Fußball: Pr. Ströhen moralischer Sieger gegen TuRa / Lübbecke erneut zu null

Punkt fürs Selbstvertrauen und Lob vom Gegner

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Abklatschen nach dem Abpfiff: Für Sven Kolwey (m.) und Co. fühlte sich das 0:0 bei TuRa fast wie ein Sieg an. ·

Lübbecke - Für die Tabelle brachte es nur einen Punkt, gefühlt war es aber ein Sieg, den sich der SSV Pr. Ströhen am Sonntag in der Kreisliga A mit dem 0:0 im Auswärtsspiel bei TuRa Espelkamp erkämpfte. Obendrein gab es Komplimente vom Gegner.

„Das haben die Ströher wirklich gut gemacht“, lobte TuRa-Torhüter Sven Eckert. „Der Punkt für Ströhen ist verdient“, gab auch TuRa-Trainer Klaus Schmitz zu, bevor er mit einem Kopfschütteln für die Leistung seines eigenen Teams den Platz verließ.

Dort klatschten sich die Spieler des SSV Pr. Ströhen ab, die in dieser Saison noch nicht viele Erfolgsmomente genießen konnten. „In der Tabelle hilft uns der Punkt natürlich nicht entscheidend weiter. Trotzdem freue ich mich für die Mannschaft, weil sie für ihre tolle kämpferische Leistung mit diesem verdienten Unentschieden belohnt worden ist. Das ist wichtig fürs Selbstvertrauen“, betonte Toni Trucco.

Der SSV-Trainer hatte seine Mannschaft hervorragend auf die TuRaner und deren Offensivstärke eingestellt. Zwei Viererketten entnervten die Gastgeber, und dahinter stand mit Tobias Langhorst ein verlässlicher Rückhalt. „Der Lange“ pflückte zahlreiche hohe Bälle herunter und musste dabei ordentlich einstecken. „Jetzt wirst du endlich mal richtig gefordert“, frotzelte Tim Rewald als Langhorst behandelt werden musste.

Nach Punkten konnten die Pr. Ströher mit dem VfL Frotheim gleichziehen, der schon vor fünf Spieltagen neun Zähler auf dem Konto hatte. Jetzt gab es mit dem 1:4 bei Türk Gücü die fünfte Niederlage in Folge. Ein Negativlauf, den die Truppe von Holger Sarres am Sonntag im Heimspiel gegen TuRa stoppen will.

Mit acht Punkten krebst auch der VfB Fabbenstedt im unteren Tabellendrittel herum. „Dieses Spiel durften wir eigentlich nicht verlieren“, meinte Trainer Jens Gerdom nach dem 0:2 im Heimspiel gegen den FC Lübbecke. „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich nur einen Vorwurf machen, und das ist die Chancenauswertung“, so Gerdom, der zumindest in Sachen Leistung einen verbesserten VfB zu sehen bekam.

Für die Lübbecker hingegen war es schon der siebte Saisonsieg, wobei sie zum vierten Mal zu null spielten. Überhaupt haben die Grün-Weißen in zehn Spielen erst neun Gegentore kassiert, hier hat die Mannschaft unter der Regie von Spielertrainer Philip Knappmeyer im taktischen Bereich unverkennbar einen Schritt nach vorn gemacht. Am Sonntag kommt nun der SSV Pr. Ströhen an die Obernfelder Allee.

Als einzige Mannschaft in dieser Saison noch ungeschlagen ist der SC Isenstedt, obwohl sich der Tabellenführer am Sonntag beim 2:0 in Tengern ungemein schwer tat. „Auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen“, filterte Trainer Axel Krüger das Wesentliche heraus. Er hatte diesmal Leistungsträger wie Alex Koch und Christian Gieselmann zunächst auf der Bank Platz nehmen lassen. Erst die Einwechslung von „Gisi“ und dessen Führungstreffer in der 65. Minute ließ die Waagschale zugunsten des ISC kippen.

Den nächsten Sieg erwartet Krüger am Sonntag von seinem Team. Dann nämlich empfangen die Isenstedter den Tabellenvorletzten TuS Levern, der am vergangenen Sonntag beim 1:4 im Nordderby gegen den TuS Dielingen die erste Niederlage unter der Regie des neuen Spielertrainers Holger Binder einstecken musste. „Alles andere wäre ja auch unnormal gewesen“, hatte sich Binder keine Illusionen gemacht. „Wir müssen uns an anderen Gegnern orientieren.“

„Jetzt freuen wir uns

auf Holzhausen“

Der letzte Satz hätte auch von Dielingens Spielertrainer Tom Westerwalbesloh stammen können, der sich mit seiner Mannschaft auf Platz zwei einer fünfköpfigen Spitzengruppe befindet. Er und seine Mannen nahmen die Pflicht-Punkte aus Levern mit – „jetzt freuen wir uns auf Holzhausen“, so Westerwalbesloh mit Blick auf das Spitzenspiel am Sonntag in Dielingen. Dann könnten auch Marcus Wessel und Stephan Heidemann (steigen ins Training ein) im Kader stehen. · ag

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