Niedermehner Radpolo-Frauen verpassten Teilnahme an Heim-DM nur knapp

Herzschmerz beim Zuschauen

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Auf dem Sofa gemütlich gemacht: Das Radpolo-Trio Maren Struckmann (v.l.) Jessika Grewe und Jacqueline Kanning.

Lübbecke/Stemwede - Ein bisschen Herzschmerz war schon dabei, als die Radpolo-Frauen des RSC Niedermehnen über die Deutschen Meisterschaften sprachen. Beim Heimspiel in der Lübbecker Merkur-Arena waren Maren Struckmann, Jacqueline Kanning und Jessika Grewe in der Rolle des Zuschauers und Helfers. Den sportlichen Sprung aufs Parkett hatten sie verpasst.

„Das war schon seit Juni klar, und ich hatte gedacht, es wird nicht so schlimm. Doch als ich die anderen Mädchen hier habe spielen sehen, war es schon bitter“, gibt Maren Struckmann zu. Sie feierte gestern ihren 29. Geburtstag und war an der Seite von Jessika Grewe schon zweimal bei den „Deutschen“ dabei, das tröstete ein wenig über die Zuschauerrolle in Lübbecke.

Dort wären Struckmann und ihre neue Spielpartnerin Jacqueline Kanning (Jessika Grewe wird bald Mama und hat den Schläger an die Seite gelegt) in den Aufstiegsspielen zur 1. Radpolo-Bundesliga beinahe dabei gewesen. „Wir lagen gut im Rennen, bis zum letzten Spieltag...“, berichtet Maren Struckmann und kann inzwischen darüber lachen. Ein paar unnötige Niederlagen und Unentschieden zu viel, ein paar Punkte zu wenig und schon war der Qualifikations-Zug nach Lübbecke ohne die Stemwederinnen abgefahren.

„Trotzdem war es eine gute Saison, in der ich viel gelernt habe“, erzählt die 22- jährige Kanning, mit der Struckmann nun seit ungefähr einem Jahr zusammenspielt. Das ist ein kurzer Zeitraum im Vergleich zu vielen anderen Paaren, denn gerade die aufeinander abgestimmten Abläufe sind im Radpolo enorm wichtig. „Mit Jessika habe ich zwölf Jahre gespielt. Jacqueline und ich mussten uns erst einmal finden. Das begann schon mit der Frage, wer ins Tor geht“, schildert die erfahrenere Struckmann.

Das „Geburtstagskind“ ist übrigens auch im Vorstand des RSC Niedermehnen engagiert und im Bereich Marketing in die Planung und Umsetzung der Heim-Meisterschaft involviert. Die beiden anderen Radpolo-Frauen des RSC halfen am Infostand und an der Kaffeetheke. „Ich habe mir einen Job mit Sitzgelegenheit geben lassen“, lacht die baldige Mama Jessika Grewe.

In der nächsten Saison möchte das Duo Struckmann/Kanning, das von Marens Onkel Werner Struckmann trainiert wird, einen neuen Anlauf nehmen. Im Dezemeber geht es zum Deutschland-Pokal, im Januar starten die Spiele in der 2. Bundesliga. „2016 sind die Deutschen Meisterschaften in Moers. Das ist zwar nicht Lübbecke, wäre aber auch nicht schlecht“, lacht Maren Struckmann.

ag

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