Schirimangel, zu viele Verfahren, aber auch Positives beim Fußball-Staffeltag

FC Oppenwehe mit Fair-Play-Pokal geehrt

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Fair-Play lohnt sich: Uwe Brockschmidt (m.) nimmt für den FC Oppenwehe Pokal, Urkunde, Spielball und Prämie entgegen, überreicht von Karl-Heinz Eikenhorst (r.) und Wilfried Müller. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthESPELKAMP · Schiedsrichtermangel und zu viele Verfahren mit zum Teil sehr langen Spielsperren. Jörg Uphoff, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, und Dietmar Meier, Vorsitzender der Kreisspruchkammer, hatten Sorgenfalten auf der Stirn, als sie vor die Vereinsvertreter traten, ihre Berichte abgaben und diese mit Appellen zum Gegensteuern beendeten. Doch es gab auch positive Nachrichten beim Staffeltag des Fußballkreises Lübbecke am Dienstagabend in Espelkamp. Dazu gehören zweifelsohne die beschlossene Absenkung der pauschalen Vereinsabgaben  an den Verband sowie die Bekanntgabe des Siegers in der Fair-Play-Wertung.

Die damit verbundene Trophäe samt Prämie gehen diesmal an den FC Oppenwehe. Uwe Brockschmidt als dessen Vereinsvertreter durfte vorgestern die Glückwünsche des neuen Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Eikenhorst und die seines Stellvertreters Wilfried Müller entgegennehmen. Die Oppenweher Fußballer waren in der vergangenen Saison besonders fair aufgetreten und hatten in der Meisterschaft die wenigsten Minuspunkte gesammelt. „Wir wollen diesen Wettbewerb ausbauen und mit zusätzlichen Preisen noch attraktiver für die Mannschaften machen“, kündigte Karl-Heinz Eikenhorst an.

Keine so guten Nachrichten hatte Jörg Uphoff zum Staffeltag mitgebracht. Der Fußballkreis Lübbecke müsse eigentlich 117 aktive Schiedsrichter stellen, um sein Soll zu 100 Prozent zu erfüllen, hat aber nur 91. Zu den „Schwarzen Schafen“ in dieser Hinsicht gehören der TuS Stemwede und TuS Levern, die schon im dritten Jahr hintereinander zu wenige Unparteiische haben.

Wer mehr Schiedsrichter aufbietet als verlangt, wird dafür buchstäblich belohnt. „Für jeden Schiedsrichter über dem Soll gibt es 50 Euro“, erläuterte Jörg Uphoff und zählte SuS Holzhausen, VfB Fabbenstedt, TuS Nettelstedt, Eintracht Tonnenheide, SSV Pr. Ströhen, SC Isenstedt und Türk Gücü Espelkamp als positive Beispiele auf. Insgesamt 750 Euro erhielten diese Vereine als Bonus aus der Kreiskasse.

Wer neue Schiedsrichter dazu gewinnen beziehungsweise diese ausbilden lassen möchte, bekommt dazu ab dem 21. September 2013 Gelegenheit. Dann beginnt in Hüllhorst ein neuer Anwärterlehrgang.

Seinen Appell zum Gegensteuern formulierte Dietmar Meier ebenfalls deutlich. „Ich fordere die Vereine auf, auf ihre Mannschaften und Spieler diesbezüglich einzuwirken“, betonte der Vorsitzende der Kreisspruchkammer, der zuvor von 23 Verfahren mit insgesamt 233 Wochen Spielsperre berichtet hatte. Ein Urteil der Bezirksspruchkammer wegen einer versuchten Tätlichkeit habe auch für seine Kammer zukunftsweisende Wirkung, ein solches Vergehen nun härter zu ahnden, kündigte Meier an.

Applaus für

Wilfried Müller

Im Rahmen des Staffeltages stellte der neue Kreisvorsitzende auch das Team der neuen Staffelleiter vor. Viel Applaus gab es für Wilfried Müller, der die Staffelführung ad hoc nach dem Kreistag Ende April übernommen und die Saison zu Ende geführt hatte. „Das waren sechs sehr intensive Wochen“, ließ Müller durchblicken und bedankte sich in diesem Zusammenhang beim vorherigen Staffelleiter Heinrich Büttemeier für dessen Unterstützung.

Müller und Eikenhorst führten am Dienstag zum ersten Mal durch den obligatorischen Staffeltag, wobei die Dauer von rund zwei Stunden Potenzial zur Verkürzung bietet.

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