TuS Dielingen hofft im Kreispokal-Finale gegen Tengern auf Außenseiterchance

Nichts zu verschenken

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Andre Lange und sein Union Varl werden es im Spiel um Platz drei etwas ruhiger angehen lassen, der TuS Dielingen will dagegen im Finale alles geben. ·

Dielingen - Von Melanie RussAuf dem Papier ist es eine glasklare Angelegenheit. Gegen den Kreisligisten TuS Dielingen ist der Landesligist TuS Tengern morgen im Finale des Fußball-Kreispokals der haushohe Favorit. Alles andere als ein Sieg der Kleeblätter wäre eine faustdicke Überraschung. Bevor die Tengeraner um 16 Uhr nach drei Final-Niederlagen gegen Preußen Espelkamp auf dem Dielinger Sportplatz den nächsten Anlauf zum Pokalgewinn unternehmen, spielen die Espelkamper ab 14 Uhr gegen Union Varl um Platz drei.

TuS Dielingens Spielertrainer Tom Westerwalbesloh hängt die Erwartungen vor der ersten Finalteilnahme seit 2004 nicht allzu hoch. Auch damals ging‘s gegen Tengern, Dielingen unterlag 0:4. Ein bisschen besser soll das Ergebnis dieses Mal schon ausfallen, vielleicht reiche es sogar zu einem Sieg, so Westerwalbesloh. „Ganz hoffnungslos sind wir nicht. Wir gehen schon mit Selbstvertrauen in das Spiel“, sagt der Dielinger Trainer, wohlwissend, dass für einen Sieg sehr viel zusammenlaufen muss.

Zusätzliche Motivation dürfte den Dielingern sein, dass sie morgen vor eigener Kulisse auflaufen. „Als Außenseiter können wir befreit aufspielen. Wir wollen auf jeden Fall ein gutes Spiel zeigen und nichts abschenken“, so Westerwalbesloh, der auf Marcus Wessel, Artur Seibel und Christian Wüppenhorst verzichten muss. Westerwalbesloh: „Da fehlt uns viel Qualität.“

Noch größere Personalprobleme plagen seinen Kontrahenten, den Tengeraner Trainer Holm-Holger Hebestreit. Zwar werden Roman Gerke, Igor Grzesiak und Can Akbas wohl wieder spielen können, dafür hat sich Ahmet Tsingour gegen Herford einen Bänderriss zugezogen und füllt das ohnehin volle Lazarett wieder auf.

Trotzdem ist das Ziel klar formuliert: Der Pott soll endlich wieder nach Tengern. Drei Mal scheiterten die Dauer-Abonennten auf einen Finalplatz zuletzt an Preußen Espelkamp. Ein sehr viel leichterer Gegner ist der Kreisligist nach Einschätzung Hebestreits aber nicht. „Dielingen hat sich im Pokal gut geschlagen“, lobt der Tengern-Trainer der sich aus seiner aktiven Zeit noch gut an die kompakte Abwehr mit Stefan Lekon und Andre Sporleder erinnert. „Das wird nochmal richtig schwer.“

Im kleinen Finale um Platz drei werden es Union Varl und der FC Preußen Espelkamp etwas gemächlicher angehen lassen. „Wir wollen natürlich ein ordentliches Spiel abliefern und gewinnen“, versichert Varls Trainer Sebastian Numrich. Nach der harten Woche mit vier Spielen will er aber einigen Akteuren der ersten Mannschaft eine Pause gönnen. Auch die Verletztenliste ist nicht kürzer geworden. Patrick Spreen hatte nach seiner Knieprellung im Training noch Schmerzen und fällt ebenso aus wie Marco Hodde, der laut Numrich doch keinen Bänderriss, sondern „nur“ eine Prellung im rechten Knöchel hat. Er wird nächste Woche das Training wieder aufnehmen. Marvin Koch ist noch gesperrt. So werden morgen einige Spieler der zweiten Mannschaft die United verstärken müssen.

Auch die Espelkamper gehen mit gebremstem Schaum in die Partie. Trainer Uwe Korejtek, der morgen aus privaten Gründen verhindert ist, hätte nach den Wochenspieltagen lieber mal eine Woche kontinuierlich trainiert, um seine Mannschaft schnell wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Wie sein Varler Kollege hat er seinen Blick schon auf das nächste Liga-Spiel am Sonntag gerichtet. Ordentlich präsentieren wollen sich die Espelkamper im kleinen Finale natürlich trotzdem. „Wir wollen vernünftig spielen. Das wichtigste ist, dass sich niemand verletzt oder eine rote Karte einhandelt“, so Korejtek.

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