Kreisreiterverband-Herbsttagung

Pferdesportvereine müssen aktiver werden

Maria Schierhölter-Otte von der FN (Mitte), Ute Fisser-Hülsmeier und Wilfried Schormann vom Kreisreiterverband Minden-Lübbecke wünschen sich, dass die Pferdesportvereine im Mühlenkreis aktiver in der Jugendarbeit werden.  - Foto: Rohlfing

Minden-Lübbecke - „Wir hatten tolle Veranstaltungen und haben richtig guten Sport gesehen.“ Ein positives Fazit zu den Meisterschaften und zur Saison 2016 zog die Vorsitzende Ute Fisser-Hülsmeier auf der Herbsttagung des Kreisreiterverbandes im Gasthof „Im Loh“ in Frotheim. Für 2017 stehen bis jetzt 30 Veranstaltungen im Turnierkalender. Gestemmt werden müssen die von gut 750 Mitgliedern weniger als noch vor fünf Jahren.

Die Wettkämpfe um Titel und Medaillen werden im nächsten Jahr beim RV Herzog Wittekind Oberbauerschaft eröffnet. Der Verein richtet am 22./23. April die „Kleine Kreismeisterschaft“ aus. Die „große“ Mannschaftsmeisterschaft übernimmt erneut der RFV Großer Weserbogen im Rahmen seines Turniers vom 26. bis 28. Mai. Wer die „große“ Einzelkreismeisterschaft und die Voltigiertitelkämpfe ausrichten wird, ist noch nicht abschließend geklärt.

Fortgesetzt werden 2017 sowohl der Merkur- als auch der Hammer-Cup. Die Austragungsorte werden noch festgelegt. Auch der Geländereiter-Cup soll weitergeführt werden. Eine Neuauflage ist auch für den Mühlenkreis-Cup der Fahrer geplant. Zugelassen sind Fahrer der Leistungsklassen 0 und 6 der Kategorien Ein- und Zweispänner Pferde und Ponys.

Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der Abteilung Jugend der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), legte deutlich den Finger in die Wunde. Turnierveranstalter würden weniger, weil die Ehrenamtlichen fehlten. Zudem sei das Ehrenamt oftmals überaltert. Außerdem gebe es in vielen Vereinen kaum Angebote außerhalb des Leistungssports. Und das Wichtigste aus ihrer Sicht: Es gibt zu wenig Lehrpferde und Lehrponys und zu wenig gute, qualifizierte Ausbilder für die Basisarbeit.

„Es gibt tolle Sachen, um Pferdesportvereine interessant zu machen. Sie müssen jedoch aktiv werden“, betonte Schierhölter-Otte. „Wir brauchen jeden, der Pferde gut findet, nicht nur als Pferdesportler, sondern auch die Nichtreitenden als Fürsprecher und Unterstützer.“ Junge Menschen seien nämlich durchaus pferdebegeistert, aber in der Menge auch bunter denn je. Sie wollten keine lange Bindung eingehen, seien in der digitalen Welt vernetzt, aber auch umweltbewusst und hätten den Wunsch nach Zugehörigkeit und Anerkennung. „Geben Sie den Jugendlichen Verantwortung, lassen Sie sie machen.“ Darüber hinaus warb Maria Schierhölter-Otte für Kooperationen mit Schulen und Kindergärten oder auch interessante und exklusive Angebote für Jungen. „Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt viele gute Beispiele. Recherchieren Sie, informieren Sie sich“, appellierte Schierhölter-Otte. J SoR

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