Profitorhüter Alexander Walke bis heute emotional und untrennbar mit Stemwede und dem Pfingstturnier verbunden

In der Schemme zum ersten Mal geküsst

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - Von Jan-Philipp Ehlers. 2001 gewann er mit der U19 des SV Werder Bremen und stemmte den Pokal auf dem Sportplatz in Stemwede-Wehdem in die Höhe. Doch es ist viel mehr, was den Torhüter Alexander Walke bis heute mit dem Internationalen Fußball-Turnier des TuS Stemwede emotional und untrennbar verbindet. Damals lernte der Profifußballer von Red Bull Salzburg seine Frau Inga kennen, den ersten Kuss gab es in der „Schemme“ in Haldem – und heute sind die Walkes mit den Kindern Luan und Joulina zu viert.

Verliebt in Stemwede – eine Geschichte, die man im Vorfeld der 38. Turnierauflage vom 22. bis 24. Mai nicht schöner hätte erfinden können und durch die Teilnahme der U19 von Walkes Klub Red Bull Salzburg erst richtig rund wird.

„Du brauchst zur richtigen Zeit ganz viel Glück“, sagt Alexander Walke und beißt in sein Lachs-Brötchen. „Nach meinem Start in Oranienburg bin ich nach Cottbus ins Sportinternat gekommen. Dort waren 200 Fußballer, von denen hat es keiner gepackt.“ Mehr als zehn Jahre ist der 31-Jährige nun schon Profi-Torwart; seit 2010 in Salzburg wo er sich einen Kindheitstraum erfüllen konnte. „Mein Ziel war es immer international zu spielen und das habe ich mit Red Bull Salzburg erreicht.“

Ins Schwärmen gerät der gebürtige Brandenburger nicht nur, wenn er über seinen Arbeitgeber spricht, sondern auch, wenn er sich ans Jahr 2001 zurückerinnert. „Damals habe ich mit der U19 von Werder Bremen das Pfingstturnier gewonnen.“ Das allein ist aber nicht der Grund, warum es Alexander Walke mindestens einmal im Jahr, meist in der Weihnachtszeit, zurück an den Stemweder Berg zieht. „Ich habe hier nicht nur das Turnier gewonnen, sondern auch meine Frau kennengelernt“, sagt Alex Walke und strahlt seine Frau Inga an.

„Ich kannte Alex etwa drei Jahre ohne wirklich Interesse an ihm gehabt zu haben. Das hat sich auf der Schulabschlussparty meiner Schwester geändert“, schmunzelt die Dielingerin. „In der `Schemme´ in Haldem haben wir uns zum ersten Mal geküsst“, verrät Alex Walke, „dort sind wir zusammengekommen. Und es hält bis heute.“

Inzwischen sind die zwei zu viert. Mit ihren beiden Kindern Luan und Joulina leben sie in einem kleinen Vorort von Salzburg. „Es ist sehr ländlich dort, aber wir sind in zehn Minuten in der Stadt und Alex braucht gerade mal sieben Minuten bis zum Training. Uns gefällt Salzburg sehr gut“, erzählt Inga Walke.

So bodenständig das Paar auch ist, so wechselhaft war ihr Leben in den letzten Jahren aufgrund der Fußballer-Karriere von Alexander. „Direkt nach dem Pfingstturnier habe ich in Bremen einen Profivertrag unterschrieben. 2004 habe ich dort das Double geholt, als Nummer Zwei hinter Andi Reinke. Inga war gerade zu mir nach Bremen gezogen, der Verein wollte mit mir verlängern, da lockte mich Volker Finke 2005 mit der Aussicht auf einen Stammplatz nach Freiburg. Ich spielte dort eine sensationelle Vorbereitung und verdrängte so tatsächlich Richard Golz aus dem Kasten, der jahrelang in Freiburg gesetzt war.“ Der Umzug in den Breisgau war aber nur der Anfang einer Reise quer durch die Republik.

2008 ging es nach Wiesbaden, 2009 nach Rostock. „Ich habe lange überlegt in Rostock zu bleiben. Wenn du auch nur einmal im Monat gewonnen hast, warst du der Held. Jeder kannte dich. Die Fans waren positiv-wahnsinnig. Viele hatten kein Geld, um den Kühlschrank voll zu packen, aber sie hatten eine Dauerkarte“, berichtet Walke von einer schönen Zeit an der Ostsee. 2010 wurde er von Dietmar Beiersdorfer zu Red Bull Salzburg nach Österreich geholt. Er gewann die Meisterschaft und wurde Pokalsieger und hat seinen Vertrag nun um weitere zwei Jahre verlängert.

Momentan ist er im Verein nur die Nummer zwei, spielte aber international in der Europa-League. „Mit 25 hätte ich die Situation wohl nicht akzeptiert. Du trainierst jeden Tag und sitzt dann am Wochenende auf der Bank. Nein, Danke. Aber ich bin fast 32, einer der Ältesten im Team und kann die Situation einschätzen.“ Ein paar Jahre würde Walke gerne noch dranhängen. Danach? „Torwarttrainer wäre was für mich. Nicht bei den Profis und auch nicht bei den ganz Kleinen. Die Jungs sollten schon so zehn bis 14 sein. So, dass du ihnen was beibringen und sie auch schon rannehmen kannst“, sprudelt es aus ihm heraus.

In diesem Jahr können die Stemweder Turniermacher die U19 von Red Bull Salzburg unter ihren acht Teilnehmern begrüßen, was die Geschichte mit Familienmensch Alexander Walke und seiner Frau aus Stemwede-Dielingen rund macht. „Wäre schon cool, wenn meine Jungbullen den Pokal mit nach Salzburg bringen würden“, grinst der 31-jährige und fügt hinzu: „Ihr könnt euch wirklich auf die Truppe freuen.“

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