Fußball: Spannendes Aufstiegsrennen in Kreisliga B / Morgen Nachholspiele

Rahdener mit klarem Ziel: „Wir wollen Platz zwei“

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Kreiszeitung Syke

Minden-luebbecke - STEMWEDE/RAHDEN · In der Bundesliga fragt man sich nur noch wann der Meister feststeht, das „Wer“ ist längst beantwortet. Anders sieht es da schon in der Lübbecker Fußball-Kreisliga B aus. Im Sommer sprach man schon aufgrund der vielen ersten Mannschaften von der „besten Kreisliga B seit langem“, jetzt ist es wohl auch die spannendste. Denn mit dem SV Schnathorst, TuS Eintracht Tonnenheide, TuS Gehlenbeck, TuSpo Rahden und SV Börninghausen kommen nicht weniger als fünf Mannschaften für den Titelgewinn und Aufstieg ins Kreisoberhaus in Frage.

Wintermeister wurde der SV Schnathorst mit seinem Trainer-Debütanten Christoph Kuhlmann. Der zweitjüngste Trainer der Liga führte seine Mannschaft zu einer starken Hinrunde mit der nötigen Siegermentalität. Platz eins – und damit den einzigen sicheren Aufstiegsrang – möchte man im Südkreis nun bis zum Sommer nicht wieder hergeben.

Auf Platz zwei steht die Eintracht aus Tonnenheide, hat allerdings die meisten Spiele der Favoriten absolviert. „Wenn die Konkurrenz ihre Nachholspiele gewinnt, gehen wir als Vierter in die Rückrunde“, macht sich Trainer Wolfgang Wischmeyer nichts vor. Er hält daher nichts von großen Rechenspielen: „Wir tun gut daran von Spiel zu Spiel zu schauen. Wir wollen grundsätzlich jedes Spiel gewinnen, wissen aber, dass dies jede Woche aufs Neue eine Herausforderung ist. Das hat die Hinrunde gezeigt, in der wir einige Punkte unnötig haben liegen lassen. Das wollen wir jetzt auf jeden Fall besser machen“, betont Wischmeyer.

Riesen: Herangekämpft

und jetzt wieder verletzt

Den Titel für die fleißigste Mannschaft hat die Eintracht bereits, sieben Testspiele bestritt Tonnenheide in diesem Winter. „Wir haben uns vorwiegend eingespielt und Rhythmus aufgenommen, aber auch auf der einen oder anderen Position etwas Neues ausprobiert“, erklärt der Eintracht-Coach, der derzeit mit Manuel Riesen einen Verletzten im Kader hat. „Manuel hatte sich nach der langen Verletzungspause gerade erst wieder ins Mannschaftstraining zurückgekämpft und hat sich jetzt einen Bänderriss zugezogen. Das ist für ihn tragisch und für uns ein gewichtiger Verlust.“

Durch die Nachholspiele vorbeiziehen am Nachbarn möchte der TuSpo Rahden. Und dafür haben die Verantwortlichen im Winter einiges getan. Mit Sebastian Hagemann (Union Varl) und Tristan Groß (TuS Wagenfeld) wurden zwei Spieler zurückgeholt, die die Qualität im Kader erhöhen. Groß wird wohl aber erst einmal ausfallen, bei ihm besteht der Verdacht auf einen Meniskusanriss. „Außerdem fehlt Martin Neumann noch einige Zeit mit einem Bänderriss, Daniel Kamolz ist im ersten Spiel noch rotgesperrt“, berichtet Co-Trainer Muharrem Kuscu. Die Zielsetzung ist in Rahden klar definiert: „Wir wollen Platz zwei. Schnathorst ist mit der Qualität und dem Vorsprung Favorit auf die Meisterschaft, aber dahinter ist es unser Anspruch, Zweiter zu werden. Wenn uns kein Verletzungspech ereilt, sind wir auch sehr guter Dinge, dieses Ziel zu erreichen. Und natürlich drücken wir den heimischen Bezirksligisten die Daumen“, hofft Kuscu auf einen zweiten Aufstiegsplatz für die B-Liga.

