Bezirksligist Union Varl gewinnt Rahdener Stadtpokal / Eintracht spielt mutig

Pflicht erfüllt

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Im Clinch: Markus Riesen (l.) und Sebastian Lange beharken sich, der Tonnenheider schlägt nach und sieht rot. ·

Tonnenheide - Von Andreas GerthTonnenheides Trainer Wolfgang Wischmeyer diskutierte noch mit dem Schiedsrichter über die Rote Karte gegen seinen Spieler Markus Riesen, da war Mario Anderson schon mit dem Pokal im Anmarsch. Der Vorsitzende des gastgebenden TuS Eintracht Tonnenheide überreichte am Samstag die Trophäe in Vertretung von Herbert Henke im Namen des Rahdener Stadtsportverbandes. Union Varls Kapitän Sven Kassen ließ sich nicht lange bitten und bedankte sich – der Favorit nimmt den Rahdener Stadtpokal mit nach Hause.

Der 3:0-Sieg des Fußball-Bezirksligisten im Endspiel gegen die zwei Klassen tiefer spielende Mannschaft des Gastgebers war am Samstag im Tonnenheider Sportpark keine Überraschung. Überraschend war allerdings wie gut die Tonnenheider über weite Strecken der Partie mithalten konnten. Das Team von Wolfgang Wischmeyer versteckte sich nicht, spielte mutig und besaß sogar die ein oder andere brauchbare Torchance. Für den B-Ligisten ein Mutmacher eine Woche vor dem Start der Meisterschaft mit dem Auftaktspiel gegen Nachbar TuSpo Rahden.

Die Varler nahmen den Erfolg routiniert zur Kenntnis. „Wir wollten hier gewinnen, und diese Vorgabe haben wir erfüllt“, sagte Trainer Sebastian Numrich, der in der zweiten Halbzeit Neuzugang Sebastian Hagemann für Andre Lange im Sturm spielen ließ. Die Tore für den Bezirksligisten fielen allerdings eher zufällig: Das 1:0 durch einen (haltbaren) Freistoß von Pascal Meier, das 2:0 durch eine direkt verwandelte Ecke von Jens Meier und letzterer kurz vor Schluss zum 3:0.

Zumindest ein Ehrentor auf eigenem Platz hätte sich der Außenseiter verdient gehabt. „Tonnenheide hat das gut gemacht. Sie haben gut verschoben und es uns nicht leicht gemacht, zu Torchancen aus dem Spiel heraus zu kommen“, lobte Numrich den Gegner, der die letzten 20 Minuten in Unterzahl spielte. Der kurz zuvor eingewechselte Markus Riesen schlug nach gegen Sebastian Lange – gelb für den Varler Verteidiger, rot gegen den jungen Tonnenheider Angreifer und ein Schulterzucken des Schiedsrichters nach dem Abpfiff: „Mir blieb nichts anderes übrig. So sind nun mal unsere Anweisungen.“

Der junge Eintracht-Mann ist nun für zwei Spiele gesperrt, doch Wischmeyer hat eigentlich genug Optionen. „Zuletzt hatten wir 26 Spieler beim Training. Auch aus der zweiten Mannschaft ziehen einige Spieler in der Vorbereitung sehr gut mit und bieten sich an. Die Stimmung ist wirklich gut“, berichtet der Tonnenheider Coach. Der nächste Härtetest steht seiner Mannschaft morgen Abend im Kreispokal bevor, wenn sich A-Ligist TuS Levern in Tonnenheide vorstellt.

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