Reitturnier in Frotheim leidet unter vielen Absagennach Virus-Meldung

Henke siegt, doch die Stimmung ist gedrückt

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Sicher und erfolgreich unterwegs: Philine Henke vom RFV Wehdem-Oppendorf siegte beim Turnier in Frotheim auf Callistro in einem A-Stilspringen. Fotos (2): Rohlfing

Frotheim - Von Sonja Rohlfing. Anna-Henrike Henke hat ihrer Sammlung eine weitere goldene Schleife in einer höchsten Prüfung eines Turniers hinzugefügt. Sie siegte auf Duke im abschließenden L-Springen mit Stechen beim Reitturnier in Frotheim. In der Wertungsprüfung für den Merkur-Cup triumphierte ein weiteres Mal der RFV St. Georg Pr. Oldendorf.

Anna-Henrike Henke konnte im L-Springen mit Stechen erneut die Konkurrenz auf Abstand halten. Auf Duke verwies die Reiterin vom 1. Vehlager ZRFV mit rund fünf Sekunden Vorsprung Klaus Runge vom RFV Maasen-Sulingen auf Weggis R auf Platz zwei. Dritte wurde Juliane Engelking vom RV Steinbrink-Nordel-Essern auf Carla.

Souveräne Mannschaftsvorstellungen gab es in der A-Dressur für den Merkur-Cup gleich mehrere zu sehen. Den ersten Platz nahm der RFV St. Georg Pr. Oldendorf mit nach Hause, der damit die Gesamtwertung nach wie vor anführt. Zweiter wurde der Sieger der ersten Wertung in Pr. Ströhen, der RV Holzhausen-Heddinghausen. Platz drei ging an den RV Destel. Die Zweit- und Drittplatzierten aus Ströhen, der RV Herzog Wittekind Oberbauerschaft und der Mindener ZRFV fehlten in Frotheim. Ebenso nicht vertreten war der RFV Großer Weserbogen.

„Wir freuen uns, dass wir eine Wertung für den Cup ausrichten dürfen, auch wenn wir selber nicht die Turnierreiter dafür haben“, erklärt der Vorsitzende des RV Frotheim-Isenstedt, Günter Tegeler. Jedoch herrschte beim Veranstalter insgesamt eine gedrückte Stimmung. Zwar konnte der Verein rund 900 Startplatzreservierungen – und damit mehr als vor zwei Jahren – verzeichnen, aber viele Reiter erschienen nicht. „Wir haben rund zwei Drittel Absagen“, berichtet Tegeler.

In Medien und sozialen Netzwerken hatte ab Freitag die Meldung die Runde gemacht, dass sich auf einem Reiterhof in Herford-Schwarzenmoor mehrere Pferde mit dem Equinen Herpesvirus (EHV-1) infiziert haben und zwei von ihnen aufgrund des schweren Verlaufs eingeschläfert werden mussten. Daraufhin hatten sich auch in Minden-Lübbecke etliche Pferdesportler, Pferdebesitzer und einige Vereine zu Maximalmaßnahmen entscheiden und ihre Anlagen gesperrt sowie geraten, auf Turnierbesuche zu verzichten.

Für Veranstalter

unendlich schade

„Das ist eine übertriebene, aus tiermedizinischer Sicht nicht gerechtfertigte Vorsicht“, merkt Dr. Wolfgang Kluge an. Für den Veranstalter sei es unendlich schade. „Das Turnier in Frotheim ist so schön vorbereitet“, erklärt der Richter und Tiermediziner. Vorsicht sei zwar geboten, es bestehe aktuell jedoch kein Grund zur Panik, heißt es am Wochenende auch aus dem Veterinäramt des Kreises Herford.

„Für uns sind die Absagen traurig und schade“, erklärt Günter Tegeler. Letztendlich müsse jeder Reiter für sich selbst entscheiden. Ihm tue es für ehrenamtlichen Helfer leid, die mit so viel Arbeit und Herzblut das Turnier vorbereitet hätten.

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