Vierter im Bunde ist der TuS Gehlenbeck. Dort offenbart Trainer Christoph Kämper zwei Gefühlswelten. „Wir Trainer im Stadtgebiet Lübbecke sind bedient“, stöhnt der C-Lizenz-Inhaber. Der Grund: Die Stadt Lübbecke sperrte sämtliche Sportplätze in ihrem Einzugsgebiet bis einschließlich nächsten Sonntag und sorgt damit für Kopfschütteln. „Das ist schon verrückt. Bestes Fußballwetter und wir werden in die Zwangspause geschickt. Das passiert, wenn Nicht-Sportler für Sportler entscheiden“, knurrt Kämper. Beim Gespräch über seine Mannschaft hellt sich die Miene des Gehlenbecker Coaches allerdings auf. „Es läuft richtig gut, wir haben eine tolle Vorbereitung hinter uns. Die Mannschaft entwickelt sich“, berichtet Kämper. Die Zielsetzung ist einfach formuliert: „Zuerst einmal wollen wir unser Spiel weiterentwickeln. Allerdings ist die Mannschaft jetzt schon deutlich weiter, als ich das erwartet habe. Sollte sich ein Aufstieg ergeben, würden wir diesen sehr gerne mitnehmen. Zur obersten Priorität wird dieser allerdings erst in der kommenden Saison.“

Vor einer Übergangs-Rückrunde steht der TuS Stemwede. Mit Tim Varenkamp und Christian Bäcker übernehmen zwei Neue das Kommando beim TuS. Nach der Trennung von Jürgen Otto wird Varenkamp als Spielertrainer fungieren, Bäcker unterstützt das Team von der Seitenauslinie. Für Stemwede geht es in aller erster Linie darum, die Saison vernünftig zu beenden, bevor im Sommer dann der neue Spielertrainer Sven Kassen (Union Varl) seinen Dienst aufnimmt.

Dort in Varl steckt die zweite Mannschaft wie erwartet mitten im Abstiegskampf. Mit dem Sieg in Oldendorf verschaffte sich das Team von Florian Haase am Jahresende zwar etwas Luft, ist aber nach wie vor akut gefährdet. „Der Vorsprung ist nur hauchdünn, alle Mannschaften unter uns haben weniger Spiele bestritten. Wir sind auf einen langen und steinigen Weg eingestellt“, macht Haase deutlich. Seine Mannen hätten in der Hinrunde einiges an Lehrgeld gezahlt, die Rückschläge jedoch weggesteckt. Jetzt gehe es darum, Ruhe zu bewahren. Haase: „Wir erwarten in der Rückrunde das ein oder andere verrückte Ergebnis. Alle Konkurrenten werden definitiv mehr Punkte holen als im ersten Halbjahr. Es werden schwierige Spiele kommen, da brauchen wir Herz. Und davon hat meine Mannschaft unglaublich viel.“

Boldt: Unbedingt

die Klasse halten

Ein Konkurrent im Abstiegskampf ist der TuS Oppendorf. Dort bereitet sich die Mannschaft um Viktor Boldt seit einigen Wochen auf die Rückrunde vor. „Alle ziehen gut mit, wir wollen auf jeden Fall die Klasse“, sagt Boldt. Dabei muss er zwei Abgänge verkraften: Ali Ceyhan und Sebastian Hegerfeld haben den Verein verlassen. Auffangen muss der TuS das mit eigenen Kräften, so verstärkt man sich mit Spielern aus der zweiten Mannschaft. Darin sieht der Spielertrainer auch einen Vorteil: „Wir sind ein kleiner Verein. Fußballerisch haben uns einige Mannschaften sicherlich etwas voraus. Wenn wir allerdings mit Kampf und Kameradschaft dagegen halten, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es am Ende packen können.“ · ag

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