Fußball-Bezirksliga: Preußen Espelkamp gewinnt Derby bei Union Varl mit 3:0

Provokanter Jubel und Grano als Glücksgriff

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Provokant: Patrick Rossel jubelt nach seinem Treffer zum entscheidenden 2:0 vor den Varlern, die haben dafür nur ein Lächeln über. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL · Patrick Rossel in aufreizender Jubelpose vor der Varler Auswechselbank – die provokanteste, aber auch aussagekräftige Szene gestern Nachmittag im Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen Union Varl und FC Preußen Espelkamp. Die Gäste gewannen mit 3:0 (0:0) und feierten im vierten Anlauf ihren ersten Saisonsieg.

Nach zuvor drei Spielen mit nur einem Punkt hatte sich bei den Espelkampern einiges aufgestaut. „Den ganzen Mist der letzten Wochen könnt ihr jetzt vergessen und diesen Sieg genießen“, betonte Trainer Uwe Eberhardt im Mannschaftskreis nach dem Schlusspfiff.

Einige Meter davon entfernt standen auch die geschlagenen Varler zusammen. „Wir sind enttäuscht“, fasste Trainer Sebastian Numrich die Stimmungslage zusammen. „Wir haben nicht schlecht gespielt und waren bestimmt keine drei Tore schlechter. Doch wir machen momentan die Tore nicht“, so Numrich.

Der Varler Coach trauerte vor allem einer Szene hinterher, die der Partie frühzeitig eine andere Richtung hätte geben können. Nach einem Schuss von Jens Meier wehrte Preußen-Keeper Till Wriedt ab, und im Nachsetzen traf der freistehende Andre Lange den Ball nicht richtig, der daraufhin nur gegen den Pfosten trudelte (14.). „Das muss das 1:0 sein“, so Numrich.

Eine unspektakuläre, jedoch spielprägende Szene gab es in der 30. Minute. Der junge Espelkamper Daniel Penner war angeschlagen und musste vom Feld, für ihn brachte Eberhardt Mario Grano – ein Glücksgriff. Grano machte auf seiner linken Seite „Alarm“, führte sich mit einem gefährlichen Schuss aus spitzem Winkel, den Sander parierte, sofort gut ein und war auch in der Folgezeit von den Varlern nie so richtig in den Griff zu kriegen. Glück und Sander hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit bei weiteren Espelkamper Chancen für Harutjunjan und Rossel.

Kurz nach Wiederanpfiff dann der Torschrei der Varler Fans aus der Vereinsheimecke mit eingeschränkter Sicht – Steffen Wegehöft hatte die Kugel nur ans Außennetz gejagt. Tatsächlich jubeln konnten die Gäste, nachdem Mario Grano im ersten Versuch noch an Torhüter Christoph Sander gescheitert war, dann aber per Kopfballbogenlampe doch erfolgreich war – 0:1 (60.).

Varl gab sich nicht geschlagen, „doch vorne fehlt uns die letzte Konsequenz“, moniert Numrich. So, als Rossel über den Ball trat, dieser durch den Espelkamper Strafraum rutschte und Rosengarten verpasste.

In den Schlussminuten schlugen die Espelkamper noch zwei Mal zu. Durch Patrick Rossel, der seine Freude darüber in provokanter Manier ausdrückte (88.), und Sven Redetzky (89.).

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