Herth tritt auf Fuß des Schiedsrichters

Entwarnung nach kurioser Verletzung

+
Entwarnung: Benjamin Herth wird wohl am Samstag mitwirken können.

Lübbecke - Aufatmen bei den Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke. Die Verletzung, die sich Spielmacher Benjamin Herth am Mittwochabend im Testspiel in Eidinghausen gegen Zaporoshje (27:33) zugezogen hat, ist lediglich eine Bänderdehnung am linken Fuß – und nicht der befürchtete Bänderriss.

Angesichts der anderen angeschlagenen Akteure wenigstens eine gute Nachricht für Trainer Goran Suton. Herth hielt sich in der gestrigen Trainingseinheit ein wenig zurück, er wird am Samstag in Rostock im DHB-Pokalwettbewerb aber auf jeden Fall wieder zur Verfügung stehen.

Goran Suton hatte im letzten Testspiel auf Jens Schöngarth (das Knie des Linkshänders schmerzt) und Tim Suton (Blessur im Hüft- und Rückenbereich) vorsichtshalber verzichtet. Der wurfgewaltige Vuko Borozan unternahm nach seinem Außenband-Anriss die ersten Gehversuche über zehn Minuten und klagte am Tag danach über leichte Schmerzen. „Den ursprünglichen Sinn hat der Test gegen Zaporoshje dadurch leider verloren“, meinte der TuS-Coach, ehe er ins Detail ging: „Es gab einige Dinge, die es möglichst schnell abzustellen gilt. Die Abwehrarbeit hat mir in einigen Phasen nicht gefallen, daran werden wir im Training arbeiten müssen“, meinte Goran Suton im Rückblick auf die Partie in Eidinghausen, der immerhin 400 Zuschauer beiwohnten.

Die Personalsituation und vor allem die Szene, in der Benjamin Herth sich verletzte, bezeichnet der Trainer des TuS N-Lübbecke als „äußerst kuriose Angelegenheit“. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, so Suton zu der Tatsache, dass Herth dem Schiedsrichter auf den Fuß trat und anschließend das Feld verlassen musste. Der 30-Jährige ließ sich gestern erneut von Physiotherapeutin Athina Tsiamitrou behandeln.

Erschwerend kommt im Augenblick dazu, dass Linkshänder Gabor Langhans seit einiger Zeit über Probleme an der Patellasehne klagt. „Es sticht ab und zu und sorgt für ein unangenehmes Gefühl“, sagt Langhans, der aber wie die anderen angeschlagenen Akteure zum Aufgebot in Rostock zählen wird. „Ich gehe ganz fest davon aus, dass die angeschlagenen Spieler zur Verfügung stehen werden, um in der Pokalrunde ihr Bestes geben zu können“, betont Goran Suton.

Der 47-jährige Kroate weiß nur zu genau, dass nach der Beendigung der Vorbereitungszeit nun mit dem Pokalauftritt am kommenden Wochenende in Rostock die ernste Phase beginnt, wo seine Arbeit letztlich an den nackten Ergebnissen gemessen wird. „Ich gehe davon aus, dass wir in Rostock als Favorit an den Start gehen und bei allem Respekt vor unseren Gegnern das Achtelfinale erreichen werden“, zeigt sich der neue Lübbecker Coach selbstbewusst.

pla

Mehr zum Thema:

England hebt nach Attentat Terrorwarnstufe

England hebt nach Attentat Terrorwarnstufe

Poledance sorgt für durchtrainierte Figur

Poledance sorgt für durchtrainierte Figur

Von scharf bis süß: Die Avocado ist ein Alleskönner

Von scharf bis süß: Die Avocado ist ein Alleskönner

Wandern im ursprünglichen Defereggental

Wandern im ursprünglichen Defereggental

Kommentare