Handball-Bundesliga: Rot-Schwarze heute zu Gast bei Aufsteiger Eisenach

TuS muss im Hexenkessel einen kühlen Kopf bewahren

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Gegen Flensburg fehlte er, in Eisenach steht er wieder auf dem Feld: TuS N-Lübbeckes Spielmacher Drago Vukovic.

Lübbecke - Von Melanie RussEs ist ein Hexenkessel: die Halle eng, die Zuschauer auf drei Seiten direkt am Spielfeldrand, und die Fans machen ihrem Namen alle Ehre, unterstützen ihre Mannschaft fanatisch, ohne wenn und aber.

Der Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke wird es heute Abend (Anwurf 19 Uhr) nicht leicht haben beim Aufsteiger ThSV Eisenach. „Da wird einiges los sein. Das wird ein richtig schweres Spiel“, weiß TuS-Trainer Dirk Beuchler, erwartet aber trotzdem einen Sieg. „Das ist unser klares Ziel, aber wir werden dafür viel arbeiten müssen.“

In der Eisenacher Halle herrsche eine aggressive Stimmung – bei den Fans des ThSV, aber auch bei der Mannschaft. „Die Abwehr spielt sehr hart. Das ist fast schon grenzwertig“, verweist Beuchler auf die körperlich sehr präsente 6:0-Deckung mit einem starken Rene Villadsen zwischen den Pfosten. Im Angriff gelte es vor allem, die beiden Spielmacher Tomás Sklenák und Hannes Jonsson zu kontrollieren. „Wir brauchen Geduld, müssen uns konzentrieren und unsere Leistung abrufen. Dann werden wir da auch gewinnen“, ist der TuS-Trainer siegesgewiss.

Dabei weiß der Aufsteiger durch mehr als nur eine eindrucksvolle Heimkulisse zu überzeugen. Mit einem Punkt gegen Lemgo und einer guten Vorstellung gegen Kiel und Hannover-Burgdorf haben die Thüringer unter Beweis gestellt, dass sie keine Laufkundschaft sind. Zuletzt haben sie sich mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten TV Emsdetten den nötigen Rückenwind geholt.

Doch auch die Nettelstedter haben sich nach einigen Aufs und Abs in den vergangenen Wochen in guter Verfassung gezeigt. Der Sieg gegen Gummersbach und das ganz starkes Spiel im eigenen Haus gegen Flensburg können sich sehen lassen. „Wir haben uns bis zum Letzten verausgabt. Das ist die Basis, die ich in jedem Spiel fordere“, so Beuchler. „Diesen Weg müssen wir weitergehen.“ Zudem sind die Rot-Schwarzen gut ausgeruht. Nach den englischen Wochen mit vier Spielen in elf Tagen hat ihnen der Trainer von Freitag bis Montag freigegeben, um körperlich und mental wieder Kräfte zu sammeln.

In Eisenach kann Beuchler denn auch über den kompletten Kader verfügen. Beuchler: „Wir haben die Pause gut genutzt. Alle Spieler sind gesund.“ Auch Spielmacher Drago Vukovic steht nach seiner kleinen Operation seit Montag wieder im Training und ist ebenso wieder voll einsatzfähig wie Mattias Gustafsson, der zuletzt wegen Problemen mit der Bauchmuskulatur einige Tage pausierte. „Ich habe ein gutes Gefühl. Wir waren nur vorsichtig, weil es lange dauern kann, bis eine Bauchmuskelverletzung ausheilt“, so Gustafsson. Wie sein Trainer hofft er darauf, dass der TuS N-Lübbecke den kleinen Positivtrend der vergangenen beiden Begegnungen fortsetzen und mehr Konstanz in sein Spiel bringen kann.

Einer, der sich mit den Eisenachern gut auskennt, ist Nettelstedts Team-Manager Zlatko Feric. Er war selbst einst Trainer beim ThSV und freut sich, dass die Ostdeutschen endlich wieder in der Bundesliga zurück sind. „Eisenach hat eine große Handball-Tradition. Die Menschen dort leben den Sport“, hat Feric durchaus Verständnis für die manchmal etwas über das Ziel hinausschießenden Eisenach-Fans. „Das wird für uns ein ganz heißes Pflaster.“

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