S-Team des RV Wehdem-Oppendorf Westfälischer Meister

Voltigierer feiern sensationellen Erfolg

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Meistertitel für das S-Team (Mitte), Platz zwei für die dritte Mannschaft (rechts) und Platz vier für die zweite Mannschaft: Besser hätte es für die Voltigierer des RV Oppendorf-Wehdem bei den Westfälischen Meisterschaften kaum laufen können.

Oppendorf - Sensationeller Erfolg für die Voltigierer des RV Wehdem-Oppendorf. Zum ersten Mal holte die erste Mannschaft bei den Westfälischen Meisterschaften beim RV „von Lützow“ in Herford den Titel. Zu den Goldmedaillenträgern gehören Trainerin Antje Döhnert, Eileen Siekmeier, Simona Brune, Deborah Roters, Marcel Sühring, Nathalie Döhnert und Tabea Hoffmann.

Die Wettkämpfe begannen am Samstagmorgen mit den Pflichten der S-Teams. Mit dem ersten Startplatz hatten die Oppendorfer kein Losglück, turnten aber dennoch mit einer technisch korrekten Ausführung und fanden sich schon nach dem ersten Durchgang ganz vorne wieder. Im Anschluss stiegen die Einzelvoltigierer in den Wettkampf ein, wobei die Oppendorfer gleich drei heiße Eisen im Feuer hatten. Marcel Sühring, Nathalie Döhnert und Eileen Siekmeier zeigten allesamt eine saubere Pflicht und erreichten Plätze im vorderen Drittel.

Bei der Kür am Nachmittag bewiesen sowohl die Voltigierer als auch Mannschaftspferd „Rasputhin“ eiserne Nerven, denn inmitten der Teamkür brach ein Unwetter herein. Sturm, Regen und Donner konnten die Mannschaft jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Der starke Auftritt bescherte den Oppendorfern den Sieg, viel Lob von den anderen Mannschaften und den ersten Gänsehautmoment des Wettkampfes. Die Einzelvoltigierer taten es der Mannschaft in den Küren gleich, so dass die Oppendorfer den ersten Wettkampftag völlig überraschend auf Platz eins abschlossen.

Am Sonntag verstärkten sich die Oppendorfer mit ihren beiden M-Teams. Beide reihten sich nach einer soliden Pflicht hinter dem VV Volmerdingsen ein. In der Kür zeigten sie dann jedoch ein paar Unsicherheiten, während sich die Mannschaft aus Volmerdingsen in Topform präsentierte und damit verdient den Pokal gewann. Auf Platz zwei folgte die dritte Mannschaft aus Oppendorf mit Trainerin Saskia Steinkuhle, Isabel Keller, Melissa Redeker, Johanna Keiser, Kira Steinmann, Kristin Brink, Sabrina Sühring und Pia Hubert. Die zweite Mannschaft mit Trainerin Lisa Buck, Chantal Lange, Jöken Wucherpfennig, Charlotte Bosse, Sina Lütkemeier, Lena Bollhorst, Shirin Rautenhaus, Marie Gottkehaskamp und Mandy Rosenbohm) erreichte den vierten Platz.

Die Einzelvoltigierer mussten im Finalumlauf ein Technikprogramm und nochmals ihre Kür präsentieren und konnten dabei durchaus überzeugen. Marcel Sühring erkämpfte sich mit der Bronzemedaille erstmals einen Podestplatz bei den Herren, Eileen Siekmeier gewann ebenfalls erstmalig Bronze. Nathalie Döhnert schaffte es in ihrer ersten Seniorensaison auf einen hervorragenden vierten Platz.

Zum Abschluss stand die Kür der S-Teams an. Als führende Mannschaft und damit als letztes liefen die Oppendorfer in den Wettkampfzirkel ein. Es sei eine atemberaubende Stimmung gewesen, berichten die Sportler. Verwunderlich war das nicht, denn gut ein Drittel der Zuschauer kam aus Oppendorf und feuerte ihre Mannschaft kräftig an. Wieder lief alles perfekt. „Rasputhin“ galoppierte wie ein Uhrwerk, die Jungs und Mädels turnten ihre beste und ausdrucksstärkste Leistung, schafften Gänsehautmomente und fielen sich am Ende überglücklich in die Arme.

Schon beim Auslaufen kullerten die Freudentränen, denn die Oppendorfer ahnten bereits, was sie da geschafft haben. Als kurz darauf das Ergebnis der Kür verkündet wurde, hatten sie Gewissheit: Sie sind Westfälischer Meister. So richtig fassen konnten sie ihren Erfolg nach vielen Jahren als „Dauerfünfter“ anfangs nicht. Während der Siegerehrung hatten sie noch einen Grund zum Jubeln: Der Disziplinbeirat nominierte die erste Oppendorfer Mannschaft sowie Eileen Siekmeier und Nathalie Döhnert für die Deutschen Meisterschaften in Alsfeld.

Zurück in Oppendorf wurde die Meisterschaft ausgiebig gefeiert. „Das ist ein Moment, wie man ihn lange in Erinnerung behalten wird. Der kleine nördliche Verein hat heute der großen westfälischen Voltigierwelt sein Können gezeigt. Stolz können wir alle sein, dass unsere Abteilung so etwas geschafft hat, denn kein anderer Verein war so stark vertreten wie der RV Wehdem-Oppendorf“, lobte der erste Vorsitzende Hartmut Wilking.

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