Handball-Bundesliga: An Melsungens Torhüter verzweifelt – 23:32

Lübbeckes Albtraum heißt Mikael Appelgren

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Gabor Langhans versucht Kreisläufer Frank Loke anzuspielen. Gegen Melsungens Deckung und Torhüter Mikael Appelgren fanden die Lübbecker gestern Abend kein Mittel. Fotos (2): Pollex

Kassel/Lübbecke - Von Andreas Gerth. Mikael Appelgren ist ein 25-jähriger Schwede, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass er den Spielern des TuS N-Lübbecke noch ein bisschen länger im Kopf herumspukt. Reihenweise scheiterten und verzweifelten die Lübbecker an Appelgren, der gestern Abend ein entscheidender Faktor war beim hohen 32:23 (19:13)-Heimsieg der MT Melsungen gegen einen enttäuschenden TuS.

14 Paraden in der ersten Halbzeit und noch einmal elf in der zweiten waren die überragende Bilanz des Melsunger Torhüters – und die Schreckensbilanz der Lübbecker, die ihren Meister in Appelgren fanden.

Die 13. Saisonniederlage des TuS N-Lübbecke hatte aber noch andere Gründe. Nach gutem Beginn – der TuS führte mit 7:5 und 9:7 – nahmen sich die Mannen von Dirk Beuchler wieder einmal eine kollektive Auszeit. Die Gastgeber wendeten das Blatt zum 11:9 (18.) und waren fortan der Chef vor den 2200 Zuschauern in der Rothenbach in Kassel.

19 Gegentore in

erster Halbzeit kassiert

In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeitpause gelang den Lübbeckern rein gar nichts mehr. Auch in der Abwehr inklusive Torhüter (Malte Semisch löste in der 18. Minute den diesmal glücklosen Nikola Blazicko ab) fanden die Gäste keinen Zugriff und kassierten 19 Gegentore.

Enttäuscht: Lübbeckes Torhüter Malte Semisch.

Im zweiten Abschnitt waren die Fronten schnell geklärt. Angeführt von Michael Allendorf (neun Tore) ließen die Hessen den TuS nicht mehr zurück ins Spiel kommen. Über die Stationen 21:14, (37.), 22:15, 23:16 (40.) und 24:18 blieb der Vorsprung der Hausherren konstant. Das 26:18 (46.) von Allendorf – vorausgegangen war ein Fehlversuch von Langhans an Appelgren – bedeutete quasi schon die Vorentscheidung und zwang TuS-Coach Dirk Beuchler zu einer Auszeit, um Schlimmeres zu verhindern.

Seine Mannschaft betrieb ein wenig Ergebniskosmetik bis zum 27:22 (55.), um in den Schlussminuten noch 1:5-Tore zum saftigen Endstand von 23:32 zu kassieren. Eine der höchsten Saisonniederlagen neben dem 25:35 bei den Rhein-Neckar Löwen und dem 26:35 gegen die Füchse Berlin.

Ein Sieg hätte die Lübbecker auf Platz elf der Tabelle springen lassen, doch mit nun 20:30-Punkten müssen sich Trainer Dirk Beuchler und seine Mannen nach unten orientieren. Zumal mit einer Leistung wie gestern Abend auch am kommenden Mittwoch, 18. März, im Heimspiel gegen Tabellenführer THW Kiel (Merkur-Arena, 20.15 Uhr) nichts zu holen sein wird.

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