Isenstedter Spieler-Trio nennt die Stärken des neuen A-Liga-Meisters

„Mit Glück hat unser Titelgewinn nichts zu tun“

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Sehen die Arbeit des Trainers als Grundstein für den Isenstedter Meistertitel in dieser Saison: Tobias Bölk (v.l.), Sebastian Vogt und Mannschaftsführer Marco Radtke. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthISENSTEDT · Ob alle Spieler des SC Isenstedt am Freitagmorgen pünktlich zur Arbeit kamen, ist nicht bekannt, doch vielleicht haben die Arbeitgeber ja auch ein Auge zugedrückt, schließlich haben die Isenstedter um Kapitän Marco Radtke Historisches geleistet. Sie stehen seit Donnerstag, 15. Mai 2014, 20.45 Uhr, als Meister der Kreisliga A und Aufsteiger zur Fußball-Bezirksliga fest – 47 Jahre nach der letzten Meisterschaft.

Selbst Radio Westfalica berichtete am Freitagmorgen über den Erfolg der Isenstedter – und darüber, dass Trainer Axel Krüger erst um 3 Uhr morgens im Bett war.

„Axel hat sehr großen Anteil an der Meisterschaft. Von ihm und seiner Trainerarbeit haben wir unheimlich viel gelernt und profitiert“, betont Marco Radtke. Er muss es wissen, denn zum einen ist der 26-Jährige Mannschaftsführer, zum anderen Abwehrchef und somit einer der wichtigsten Ansprechpartner Krügers innerhalb der Mannschaft. „Axel ist ja erst im zweiten Jahr in Isenstedt, doch die Auswirkungen sind unübersehbar. Unsere Defensive ist mit der Einführung der Viererkette viel stärker geworden und wir kassieren viel weniger Gegentore als früher. Das ist sein Verdienst“, betont Marco Radtke.

„Gleichzeitig ist unser Selbstvertrauen gewachsen“, ergänzt Tobias Bölk und verweist auf die Tatsache, einige schon verloren geglaubte Partien noch gedreht zu haben. „Das 4:3 gegen Oberbauerschaft war ein Knackspiel. Bis zum 2:0 hat uns BWO an die Wand gespielt, doch wir sind im Spiel geblieben und haben kurz vor Schluss durch Alex Kochs Kopfballtor noch gewonnen“, erinnert sich Sebastian Vogt. „Säge“ ist seit Donnerstagabend und dem nun auch rechnerisch feststehenden Titelgewinn übrigens besonders froh, denn mit dem VfB Fabbenstedt und SC Isenstedt war er in den vergangenen acht Jahren fünf Mal Zweiter geworden. „Den Spitznamen Vize-Säge bin ich jetzt endlich los“, lacht Vogt.

„Vize-Säge“ ist

Spitzname los

Einig sind sich die drei Isenstedter übrigens in der Beurteilung, „dass ja auch Dielingen und TuRa eine sehr gute Saison hingelegt haben.“ Nur die des ISC ist eben noch ein bisschen besser und gar rekordverdächtig. Würden die Blau-Weißen nach zuletzt zwölf Siegen in Folge auch noch die vier ausstehenden Spiele gegen Holzhausen, bei TuRa Espelkamp, gegen BW Vehlage sowie am 1. Juni gegen Türk Gücü gewinnen, hätten sie die 82 Punkte des FC Preußen Espelkamp aus der Saison 2005/2006 getoppt.

„Mit Glück hat unser Titelgewinn im Endeffekt also nichts zu tun“, stellt Tobias Bölk zufrieden fest. Der Verteidiger verweist in diesem Zusammenhang auf die imposante Bilanz, 24 von bisher 26 Spielen gewonnen zu haben. „Nicht vergessen darf man, dass wir Phasen mit vielen Verletzten und Ausfällen hatten. Das innerhalb der Mannschaft aufzufangen, war auch eine Stärke in dieser Saison“, unterstreicht Sebastian Vogt.

Den SC Isenstedt zeichne ein tolles Mannschaftsgefüge sowie Torgefährlichkeit auf vielen Positionen aus, doch mit Alexander Koch habe sich ein Spieler eine besondere Erwähnung verdient. Seine bislang 30 Tore halfen dem Team nicht unwesentlich dabei, sich den Weg an die Tabellenspitze freizuschießen. „Wenn du aufsteigen willst, brauchst du einen, der knipst“, weiß Marco Radtke. Und für Tobias Bölk ist Alex Koch aufgrund der körperlichen Präsenz und seines überragenden Kopfballspiels schlicht und ergreifend „der Lewandowski der Kreisliga.“

Seit 1967 und dem letzten Bezirksliga-Aufstieg habe es am Sportplatz in Isenstedt immer wieder die „schlauen Kommentare“ der alten Generation gegeben, „doch ab

Noch einige

Feier-Termine

jetzt können wir dagegenhalten“, freut sich das aktuelle Spielertrio.

Gebührend feiern werde man den historischen Titelgewinn übrigens noch öfter. Zum Beispiel vor, während und nach dem Heimspiel gegen den SuS Holzhausen, am 1. Juni nach dem letzten Spieltag sowie beim „Feier-Marathon“ vom 13. bis 15. Juni – dann geht es zur „Vorbereitung“ auf die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga auf Mannschaftsfahrt nach Hamburg.

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