Fußball-Kreisliga A: TuSpo Rahdens Spielertrainer Martin Neumann sucht Lösungen

Mit positiver Kraft aus der Krise

Martin Neumann, Spielertrainer beim TuSpo Rahden, hat noch eine schwere Kreisliga-A-Saison vor sich. - Archivfoto: Pries

Rahden - Die Pause tat ganz gut. Ein Wochenende weg vom Sportplatz, auf dem es zuletzt wenig zu feiern gab. Stattdessen traf sich die Mannschaft des TuSpo Rahden am spielfreien Wochenende beim Blasheimer Markt. 16 Mann waren mit dabei, berichtet Spielertrainer Martin Neumann: „Das zeigt, dass noch Zusammenhalt da ist.“ Zuletzt hätte man nämlich auf den Gedanken kommen können, dass das nicht mehr so ist.

In der neuen Saison der Fußball-Kreisliga A läuft beim TuSpo Rahden sportlich noch nicht viel zusammen. Erst einen Punkt gab es in vier Spielen. Damit ist der Klub, der nach dem Aufstieg aus der B-Liga jetzt in seine zweite A-Liga-Serie geht, Tabellenletzter. Im Tor steht ein gelernter Feldspieler, und die Abgänge der beiden Topstürmer der Vorsaison, Daniel Kamolz und Tristan Groß, schmerzen. Das Torverhältnis liegt bei 2:12.

Bereits nach dem zweiten Spieltag, einem 0:4 gegen den SSV Pr. Ströhen, kritisierte Martin Neumann einige Spieler und ihre Einstellung, weil sie eine Feier einem Saisonspiel vorzogen. Auch die Trainingsbeteiligung sei schwankend, berichtet der Trainer, und bei den schlechten Ergebnissen zuletzt habe man sich gegenseitig auf dem Feld viele Vorwürfe gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein, fordert Neumann. Statt mit Kritik oder Straftraining will er mit einer positiven Einstellung raus aus dem Tabellenkeller. Der Fußball soll wieder Spaß machen.

„Man hätte nicht noch mehr draufhauen dürfen“, sagt Neumann auch über das vergangene Spiel gegen den VfB Fabbenstedt. Da lag der TuSpo bereits in der Anfangsphase des Spiels mit 0:2 in Rückstand. Neumann, der sonst mehr mit seinen Spielern spricht, verstummte in Hälfte eins an der Seitenlinie. Er wirkte ratlos.

„Es gab deutliche Worte in der Halbzeit“, berichtet Neumann. Danach sei das Spiel besser geworden. Der TuSpo konnte mithalten, hatte mehrere Torchancen, hätte nach Neumanns Meinung niemals mit 0:3 verlieren dürfen. Auf der Leistung der zweiten Hälfte könne man aufbauen, findet der Trainer. Diese Halbzeit werde er künftig als Positivbeispiel heranziehen, um seine Spieler aufzurichten.

Ob das reicht? „Wir brauchen einfach mal ein Erfolgserlebnis“, sagt Neumann. „Mir wäre es recht, ein Spiel einfach mal dreckig 1:0 zu gewinnen. Auch wenn wir das Spiel über die schlechtere Mannschaft sind.“ Neumann hofft, dass am kommenden Sonntag endlich der erste Dreier folgt. Gegner ist der TuS Stemwede, als Aufsteiger eigentlich ein Kaliber, mit dem es der TuSpo aufnehmen können will. Die Stemweder sind allerdings zurzeit in Topform und mit neun Punkten Tabellendritter. „Die haben zurzeit das, was wir letztes Jahr als Aufsteiger hatten. Da läuft's. Da ist Euphorie“, sagt Neumann. „Aber ich denke, dass wir von der Qualität da mithalten können.“

Neumann glaubt, Spieler zu erreichen

Und wenn es mit dem Siegen weiter nicht klappt? Neumann glaubt an die Wende zum Guten und denkt trotz des Frustes aus den Vorwochen nicht daran hinzuschmeißen. Noch nicht. Das könnte sich aber ändern. „Wenn wir nach der Hinrunde immer noch keinen Sieg haben, kann es natürlich passieren, dass der Verein etwas anderes versuchen will. Oder ich sage, dass ich die Mannschaft nicht mehr erreiche. Aber im Moment ist das noch nicht der Fall.“ 

han

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