Fußball-Bezirksliga erwacht aus dem Winterschlaf / Union Varl in Quernheim

Nach guter Vorbereitung heiß auf die nächsten Punkte

+
Marco Hodde fiel fast die gesamte Hinrunde aus. Jetzt will er wieder angreifen. ·

Minden-luebbecke - Von Melanie RussVARL · Gut zwei Monate war die Fußball-Bezirksliga im Winterschlaf. Am Sonntag rollt der Ball endlich wieder über den grünen Rasen – ob auf allen Plätzen, hängt vom Wetter ab. Dem ersten Pflichtspiel Union Varls dürfte allerdings nichts im Wege stehen, denn alles andere als Blitzeis oder ein schweres Schneegestöber kann dem Kunstrasenplatz des BV Stift Quernheim nichts anhaben.

Varls Trainer Sebastian Numrich blickt nach einer wechselvollen Hinrunde, die mit dem 3:0-Sieg gegen Werther wenigstens einigermaßen versöhnlich endete, zuversichtlich auf die zweite Saisonhälfte. Viele verletzte Spieler und dadurch bedingte Umstellungen und Abstimmungsprobleme hatten ihm und seiner Mannschaft das Leben nicht eben leicht gemacht. Manch möglicher Punkt gegen Abstiegskandidaten ging durch einfache Fehler verloren. Auf der anderen Seite zeigte Varl gegen starke Gegner zum Teil überragende Leistungen.

Am Ende des Aufs und Abs stehen 20 Punkte – eine Ausbeute, mit der Sebastian Numrich unter diesen Umständen durchaus zufrieden ist. Auch der Tabellenplatz zehn kann sich sehen lassen. In dieser Region möchte er seine Mannschaft auch am Saisonende wiederfinden. Dass das klappt, davon ist Numrich überzeugt. Die deutlich verbesserte Personalsituation ist schon mal eine gute Voraussetzung.

Derzeit sind nur Jens Meier und Sven Kassen leicht angeschlagen, aber auch sie können am Sonntag wohl zumindest auf der Bank Platz nehmen. Die beiden Langzeitverletzten Marco Hodde und Patrick Spreen sind ebenfalls wieder fit. „Mit etwas mehr Personal können wir auch mehr wechseln als bisher“, so Numrich. Das werde sicher helfen.

Die Varler sind vor fünf Wochen ins Training eingestiegen. „Dank des guten Wetters konnten wir die Vorbereitung gut durchziehen“, ist Numrich zufrieden. Wo die Mannschaft nach der langen Pause genau stehe, lasse sich schwer sagen. „Das wird sich im ersten Spiel zeigen.“

Und das hat es in sich. Der Tabellenfünfte aus Quernheim ist eine echte Herausforderung, allerdings eine, die durchaus zu bewältigen ist. Das Hinspiel verlor Varl zwar 1:2, doch wäre mit etwas mehr Glück ein Sieg der United drin gewesen. Die Chancen waren da. Und noch etwas stimmt optimistisch: Auch in der vergangenen Saison ging‘s im ersten Spiel nach der Winterpause nach Quernheim. Damals brachte Varl einen Punkt mit nach Hause. Numrich: „Warum sollte das dieses Mal nicht auch klappen?“

Den ein oder anderen Punkt will der Varler Trainer aus den ersten drei Spielen unbedingt mitnehmen, auch wenn die Aufgaben mit dem VfL Holsen (Platz zwei) und dem unter seinem neuen Trainer Uwe Korejtek wiedererstarkten FC Preußen Espelkamp (Platz vier) nicht leichter werden. „Das sind sicherlich nicht die einfachsten Gegner“, ist sich Numrich bewusst, aber im Tabellenmittelfeld ist es eng, und der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt nur drei Punkte. Da ist man schnell wieder mitten im Abstiegskampf. Es wäre darum für die Tabelle und für den Kopf nur gut, gleich zu Beginn ein paar zusätzliche Punkte zu sammeln, bevor es gegen Bruchmühlen (12.) und FC Pr. Espelkamp II (17.) geht.

Mehr zum Thema:

Dschungelcamp 2017: Tag fünf im Busch in Bildern

Dschungelcamp 2017: Tag fünf im Busch in Bildern

DHB-Auswahl im Schongang ins WM-Achtelfinale

DHB-Auswahl im Schongang ins WM-Achtelfinale

Werder-Training am Dienstag

Werder-Training am Dienstag

Hochgeschlossen ist das neue Sexy

Hochgeschlossen ist das neue Sexy

Kommentare