Kreisliga A: Stefan Hartmann startet erfolgreich als Interims-Trainer bei Union Varl

Ruhe statt Revolution

Nach verkorkstem Pokalauftritt ist Union Varl mit vier Punkten in zwei Spielen ordentlich in die Meisterschaft der Fußball-Kreisliga A gestartet. Am Sonntag gab es einen 3:1-Sieg gegen den FC Lübbecke.J Fotos: Pries

Varl - Von Maik Hanke. Es sind turbulente Wochen bei Fußball-Bezirksliga-Absteiger Spvgg Union Varl. Erst das desolate Aus im Kreispokal mit einem 0:4 gegen den SuS Holzhausen, dann der überraschende Rücktritt von Trainer Philipp Knappmeyer noch vor Start in die Kreisliga A. Übergangsweise neuer Mann an der Seitenlinie ist nun Stefan Hartmann. Der Ur-Varler will Union wieder in ruhigeres Fahrwasser steuern. Der Start ist ihm jedenfalls gelungen.

Stefan Hartmann ist Interims-Coach bei Union Varl.

„Es war eine besondere Situation. Ich war schon innerlich sehr aufgewühlt, weil das letzte Mal so lange her war“, beschreibt Stefan Hartmann seine Gefühlslage bei Spielbeginn gegen den FC Lübbecke. „Ich hatte gehofft, mit einem Sieg zu starten – was dann ja auch geglückt ist.“ 3:1 hieß es am Ende. Vor mehr als sechs Jahren stand Hartmann zuletzt als Trainer auf einem Sportplatz. Ende der Saison 2009/2010 stand Varl vor dem Abstieg in die B-Liga. Auch damals kam Hartmann als Übergangslösung, ehe nach vier Wochen Sebastian Numrich vorgestellt wurde. Varl hielt die Klasse.

Damals war Hartmann Retter, jetzt ist er Starthelfer. Wenn es nach ihm geht, muss sein neuerliches Trainer-Engagement auch nicht viel länger gehen als das vorherige. „Ich werde die Serie definitiv nicht zu Ende bringen“, sagt er. Das könne er zeitlich ganz einfach nicht. Er wolle höchstens bis Weihnachten weitermachen – wäre aber dankbar, wenn schneller ein neuer Trainer vorgestellt wird.

Hartmann sagt, die Mannschaft habe den überraschenden Rücktritt Knappmeyers gut weggesteckt und akzeptiere ihn als Interims-Coach. Hartmann ist ein Motivator, einer, der anpackt. Er könnte in der jetzigen Situation genau der Mann sein, den die Varler brauchen.

Mit den ersten Leistungen, die er gesehen hat, sei er durchaus zufrieden, sagt Hartmann. „Man hat die Tugenden gesehen, die Varl auszeichnen.“ Das sind vor allem Laufbereitschaft und Kampfeslust. Diese Einstellung hatte beim Pokalspiel gegen Holzhausen noch gefehlt. Knappmeyer warf danach die Brocken hin.

Einen Tag nach dem Abgang sprach der Sportliche Leiter Mario Lange Stefan Hartmann an. Beim Saisonauftakt, einem 1:1 gegen den TuS Gehlenbeck, stand zunächst noch Mario Lange selber an der Seitenlinie, Stefan Hartmann beobachtete das Spiel aber bereits intensiv, und sagte anschließend zu.

„Es war schon zu erkennen, dass die Moral in die richtige Richtung geht“, sagt Hartmann. Immerhin hätte sich die Mannschaft nach Rückstand noch einen Punkt erkämpft. Und am vergangenen Sonntag folgte dann der erste Saisonsieg gegen den FCL.

„Es war ein guter Start. Darauf können wir aufbauen. Wir wollen uns permanent weiterentwickeln“, sagt Hartmann. „Wir müssen jetzt weiter vernünftig und hart arbeiten.“ Jetzt gehe es darum, mit der Mannschaft die letzten paar Prozent körperliche Fitness für die Saison zu holen und das eine oder andere spielerische Element zu trainieren. Das Spielsystem soll dem von Philipp Knappmeyer jedenfalls erst mal ähnlich bleiben. Es steht keine Revolution an. Jetzt soll erst einmal nur Ruhe einkehren.

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