Spiel des Tages: ISC siegt 7:0, doch die Schlagzeilen schreibt der Gegner

Rote Karte zerlegt und vorbildlich entsorgt

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Und noch ein Treffer: Chris Götze erhöht auf 6:0, am Ende waren es sieben Stück, die Vehlages Torhüter Weiß einstecken musste.

Minden-luebbecke - Von Willi PriesISENSTEDT · Während die Spieler des SC Isenstedt ihren 7:0 (1:0) Erfolg gegen den SC BW Vehlage und damit vorzeitig die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Kreisliga A feierten, war beim unterlegenen Gegner Krisenstimmung angesagt. Dabei dürfte die Höhe der Niederlage für die Vehlager um Trainer Heinrich Dyck eher nebensächlich gewesen sein. Vielmehr waren das Auftreten seines Teams und vor allem der Ausraster von Kapitän Sergej Lauer nach dem Spiel die heißen Themen.

Auslöser der Diskussionen war der Treffer des SC Isenstedt zum 3:0 in der 57. Spielminute. Durch Treffer von Chris Götze (5.) und Christian Gieselmann (48.) führten die Gastgeber bis dahin mit 2:0, als die Vehlager nach einem Freistoß der Isenstedter ein Foulspiel gegen ihren Abwehrspieler Ninos Yalda gesehen haben wollten. Yalda sei beim Abwehrversuch umgestoßen worden, ISCler Sebastian Vogt kam frei zum Schuss und versenkte zum 3:0.

Während die Gastgeber ihren Treffer und die Vorentscheidung feierten, reklamierten die Vehlager bei Schiedsrichter Uwe Wiehe massiv die Entstehung dieses Treffers. Als Vehlages dann Kapitän Sergej Lauer vom Unparteiischen die Rote Karte gezeigt bekam, stand er zunächst ungläubig neben dem Spielerpulk, um dann noch einmal in die Diskussion zu gehen. Nach kurzem Wortgefecht nahm Lauer dem Schiedsrichter die Karte aus der Hand und zerriss diese auf dem Weg Richtung Seitenlinie. „Immerhin hat er die Schnipsel dann absolut korrekt im Mülleimer neben dem Platz entsorgt, das muss man ihm in der Situation zugute halten“, kommentierte ISC-Fußballobmann Rolf Halwe.

Gar nicht zum Lachen zumute war dem „Rotsünder“ selber. „Ich habe absoluten Mist gebaut, es war völlig überzogen und absolut falsch, wie ich reagiert habe. Aber ich habe den Schiedsrichter vorher wirklich nur gefragt, warum er nicht abpfeift, obwohl es vor dem Tor ein klares Foul gewesen ist“, beteuerte Lauer nach dem Spiel.

Die Nerven seiner Mitspieler lagen nach dieser Szene ebenfalls blank und immer wieder verzettelten sich die Vehlager in Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Als Vitali Klunk eine Abseitsentscheidung gegen den ISC mit einem hämischen Kommentar bedachte, sah der bereits verwarnte Abwehrspieler zum zweiten Mal die gelbe Karte – die rote war ja nicht mehr da.

Danach sah es kurzzeitig sogar nach einem Spielabbruch aus, den die Gäste provozieren wollten. Erst nach einigen Diskussionen kehrten die Vehlager, die teilweise schon ihre Trikots ausgezogen hatten, auf das Spielfeld zurück und beendeten die Partie in doppelter Unterzahl ohne große Gegenwehr. Zwei Treffer von Alexander Koch (76./ 79.), Chris Götze mit dem 6:0 (89.) und erneut Alexander Koch (90.) schraubten das Ergebnis auf 7:0.

Krüger: Schönes

Zwischenziel erreicht

Während Vehlages Trainer Heinrich Dyck nur Kopfschütteln für die Undiszipliniertheiten seiner Spieler sowie auch den Auftritt des Unparteiischen übrig hatte, wollte sich ISC-Coach Axel Krüger auf die sportliche Analyse der Begegnung beschränken. „Der Sieg war natürlich absolut verdient. Wir haben geduldig gespielt und unsere Chancen genutzt. Über die Herbstmeisterschaft können wir uns freuen, das ist ein schönes Zwischenziel. Aber der Weg durch die Rückrunde ist noch lang, wir können uns also nicht darauf ausruhen“, so Krüger.

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