Feinkost bei TuRa und ISC, Dielinger Bauchschmerzen und Levern sucht ein Rezept

Neun-Gänge-Menü mit Reis(s) als Beilage

+
Vehlager gefährlich im Anflug: Tom Westerwalbeslohs Dielinger fanden keine Einstellung zu Spiel und Gegner und kassierten eine 1:3-Niederlage mit Bauchschmerzen. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthUm eine Niederlage zu verdauen, reicht oft eine Nacht. Nicht so bei Tom Westerwalbesloh. „Unser Spiel in Vehlage liegt mir noch immer schwer im Magen“, so der Spielertrainer des TuS Dielingen am Montag. Die 1:3-Niederlage mit einem „Riesen-Einstellungsproblem“ sorgt noch immer für Bauchschmerzen beim Tabellendritten der Fußball-Kreisliga A.

Westerwalbesloh redete nach der dritten Saisonniederlage nicht lange um den heißen Brei: „Die Einstellung hat nicht zum Spiel und nicht zum Gegner gepasst. Einige von uns waren mit ihren Gedanken immer noch oder schon wieder auf dem Brockumer Markt. So jedenfalls haben wir in der Tabelle ganz oben nichts zu suchen !“

Patsch, das sitzt ! Der Spielertrainer brodelte innerlich noch immer nach diesem ungenießbaren Dielinger Auftritt zum Magenumdrehen. Gastgeber Blau-Weiß Vehlage hatte die Einladung zum Drei-Punkte-Essen dankend angenommen und schon nach einer halben Stunde zu einer 3:0- Führung verarbeitet. Auch nach zwei Platzverweisen gegen die Hausherren kamen die Dielinger nicht mehr in die Nähe eines Unentschiedens, obwohl ihnen mit Ausnahme von Andre Sporleder alle Spieler zur Verfügung standen. „Wir hätten noch zehn Stunden weiter spielen können. Das war gar nichts“, so Westerwalbesloh, dem der Appetit erst einmal vergangen ist.

Aus der Feinkostabteilung war dagegen der Auftritt des SC Isenstedt im Spitzenspiel des 12. A-Liga-Spieltages. Beim 5:4 gegen den SuS Holzhausen stimmten fast alle Zutaten, nur Trainer Axel Krüger fand noch ein Haar in der Suppe: „Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer. Aber nach meinem Geschmack haben wir zu viele Fehler in der Defensive gemacht.“ Seine Mannschaft hatte es nach einer zwischenzeitlichen 5:2-Führung noch einmal spannend gemacht und zwei Gegentore kassiert, obwohl man nach einer Roten Karte gegen die Gastgeber (die dritte für Holzhausen im dritten Spiel in Folge) in Überzahl spielte. Beide Mannschaften boten in diesem Spitzenspiel mit Würze übrigens einen Koch auf: Die Holzhauser Andre und die Isenstedter Alexander Koch – da sage noch einer, zu viele Köche verderben den Brei.

Ein Neun-Gänge-Menü wurde am Sonntag auch in Alt-Espelkamp serviert – mit Reis(s) als Beilage. Stürmer Manuel Reiss steuerte zu TuRa Espelkamps 8:1-Kantersieg gegen einen am Ende bemitleidenswerten HSC Alswede vier Tore bei. Fader Beigeschmack bei den TuRanern, die nun wieder Zweiter in der Tabelle sind, war

Korkmaz getunnelt, dann

aber Lechner vernascht

allein die gelb-rote Karte gegen Waldemar Rogalsky, der nun im nächsten Spiel beim BSC Blasheim fehlt. Sich gegenseitig vernascht wurde in Alt-Espelkamp übrigens auch. So beim „Tunnel“ von Richard Reimer gegen HSC-Routinier Salih Korkmaz und dessen anschließender „Revanche“ durch die Beine von Friedrich Lechner.

Ganz dringend ein Erfolgsrezept braucht der TuS Levern. „Fakt ist, dass wir uns in der Offensive etwas ausdenken müssen“, betont Spielertrainer Holger Binder, der am Sonntag innerlich kochte, als seine Mannschaft mit der zweifachen Überzahl im Heimspiel gegen den SV Hüllhorst nichts anzufangen wusste. Mit dem mageren 2:2 ging die Punkte-Diät beim Tabellenvorletzten weiter. „Mir fehlen immer noch die Worte. In Überzahl spielen wir nur mit langen Bällen und Einzelaktionen. Leichter als wir kann man es den Hüllhorstern nicht machen“, ärgert sich Binder und hat „den Markt“ im Verdacht: „Der war einigen wohl wichtiger als das Spiel.“

Emotionen auf hoher Flamme gab es am Sonntag in Espelkamp, wo der BSC Blasheim gegen Gastgeber Türk Gücü einen sicher geglaubten Sieg beinahe noch anbrennen ließ. „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben, denn nach dem 3:0 und 4:1 haben wir es unnötig spannend gemacht“, moniert Thorsten Bunde. Dabei hatte der BSC-Chefkoch zur Halbzeitpause seine Mannschaft genau davor noch gewarnt. „Als die Espelkamper nach ihrem Treffer zum 1:3 mit drei Mann den Ball aus dem Netz holten, war mit klar, dass das Ding noch nicht durch ist“, so Bunde, der nach dem Schlusspfiff erleichtert war. Nach zuvor fünf Spielen mit knurrendem Magen und ohne Sieg hatte er endlich wieder einen Dreier auf die Gabel bekommen. Nächster Gang ist nun das Heimspiel gegen TuRa Espelkamp.

VfB klaut Tengern

Dreier von der Gabel

Weiter Kohldampf schiebt der TuS Tengern III. Mit der vierten Niederlage in Folge verlängerte sich die Fastenzeit. Dabei hatte das Team von Kai Sander die Punkte im Heimspiel gegen den VfB Fabbenstedt eigentlich schon auf dem Teller. Tengern führte bis zur 70. Minute mit 3:1, ehe die Fabbenstedter den Gastgebern in die Suppe spuckten und sie mit fünf Toren in Folge noch regelrecht in die Pfanne hauten. Besonders torhungrig war dabei Daniel Vogt mit drei Treffern – ihn werden nun im nächsten Spiel die Leverner auf der Karte haben müssen.

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Kommentare