SC Isenstedt dank Motivationshilfe und Lübbecker Sieg an der Spitze

„Rolf, dann roll das Fass mal rein“

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Geht mit dem SC Isenstedt als Tabellenführer und mit großem Respekt vor dem TuS Dielingen in den letzten Spieltag: Trainer Axel Krüger. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthRolf Halwe ließ das Spiel seines ISC sausen. Stattdessen machte sich der Manager des Fußball-A-Ligisten SC Isenstedt am Sonntag auf den Weg nach Lübbecke an die Obernfelder Allee – an Bord wertvolle Fracht, die jedoch erst den Besitzer wechseln sollte, wenn das Ergebnis stimmt. Es stimmte ! Der FC Lübbecke besiegte den bisherigen Tabellenführer Preußen Espelkamp II mit 1:0 und verhalf Halwes Isenstedtern zum Sprung an die Spitze. Danach hieß es in Lübbecke: „Rolf, dann roll das Fass mal rein !“

Ein schlechtes Gewissen ob der Motivationshilfe in flüssiger Form hat Halwe nicht. „Vor zwei Jahren haben es die Frotheimer gegen uns genauso gemacht“, erinnerte er an den Showdown am Ende der Saison 2010/2011, als die motivierten TuRaner in Isenstedt gewannen, der VfL Frotheim sich ins Fäustchen lachte und die schon bereit liegenden Meister-T-Shirts des ISC in der Mottenkiste verschwanden. Am kommenden Sonntag gehen die Isenstedter also erneut als Tabellenführer in den letzten Spieltag, aber auch als gebranntes Kind.

„Jetzt haben wir ein Ziel vor Augen, mit dem wir gar nicht mehr gerechnet haben. Das wird Kräfte freisetzen“, ist Axel Krüger überzeugt. Für den Trainer des SC Isenstedt ist es ein Saisonfinale der besonderen Art, denn vor drei Jahren schaffte er mit der Zweiten der Preußen den Aufstieg – genau das will Axel Krüger nun verhindern.

„Wir haben mit Dielingen den wohl schwereren Gegner“, blickt der ISC-Coach schon einmal auf die finalen 90 Minuten am kommenden Sonntag in Dielingen voraus. „Aber ich traue Blasheim durchaus ein Remis in Espelkamp zu“, ergänzt Axel Krüger, dessen ISC einen Punkt Vorsprung in das entscheidende Fernduell mitnimmt.

„Mit Dielingen den

schwereren Gegner“

Auch ein Entscheidungsspiel ist noch möglich, sollte der ISC in Dielingen verlieren und die Preußen zeitgleich gegen Thorsten Bundes Blasheimer nicht über ein Remis hinaus kommen. „Wir müssen unser Spiel gewinnen, alles andere interessiert mich nicht“, betont Krüger. Das allerdings wird schwer genug, denn Gastgeber TuS Dielingen hat in dieser Saison erst drei Spiele verloren und die letzte Niederlage datiert aus dem Dezember des letzten Jahres. „Dielingen ist defensiv und offensiv stark. Kalle Wessel hat dort eine sehr gute Truppe beisammen und wird seine Jungs richtig gut einstellen. Deshalb werden wir hellwach und konzentriert sein müssen, wir werden in Dielingen eine überragende Leistung brauchen“, sagt Krüger.

Diese für den SC Isenstedt verlockende Ausgangsposition machte am vergangenen Sonntag der FC Lübbecke möglich. Die gegen das Team ihres Ex-Trainer Uwe Adam sehr motivierten Lübbecker rangen die spielerisch besseren Espelkamper mit 1:0 nieder. Die Entscheidung brachte pikanterweise ein Elfmeterpfiff. Schiedsrichter Rene-Pascal Wagner entschied Mitte der zweiten Halbzeit auf Handelfmeter – trotz des Protestes seines Schiedsrichterkollegen Eugen Fritz, der für Preußen Espelkamp spielt.

Nicht verändert hat sich dagegen die Ausgangslage im Abstiegskampf. Der TuS Levern liegt weiterhin zwei Punkte über dem Strich vor dem TuS Gehlenbeck. Die Entscheidung fällt am Sonntag im Fernduell, wenn die Leverner zu Hause gegen den VfB Fabbenstedt antreten und Gehlenbeck beim TuS Tengern III spielt.

„Wir waren nicht so vermessen, an einen Sieg gegen Dielingen zu glauben. Trotzdem wollten wir es versuchen“, erklärte Trainer Christoph Kämper. Bis zur Halbzeitpause sah es für seine Gehlenbecker beim 1:2 auch gar nicht so schlecht aus, „doch nach dem 1:3 sind wir wie ein Kartenhaus zusammengefallen“, so ein enttäuschter Kämper nach der 1:7-Pleite.

Da jedoch auch der TuS Levern sein Heimspiel gegen Holzhausen verlor (2:4) und das Torverhältnis bekanntlich in der Endabrechnung nicht zählt, schwelt in Gehlenbeck weiterhin das Fünkchen Hoffnung, doch noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern. „Ich hoffe, dass am letzten Spieltag alles fair bleibt“, betont Christoph Kämper und setzt dabei auch auf die Gegenwehr der Fabbenstedter in Levern. Trainer der Fabbenstedter ist Jens Gerdom, ein langjähriger Gehlenbecker.

Enttäuscht war am Sonntag Leverns Torhüter Frank Rodenbeck. Der „Chief“ hatte anstelle des verletzten Martin Wischmeyer noch einmal die Handschuhe der ersten Mannschaft angezogen, wurde jedoch bei den vier Gegentoren von seinen Vorderleuten allein gelassen. Nachdem Rodenbeck mehrfach lautstark seinen Mannschaftskameraden Ralf Langenberg kritisiert hatte, pflaumte der zurück. Darauf verschaffte Frank Rodenbeck seinem Ärger beim Gang in die Kabine Luft: „Wenn der alte Sack dahinten rumbrüllt, können sich alle darüber aufregen. Aber dass sie im Mittelfeld keinen Ball kriegen, ist offenbar jedem total egal...“

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