Für RSC Niedermehnen geht der DM-Endspurt los

Von Titeln und WM-Tickets bis zum Kuchenbacken

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Schneller und spannender Sport. Beim Radball ist immer Aktion auf dem Spielfeld. Bei der Deutschen Meisterschaft in Lübbecke wird kein Team dem anderen etwas schenken.

Stemwede/Lübbecke - Am 16. und 17. Oktober richtet der Radsportclub (RSC) Westfalia 1919 Niedermehnen in Lübbecke die Deutschen Meisterschaften 2015 im Hallenradsport aus. Zwölf Titel in den Disziplinen Radball, Radpolo, Kunstrad- und Einradsport werden während der zwei Tage in der Merkur-Arena vergeben.

Guter Dinge: Organisations-chef Thorsten Möller.

Vor der Großveranstaltung mit rund 350 Aktiven, darunter Weltmeister, Europameister und viele hoffnungsvollen Talenten, sprach Mitarbeiterin Sonja Rohlfing mit Thorsten Möller, dem Organisationschef und Vorsitzenden des RSC Niedermehnen.

Es sind nur noch ein paar Tage bis zur Deutschen Meisterschaft, wie geht es da dem RSC-Vorsitzenden und Organisationschef?

Thorsten Möller: Die Anspannung wird mehr. Es geht jetzt in den Endspurt. Wir wollen natürlich alles bestens vorbereitet haben. Dazu haben wir uns bei den letzten beiden Deutschen Meisterschaften vor Ort umgeschaut, um zu sehen, was kommt auf uns zu, worauf müssen wir achten und was können wir gegebenenfalls besser machen. Jetzt aber kann es endlich losgehen.

Was lässt sich zu Stellenwert und Umfang der Meisterschaft sagen?

Möller: Wir erwarten rund 300 Sportler und ihre Betreuer. Es werden in zwölf Disziplinen Titel vergeben. Die Meisterschaft ist die letzte Qualifikation für die im November in Malaysia stattfindende Weltmeisterschaft. Es werden zahlreiche Welt- und Europameister am Start sein und viele Talente, die in die Spitze reinschnuppern wollen. Das macht es so spannend. Radsport auf diesem Niveau gibt es nicht jeden Tag vor der Haustür zu sehen.

Welcher Aufwand ist mit dem Turnier für den RSC Niedermehnen verbunden?

Möller: Um die anfallenden Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen, haben wir ein Team mit Bereichsleitern gebildet, dem gehören 26 Personen an. Auf der Helferliste sind bestimmt 200 Menschen eingetragen – angefangen von denjenigen, die Kuchen backen, bis hin zu den Helfern, die vor Ort in Schichten den Sport betreuen oder Drumherum für den passenden Rahmen sorgen. Der RSC Niedermehnen hat 400 Mitglieder, aus Alters- oder Gesundheitsgründen können aber nicht alle mithelfen. Darum sind wir dankbar, dass uns Vereine aus dem näheren Umfeld wie der Schützenverein Hollwede, der Hollweder Sportclub oder der TuS Stemwede zur Hilfe kommen.

Warum nimmt man diesen Aufwand auf sich, obwohl Sportler des RSC Niedermehnen nicht am Start sind?

Möller: Schon 1980 hat der RSC eine Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Uns hat gereizt, das noch einmal zu schaffen. Anfangs hatten wir auch noch die Hoffnung, dass sich unsere Radpolo-Damen qualifizieren könnten. Das neu formierte Damenteam hat es dann aber leider nicht geschafft. Insgesamt erhoffen wir uns von der Veranstaltung eine Werbung für den Radsport, von der wir sportlich und als Verein profitieren können.

Hallenradsport führt hier in der Region eher ein Nischendasein. Wo sind die Hochburgen?

Möller: Im Kunstrad- und Einradsport sind die Hochburgen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Drei der aktuellen Weltmeister kommen aus diesen Bundesländern, alle Weltrekorde werden von Sportlern aus Süddeutschland gehalten. Zu erwähnen ist auch der Liemer RC, ein Verein aus dem nahen Lipperland. Im dortigen Leistungszentrum trainieren mit Simon Puls sowie Tabea und Louisa Saamen Sportler, die in Lübbecke um die Medaillen und die WM-Qualifikation mitfahren. Die in der Bundesliga spielenden Radball-Top-Mannschaften kommen aus allen Teilen der Bundesrepublik. Im Radpolo ist die Mehrzahl der Bundesliga-Teams in Niedersachsen und Hessen beheimatet.

Wann und warum lohnt sich ein Besuch der Deutschen Meisterschaft in Lübbecke?

Möller: Vom sportlichen Anspruch sind beide Tage gleichwertig. Medaillenentscheidungen gibt es sowohl am Freitag als auch am Samstag. Radsport gibt es nicht tagtäglich zu sehen, dabei hat der Sport viel zu bieten. In der Vielseitigkeit liegt der besondere Reiz. Da sind die Disziplinen Radball und Radpolo, in denen es athletisch und kämpferisch zugeht. Es ist immer Aktion auf dem Spielfeld, denn gerade Radball ist ein unglaublich schnelles und spannendes Spiel. Einer- und Zweier Kunstradfahren ist dagegen Leistungssport auf allerhöchstem Niveau, bei dem spektakuläre turnerisch-artistische Übungen allein oder als Paar auf dem fahrenden Rad gezeigt werden. Beim Mannschafts-Kunstrad- und Einradsport geht es darum, verschiedene Figuren möglichst synchron zu fahren. Die tolle Atmos-phäre beim Hallenradsport lässt darüber hinaus kaum jemanden kalt. 3300 Zuschauer passen in die Merkur-Arena. Die Zahl zu erreichen, ist natürlich illusorisch. Für uns wäre toll, wenn zumindest die Südtribüne gefüllt wäre.

sor

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