Regeländerungen stellen Schiedsrichter beim Freeway-Cup vor keine ernsthaften Probleme / Pfeifen vor großer Kulisse macht Spaß

„Die waren alle gleich unfair“

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Das Team der Schiedsrichter beim Freeway-Cup mit Christoph Gerling (mit Ball) und ihrem „Chef“ Jörg Uphoff (r.)

Lübbecke - Auch für die Schiedsrichter war der Freeway-Cup 2016 ein absoluter Höhepunkt im Kalender. „Natürlich macht es auch uns mehr Spaß, vor so vielen Zuschauern zu pfeifen“, sagt der Frotheimer Unparteiische Christoph Gerling. Es sei schon anders, vor der großen Kulisse, bei der tollen Atmosphäre und, wie Gerling sagt, den „geilen Truppen“ zu pfeifen.

Insgesamt zogen die Schiedsrichter ein positives Fazit des Turniers. Trotz Regeländerungen hätten sie keine großen Probleme gehabt, die Spiele zu leiten. Auch mit den Mannschaften habe es weniger Ärger um umstrittene Entscheidungen gegeben als erwartet, sagt Gerling.

Auch Jörg Uphoff, Vorsitzenderdes Kreisschiedsrichterausschusses, ist mit seinen Leuten zufrieden. Nur eine Situation – die war unglücklich, berichtet er: Das Grätschen ist in diesem Jahr verboten und sollte von den Schiedsrichtern abgepfiffen werden. So sei es in einem Vorrundenspiel aber passiert, dass ein Schiedsrichter die Grätsche eines Spielers sofort abpfiff, ein gegnerischer Spieler aber ein Tor erzielte und durch den Freistoßpfiff um seinen Vorteil gebracht wurde. Ohnehin sei das Grätschen manchmal schwer zu beurteilen, sagt Gerling. Geht ein Spieler in den Zweikampf oder wirft er sich nur eine Schussbahn? Was ist, wenn der Torhüter mit einer Rettungstat aus dem Strafraum rutscht? Solche Entscheidungen verlangen Fingerspitzengefühl.

Unangenehm zu pfeifen sei es auch manchmal, wenn es um Abstände geht. Einerseits muss der Schiedsrichter bei Freistößen auf die einzuhaltenden Abstände achten, gleichzeitig will er das Spiel durch Pedanterie nicht unnötig seiner Schnelligkeit berauben. Knifflig sei es auch, die neue Vier-Sekunden-Regel, wonach der Torhüter den Ball nur noch vier Sekunden halten darf, anzuwenden. Was ist, wenn der Torwart den Ball hat, aber der Trainer sein Team gerade wechselt? Außerdem: „Jeder Schiedsrichter zählt anders“, sagt Gerling.

„Aber insgesamt hat es meiner Meinung nach gut geklappt“, sagt der Frotheimer. Dafür waren die Unparteiischen auch bereits seit Ende Oktober/Anfang November geschult worden. Eine letzte Absprache aller Turnierschiris – um sich auf eine einheitliche Regelauslegung zu einigen – gab es noch am Montag vor dem Turnier.

Auch wenn es in den KO-Spielen gegen Ende oft hitzig wurde, sei es ein faires Turnier gewesen. Oder wie Gerling scherzt: „Die waren alle gleich unfair.“

han

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