Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke empfängt Lemgo zum OWL-Derby

„Im Pokal haben wir vieles falsch gemacht“

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TuS N-Lübbeckes Linksaußen Tim Remer ist heiß auf das OWL-Derby gegen den TBV Lemgo. ·

Lübbecke - Von Melanie RussEin heißer Tanz erwartet die Fans des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke heute Abend (Anwurf 19 Uhr) in der Merkur-Arena, denn zu Gast ist OWL-Rivale TBV Lemgo. Die Begegnung hat nicht nur wegen des Derby-Charakters eine besondere Brisanz, beide Mannschaften trennt in der Tabelle außerdem nur ein Punkt. Ihren knappen Vorsprung wollen die Lübbecker im Prestigeduell natürlich verteidigen – und damit auch ihren Status als Nummer eins in Ostwestfalen.

TuS-Trainer Dirk Beuchler weiß genau um die Schwere der Aufgabe. „Lemgo spielt eine gute Saison und geht ein sehr hohes Tempo. Wir müssen gut in der Deckung stehen. Dann, denke ich, können wir das Spiel gewinnen“, ist Beuchler durchaus zuversichtlich. Mit taktischen Details hält er sich im Vorfeld der Partie vornehm zurück. „Im Pokal haben wir vieles falsch gemacht. Wir werden daraus unsere Schlüsse ziehen“, sagt Beuchler. Welche das sind, verrät er nicht.

Drei Mal haben Lemgo und der TuS in dieser Saison schon die Klingen gekreuzt. Das Hinspiel im November gewannen die Lübbecker knapp mit 32:31, einen Monat später im Pokal gab‘s dann eine 24:33-Klatsche. In der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte folgte ein Freundschaftsspiel. Beide Mannschaften wissen also genau, was sie erwartet. „Lemgo kann seinen Gegner schnell unterlaufen. Wir müssen jede Minute wach bleiben“, mahnt Beuchler höchste Konzentration an.

Den Fehler, den OWL-Rivalen zu unterschätzen, macht der TuS-Trainer nicht. „Sie mussten sich nach den Querelen im Sommer neu aufstellen, aber jetzt ist Ruhe in den Verein gekommen“, spricht Beuchler die Probleme im Management an. Auch der Kader sei nicht so unerfahren, wie oft angenommen. Zwar habe Lemgo die jüngste Mannschaft der Liga, doch hätten die meisten Spieler bereits mehrere Jahre Bundesliga-Erfahrung. „Mich als Ex-Trainer freut‘s, dass Lemgo gut spielt“, so Beuchler. Auch für die Region OWL sei es gut, dass mit Lemgo, Minden und Lübbecke drei Mannschaften in der ersten Bundesliga spielen.

Damit hört die Freundschaft dann aber auch auf. Gegen Lemgo zählt nur ein Sieg. Das nötige Selbstvertrauen dürfte seine Mannschaft nach dem überraschenden Punktgewinn in Göppingen haben. „Es ist natürlich ein anderes Gefühl, wenn man nach einem Spiel sieben Stunden im Bus sitzt und einen Punkt geholt hat, als wenn man verloren hat“, denkt Linksaußen Tim Remer zurück.

Weil Drago Vukovic nach seinem Innenbandanriss weiterhin ausfällt, könnte Remer gegen Lemgo eventuell wieder auf der Halbposition decken. Das habe zuletzt ganz ordentlich geklappt, weil er mit Ales Pajovic und Mattias Gustafsson zwei sehr erfahrene Abwehrspieler neben sich habe. „Die Jungs helfen mir.“

Neben Vukovic muss Beuchler auch auf Arne Niemeyer verzichten. Dafür wird der 22-jährige Christian Dissinger erstmals vor heimischem Publikum auflaufen.

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