Niederlage im Spitzenspiel für VfL kein Beinbruch

„Haben uns ohnehin nicht als Dielingen-Jäger gesehen“

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Symptomatisch fürs Spitzenspiel: Die Dielinger David Schmidt (v.l.), Christian Wüppenhorst und Marco Stagge feiern.

Dielingen - Von Andreas Gerth. Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga A, doch „spitze“ spielte am Sonntag im Duell Erster gegen Zweiter nur einer: der TuS Dielingen. „Wir haben uns ohnehin nicht in der Rolle des Dielingen-Jägers gesehen“, betonte Frotheims Trainer Florian Haase und konnte lachen, als er Dielingens Trainer Wolfgang Hagedorn zum verdienten 4:1-Sieg gratulierte.

Mit dem Saisonverlauf beim BSC sehr zufrieden: Finn Holsing und Sebastian Numrich.

Die Enttäuschung bei den Frotheimern und ihren zahlreich mitgereisten Anhängern hielt sich in Grenzen. „Wir hätten die Dielinger gerne ein bisschen länger geärgert, doch dafür waren sie zu abgebrüht. Das können wir neidlos anerkennen, weil wir ohnehin andere Ziele verfolgen“, führte Haase aus. Trotz der ersten Saisonniederlage im zehnten Spiel ist man in Frotheim äußerst zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Die junge Mannschaft mache Freude, müsse nun aber zeigen, dass sie Rückschläge wegstecken kann. Am Sonntag geht es zum Nachholspiel nach Rahden – ohne Spielertrainer Christoph Meyhoff, der sich in Dielingen die fünfte gelbe Karte abholte.

Fünfte gelbe Karte für Meyhoff

„Frotheim wäre mit einem Sieg an uns vorbeigezogen. Das haben die Jungs verhindert. Sie waren konzentriert und topmotiviert“, lobte Wolfgang Hagedorn. Dielingens Coach spielte in der ersten Halbzeit selber mit und erlebte so hautnah mit, wie die Mannschaft äußerst fokussiert zu Werke ging, die Fehler der Gäste mit einer nahezu 100-prozentigen Chancenverwertung bestrafte und lediglich beim Anschlusstor zum 2:1 ein wenig unorganisiert wirkte. „So wollen wir jetzt auch in Isenstedt auftreten“, blickte Hagedorn weiter auf das nächste Spiel gegen einen „Dielingen-Jäger“.

Dank eines spektakulären 5:4-Siegs gegen Gehlenbeck sind die Isenstedter auf Platz fünf vorgerückt. Ein weiterer Dreier am Samstag gegen Dielingen und sie wären auf vier Punkte dran. Um dafür in Frage zu kommen, wird das derzeit von Sven Müller und Christian Gieselmann betreute Team in der Defensive besser stehen müssen. „Da kämpfst du dich von 0:4 auf 4:4 heran, zeigst Nehmerqualitäten und machst noch das 5:5, das erst anerkannt wird und dann doch nicht. Das ist sehr, sehr ärgerlich“, brauchte Gehlenbecks Trainer Christoph Kämper ein wenig, bis er dem Wechselbad der Gefühle entstiegen war. Danach hatte er seinen Humor schnell wiedergefunden. „Wenn es spektakulär wird, sind wir dabei“, so Kämper, dessen Team in dieser Saison schon am 5:3 gegen Börninghausen, 4:5 gegen Frotheim und 7:4 gegen Blasheim beteiligt war.

Das Überraschungsteam der Liga ist nach wie vor der SV Schnathorst. Mit dem 2:1 im Derby bei BW Oberbauerschaft feierte der Aufsteiger Saisonsieg Nummer sechs und ist Dritter, punktgleich mit dem Zweiten VfL Frotheim. Doch in der Stunde des Erfolgs vergaß Trainer Christoph Kuhlmann den Gegner nicht. „Wir haben diesmal viel Glück gehabt, BWO hat eine gute Einstellung gezeigt und hätte einen Punkt verdient gehabt. Da leidet man als Nachbar schon ein bisschen mit“, so Kuhlmann, der ein gutes Verhältnis zu BWO-Coach Daniel Bönker pflegt.

In Oberbauerschaft versteht man derweil die Fußball-Welt nicht mehr. „Was können wir noch machen?“, lautet die Frage, die Sven Oevermann auf der Homepage der Blau-Weißen stellt. Seit sieben Spielen ist der Vorjahresfünfte jetzt schon ohne Sieg und auf den vorletzten Tabellen- und Abstiegsplatz abgerutscht. Und BWO: „Was können

wir noch machen?“

das, obwohl die Mannschaft im Nachbarschaftsduell couragiert auftrat und optisch überlegen war. Nächster Gegner ist am 8. November der nur zwei Punkte bessere VfB Fabbenstedt. „Die Wichtigkeit dieser Partie steht außer Frage“, schreibt Sven Oevermann.

Deutlich verbessert präsentierte sich TuRa Espelkamp, der beim 0:1 gegen Türk Gücü bitter enttäuscht hatte und sich nun mit einem 3:0 bei BW Vehlage zurückmeldete. „Das war ein guter, selbstbewusster Auftritt“, stellte Betreuer Wilfried Müller zufrieden fest. „Man hat gemerkt, dass bei uns Paul Unrau wieder dabei ist“, so Müller, der nun in den Heimspielen gegen Lübbecke (3. November) und Blasheim (8. November) auf mehr Konstanz hofft.

Die Saisonpunkte elf bis 13 sammelte am Sonntag der BSC Blasheim ein, den nicht wenige vor der Saison als Abstiegskandidaten gehandelt hatten. Doch wie ein solcher traten die Mannen von Sebastian Numrich beim 3:2-Heimerfolg gegen Fabbenstedt ganz und gar nicht auf. Kapitän Christian Kessler und Co. spielten bis zum 3:0 furios auf und besaßen weitere Chancen. „Deshalb war es unnötig, dass wir noch zwei Gegentore bekommen haben“, monierte Numrich.

Einen starken Lauf hat der TuS Tengern II. Das 2:1 gegen Pr. Ströhen war der fünfte Sieg in Folge für das Team von Kai Sander. Allerdings bedurfte es am Sonntag nach schwachem Start und Rückstand zur Halbzeitpause schon einer ordentlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang, um die Punkte am Platz zu behalten. „Unsere Führung war verdient. In der zweiten Halbzeit sind unsere Fehler von Tengern bestraft worden. Vor dem 1:2 hatten wir einen folgenschweren Ballverlust. Trotzdem war es eine ordentliche Leistung“, fasste Ströhens Trainer Toni Trucco zusammen.

Erst acht Spiele auf dem Konto hat der TuSpo Rahden, der seit dem 29. September ohne Einsatz war. „Umso wichtiger war dieser Dreier“, betonte Co-Trainer Peter Neumann nach dem 6:2 bei Türk Gücü Espelkamp. Immerhin schon der fünfte Sieg des Aufsteigers, der es sich vorerst im gesicherten Mittelfeld gemütlich gemacht hat. „Wir haben konsequent nachgelegt und den Gegner nicht mehr zurück ins Spiel kommen lassen“, lobte Neumann das Team, das in Sebastian Hagemann und Tristan Groß zwei Doppelpack-Torschützen hatte.

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