Handball-Landesliga: Weher Frauen fahren mit Wehmut zum letzten Saisonspiel bei TSV Hahlen II

Ein schwerer Abschied

Zum letzten Mal bei den Weher Handballerinen auf der Trainerbank: Tobias Lintelmann. - Foto:

Wehe - Handball? Ja, der wird heute in Hahlen auch gespielt. Im Mittelpunkt steht dieses Mal aber nicht der kleine Ball, auch nicht die 14 Spielerinnen, die um ihn kämpfen. Der Mittelpunkt rutscht heute an den Spielfeldrand, wo Tobias Lintelmann zum letzten Mal die Weher Handball-Frauen dirigieren wird. Am vergangenen Wochenende hatte er überraschend angekündigt, sein Traineramt zum Saisonende niederzulegen. Zu den konkreten Gründen hält er sich bedeckt, erklärt nur, dass es Veränderungen im Verein gebe, die er nicht mitgehen möchte.

Leicht fällt es ihm nicht, die getroffene Entscheidung auch umzusetzen. Zu sehr hängt sein Herz am TuS Wehe, in dem er seit 1989 als Spieler und Trainer aktiv ist, und an seiner Mannschaft. „Einige Spielerinnen trainiere ich schon im neunten oder zehnten Jahr. Da haben sich Freundschaften entwickelt“, beschreibt Lintelmann das zum Teil fast familiäre Verhältnis. Man treffe sich auch privat, unternehme gemeinsam etwas.

Einen Rücktritt vom Rücktritt wird es aber nicht geben. Er habe sich den Schritt genau überlegt, sagt Lintelmann. In der jetzigen Situation sei es für ihn die richtige Entscheidung. „Wenn sich in Zukunft Möglichkeiten im Verein ergeben, die zu meinen Planungen passen, werde ich sicher wieder ein Amt übernehmen“, verspricht der Weher eine Rückkehr.

Aber nicht nur der Trainer wird morgen wohl die ein oder andere Träne verdrücken müssen. „Die ganze Mannschaft ist sehr betroffen, akzeptiert diese Entscheidung nur widerwillig und ist sehr, sehr traurig“, schreibt Ines Krone, die die Mannschaft aus beruflichen Gründen ebenfalls verlassen wird, auf der Facebook-Seite des Teams. „Wir haben Großes zusammen erlebt und jede Menge Spaß gehabt.“ Höhepunkt der vierjährigen Amtszeit Lintelmanns war der Aufstieg in die Landesliga im vergangenen Jahr.

Auch für Franziska Langelahn ist es das letzte Spiel im Weher Dress. Die 18-Jährige wechselt zur HSG Euro. „Franziska ist eine sehr gute Kreisläuferin, eine der besten in der Landesliga. Für die Mannschaft ist das ein herber Verlust“, bedauert Lintelmann den Weggang. „Ich hoffe, dass sie vielleicht in ein paar Jahren zurückkommt.“

Ach ja, und das Spiel? „Gegen Jöllenbeck fehlten zum Schluss die letzten 10, 15 Prozent. Genauso wird es in Hahlen auch sein“, vermutet Lintelmann. „Natürlich würde ich mich aber gerne mit einem Sieg verabschieden.“

mer

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