmslos Akteure zum Einsatz, die vorher schon 90 Minuten für die zweite Mannschaft beim 3:3 im Kellerduell gegen Hausberge mitgewirkt hatten. Einige Spieler fehlten verletzungsbedingt, Torben Kreienbrock jedoch aus unbekannten Gründen.

Trainer und

Linienrichter

Noch angespannter (trauriger ?) ist die Situation der zweiten Mannschaft. Die trat mit elf Spielern an, beendete das Kellerduell gegen den SV Hausberge aber zu zehnt mangels Auswechselspieler. Angesichts dieser Umstände überraschte es nicht einmal, dass Trainer Dirk Scheibe das 3:3 als Erfolg wertete. Er wisse, „dass ich hier eine richtig schwierige Aufgabe übernommen habe“. Während des Spiels war Scheibe übrigens nicht nur als Trainer aktiv, sondern schwenkte auch die Linienrichterfahne – manchmal sagen auch solche Bilder mehr als 1000 Worte.

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