Bahndammelf unterliegt unglücklich 0:1 / Maßlose Enttäuschung

Preußen Espelkamp schubst Holzhausen aus der Bezirksliga

Es ging zum Teil hart zur Sache beim Spiel SuS Holzhausen gegen Preußen Espelkamp. Das einzige Tor der Partie erzielte Watschagan Harutjunjan per Strafstoß. Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung über den Abstieg riesengroß.  - Fotos: Russ/Pollex

Holzhausen - Von Melanie Russ. Ein Blick in die Gesichter von Spielern und Trainer ließ erahnen, wie tief die Enttäuschung sitzt. Völlig fassungslos hockten die Holzhauser gestern nach der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den FC Preußen Espelkamp auf dem Rasen. Denn weil die Konkurrenz punktete, rutschte der SuS Holzhausen – zum ersten Mal überhaupt in der Saison – auf einen Abstiegsplatz. Für den Bezirksliga-Aufsteiger bedeutet das die direkte Rückkehr in die Kreisliga. Dabei wäre der eine Punkt, der zum Klassenerhalt gereicht hätte, möglich gewesen.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, gestand Jan-Hendrik Titkemeyer mit leerem Blick. Seinen Mitspielern ging es ähnlich. Auch Trainer Jörg Bohlmann, der zum letzten Mal auf der Holzhauser Trainerbank saß und sich gerne mit dem Klassenerhalt verabschiedet hätte, musste die Niederlage erstmal verdauen und wollte das Spiel gestern nicht mehr kommentieren.

In der ersten Halbzeit war der Tabellenzweite aus Espelkamp die erwartet bessere Mannschaft. Zur Führung benötigten die Adlerträger aber die Unterstützung Holzhausens. Nach einem von Kapitän Pascal Hegner verursachten Foul-Elfmeter brachte Watschagan Harutjunjan die Gäste in Führung (24.).

Kurz vor der Pause hatte Hegner die Möglichkeit, seinen Fehler wieder gut zu machen. In etwa 20 Metern Entfernung zum gegnerischen Tor trat er zum Freistoß an, sein strammer Schuss knallte aber gegen den Innenpfosten und sprang aus dem Tor heraus.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck, spielten sich immer wieder in den Espelkamper Strafraum, der letzte Pass aber kam zu selten an, die Abschlüsse waren zu harmlos. Das erste Zeichen setzte Leonard Pieper schon in der 47. Minute. Sein Schuss aus kurzer Distanz prallte allerdings am Espelkamper Keeper ab, der Nachschuss ging knapp am Pfosten vorbei. Er hatte zehn Minuten später die nächste vielversprechende Chance, als er sich gegen Ahmet Tsingour durchsetzte, den Ball aber wieder am Tor vorbei schob. Die Espelkamper wurden nur selten, meist über Konter gefährlich, gingen im Abschluss dann aber genauso fahrlässig mit ihren Chancen um wie der SuS.

Während die Holzhauser in die Sommerpause gehen, ist für Preußen Espelkamp und den ebenfalls scheidenden Trainer Uwe Korejtek noch nicht Schluss. Als Tabellenzweiter spielt Preußen in einer Aufstiegsrunde mit elf weiteren Teams um einen Platz in der Landesliga.

Korejtek kann die Gemütslage seines Amtskollegen gut nachempfinden. „Das ist sehr bitter. Aber bei uns ging es auch noch um was“, stellt er klar, dass ein geschenkter Punkt für einen Nachbarn im Fußballkreis nicht zur Debatte stand. „Den Abstieg von Holzhausen sollte man nicht am letzten Spieltag festmachen.“

Mit dem zweiten Tabellenplatz scheint sich Korejtek nicht anfreunden zu können. „Wenn wir im Verein näher zusammengerückt wären, wären wir schon lange Meister“, ist er überzeugt. Er habe mehrfach um Verstärkung aus der A-Jugend gebeten. „Die Unterstützung aus dem Verein hat gefehlt“, schoss er noch einmal gegen die Vereinsführung.

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