Nachwuchsradballer Benjamin Möller und Malte Hegerfeld fiebern Deutscher Meisterschaft entgegen

Lernen von den Profis

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Vorfreude auf Deutsche Meisterschaft: Die Nachwuchstalente des RSC Niedermehnen, Benjamin Möller (l.) und Malte Hegerfeld wollen sich bei den Titelkämpfen im Radball von den Spitzensportlern gern etwas abschauen.

Niedermehnen - Am 16. und 17. Oktober richtet der RSC Niedermehnen in Lübbecke die Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport aus. Bei den Radball-Wettkämpfen in der Merkur Arena besonders genau hinschauen werden Benjamin Möller und Malte Hegerfeld aus Niedermehnen. Die Zwölfjährigen zählen zu den Nachwuchstalenten des Vereins und wollen natürlich von den Spitzensportlern etwas lernen.

Bei der Deutschen Meisterschaft tritt im Radball die Elite an. Hinter der Bezeichnung „Elite“ verbirgt sich die Erwachsenen-Klasse. „Die sind natürlich erfahrener, trainierter und schneller als wir“, wissen Malte Hegerfeld und Benjamin Möller, was die ältere Konkurrenz ihnen vor allem voraushat. „Auch können sie besser mit dem Fahrrad umgehen“, heben die Schüler hervor. Selbst wenn die beiden Zwölfjährigen vieles davon nicht sofort aufholen können, sind sie doch sicher, dass sie nur vom Zuschauen schon etwas mitnehmen können. Da die beiden bei der Deutschen Meisterschaft auch als Helfer gefragt sind, haben sie sich verständlicherweise für Aufgaben in der Wettkampfhalle einteilen lassen. „Wir werden Anstöße, Spielzüge und auch die Torwart-Technik genau beobachten“, haben sich die jungen Radballer vorgenommen.

Seit ungefähr drei Jahren spielen Benjamin und Malte Radball im RSC Niedermehnen. Ein Team bilden die Schüler seit dieser Saison. „Wir versuchen, in der U15 Klasse das Beste zu geben und viele Punkte zu holen“, erklären die Jungs, die in diesem Jahr in Belgien am Länderkampf NRW gegen Flandern teilnehmen durften.

Radball sei anspruchsvoll und außerdem müsse sich in dem Zweier-Team einer auf den anderen verlassen könne, umschreibt Benjamin Möller den besonderen Reiz seines Sports. „Man hat beides: einen Ball und ein Fahrrad“, ergänzt Malte Hegerfeld, was für ihn den Sport ausmacht. Sich auf zwei Sachen zu konzentrieren, macht den Einstieg in den Radball nicht gerade einfach. „Anfangs sind wir oft vom Fahrrad gefallen“, erinnert sich Benjamin Möller.

Zum Radball braucht es Konzentration, ein gutes Gleichgewicht, Entschlossenheit, Spielverständnis und die Erkenntnis, dass man nur miteinander zum Erfolg kommen kann. Außerdem ist der Sport kraftraubend. Am Anfang brauche es einen langen Atem, weil Fortschritte sich nicht so schnell einstellen würden, erläutert Reinhold Struckmann, Trainer der beiden Schüler. Gerade Kinder würde das des Öfteren veranlassen, entmutigt aufzugeben. „Wenn sie aber den Ehrgeiz haben und weiterkommen wollen, dann geht es auf einmal ganz schnell.“ Benjamin Möller kann das bestätigen, er ist in der letzten Saison Vize-Landesmeister geworden.

Die besten Radballer Deutschlands bekämen sie aufgrund der geringen Medienpräsenz ihres Sports leider nur selten zu sehen, bedauern Benjamin Möller und Malte Hegerfeld. Deshalb wollen sie die Gelegenheit bei der Deutschen Meisterschaft direkt vor der Haustür auch unbedingt nutzen.

SoR

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