TV Espelkamp hat zwei Padel Courts erstellt / Haschemi: Neue Zielgruppen anlocken / Aufnahme in offizielle Turnier-Serie

Schneller und einfacher als Tennis

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So wird's gemacht: Mirco Sasse (r.) orientiert sich zur eigenen Rückwand und versucht von dort den Ball ins gegnerische Feld zurück zu schlagen. ·

Minden-luebbecke - ESPELKAMP · Aus einmal elf mal 24 Meter mach zweimal zehn mal 20 Meter. Der TV Espelkamp hat dieses Kunststück vollbracht und aus einem Tennisplatz zwei Padel Courts geschaffen. Padel ist eine relativ junge dynamische Sportart, zum einen schneller und zum anderen einfacher zu spielen als Tennis. Sie macht einfach Spaß und bringt mehr Leben auf die TVE-Anlage an der Trakehner Straße.

„Wir haben uns länger mit dem Gedanken getragen Padel Courts zu bauen“, sagt Hadi Haschemi. Dem Vorsitzenden des TV Espelkamp ist nicht verborgen geblieben, dass das Interesse am Tennis in den vergangenen Jahren stetig nachgelassen hat. „Im Jugendbereich haben wir dank unseres Jugendkonzepts keine Probleme, doch im Bereich der 25- bis 40-Jährigen fehlen uns die Mitglieder“, sagt er und hat sich Gedanken gemacht, wie man diese Generation wieder vermehrt auf die Anlage locken kann.

Als eine Mitarbeiterin seines Versicherungsbüros aus dem Spanien-Urlaub zurückkehrte und ihrem Chef begeistert von Padel erzählte, war Haschemi gleich Feuer und Flamme und hat sich kundig gemacht. „Wer anfängt, Tennis zu spielen, braucht eigentlich einen Trainer“, sagt er. Mit Padel dagegen könne man gleich loslegen. Durch schnelle Erfolgserlebnisse erhöhe sich der Spaßfaktor ungemein. Wer bereits Squash, Tischtennis oder Badminton gespielt hat, finde ohnehin ganz schnell rein.

Anfang 2012 berichtete der Vorsitzende während der Jahreshauptversammlung des TVE zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit von seinen Plänen, ein Jahr darauf stellte er die konkrete Planung vor. In der Zwischenzeit hatte Haschemi die Mitglieder überzeugt und Sponsoren für das außergewöhnliche Projekt gewonnen. Anfang Mai wurde die Asche auf dem ehemaligen Platz 6 in Eigenarbeit abgetragen. Nachdem das Fundament und die Drainage verlegt waren, erfolgte der Aufbau mit Kunstrasen sowie der Rundum-Bande aus Glas- und Gitterwänden durch eine Firma aus Spanien. Zum guten Schluss wurde der Kunstrasen mit Sand verfüllt. „Sechs Tonnen pro Platz“, betont Haschemi. Das Gewicht hält den Boden, der nicht verklebt ist, sagt der Vorsitzende. Die Pflege der Courts gestalte sich ganz einfach. So alle zehn Spiele müsse der Platz mit einem Besen behandelt werden.

Mitte August war die Anlage mit den beiden Padel Courts fertiggestellt, seitdem wird fleißig gespielt. Wer die dynamiche Sportart einmal testen will, kann sich Schläger und Bälle bei Joe Orth im benachbarten Bistro im Tennis- und Badmintoncenter leihen.

Hadi Haschemi ist optimistisch, mit Padel neue Zielgruppen anlocken und damit neue Mitglieder für den TV Espelkamp gewinnen zu können. „Das Feedback ist bislang durchweg positiv“, freut er sich. Auch langjährige Tennisspieler äußern sich sehr begeistert.

Gekostet hat der ganze Spaß rund 125000 Euro, die größtenteils von Sponsoren wie den Firmen Schulz, Gauselmann und Mittwald getragen werden. Zudem wurde ein Teil in Eigenarbeit geleistet. Der Dank des Vorsitzenden gilt dem Team „Herren 30“ und dem stellvertretenden Vorsitzenden Christian Brettschneider, der als Architekt zusammen mit Dirk Schulz für Planung und Organisation verantwortlich zeichnet. Einen Wunsch äußert der Vorsitzende noch zum Schluss: „Zur Zeit suchen wir Werbepartner für die Banden.“

Turnier für

2014 geplant

Weitergehende Pläne gibt es für das nächste Jahr. Dann werde Mitte April die offizielle Eröffnung der Padel Courts erfolgen. Auch möchte der TVE auf jeden Fall ein Turnier im Rahmen der offiziellen Turnier-Serie veranstalten. Immerhin verfügt der TVE mit seinen Padel Courts ein sportliches Alleinstellungsmerkmal in der Region zwischen Köln und Cuxhaven. · KF

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