Handball-Deutschland schaut am Sonntag auf den TuS N-Lübbecke

Nicht untergehen in Kieler „Tor-Lawine“

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Braucht jetzt die Rückendeckung seiner Spieler: TuS N-Lübbeckes Trainer Dirk Beuchler. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthTorjubel bei den Spielern des THW Kiel ? Der wird am Sonntag, 18. Mai, im Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke in der Merkur-Arena (Anwurf 15.30 Uhr) kaum zu sehen sein. Das würde auch nur aufhalten, denn im Titelrennen der Handball-Bundesliga müssen die Kieler jede Sekunde Spielzeit nutzen, um 21 Tore auf Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen aufzuholen. Wohl zum Leidwesen des TuS N-Lübbecke, auf den am Sonntag Handball-Deutschland schaut und der versuchen muss, nicht unterzugehen in der „Tor-Lawine“ des THW.

„Wir wissen, dass die Augen auf uns gerichtet sind“, erklärt TuS-Coach Dirk Beuchler im Vorfeld der Partie, die am Sonntag Nachmittag von Sport 1 live übertragen wird. „Uns ist bewusst, dass unser Spiel im Kampf um die Deutsche Meisterschaft mitentscheidend ist. Wir wollen den Kielern die Hoffnung auf eine Torjagd nehmen. Das ist unser Vorhaben“, ergänzt Teammanager Zlatko Feric.

Ähnliches hatten sich zuletzt sicherlich auch die TSV Hannover-Burgdorf und der TBV Lemgo vorgenommen, doch im Wettschießen um den Titel brach über sie der Kieler Torhagel beim 37:20 und 46:24 erbarmungslos herein. „Was nach dem Kieler Spiel in Lemgo geschrieben wurde, ist schon erschreckend gewesen“, gibt Beuchler zu, dessen Team mit der 27:35-Heimniederlage gegen Absteiger TV Emsdetten jüngst ebenfalls negative Schlagzeilen produzierte. Doch darauf mag der TuS-Trainer nicht mehr angesprochen werden. Beuchler: „Zu der Leistung, die wir gegen Emsdetten abgeliefert haben, müssen wir stehen. Die Mannschaft weiß, was sie verbockt hat, und es hat auch eine Ansprache an die Spieler gegeben. Doch irgendwann muss man ein solches Spiel auch mal abhaken. Ich jedenfalls gucke nur noch nach vorn.“

Gleichwohl war der blamable Auftritt vor eigenem Publikum gegen Emsdetten auch für den seit dieser Saison beim TuS N-Lübbecke arbeitenden Cheftrainer ein spürbarer Rückschlag, denn seine Warnung vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten kam nicht an bei der Mannschaft. Letztere hatte bekanntlich in Person von Kapitän Nikola Blazicko nach dem Spiel in der Pressekonferenz die Verantwortung für den Auftritt übernommen und sich vor den Trainer gestellt. Der wiederum verwies gestern darauf, dass Spieler wie Drago Vukovic, Arne Niemeyer, Maximilian Schubert, Christian Dissinger und Jens Schöngarth körperlich nicht bei 100 Prozent seien, „was viele Leute vergessen.“

Beuchler ist sich sicher, dass „sich meine Mannschaft am Sonntag anders präsentieren und einen ordentlichen Kampf abliefern wird.“ Das erhofft sich auch Teammanager Zlatko Feric: „Unseren Zuschauern gegenüber sind wir verpflichtet, in jedem Spiel.“

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