Schiedsrichter haben sich mit Sonderschulung auf FreewayCup vorbereitet

„15 Minuten unter Strom“

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Die FreewayCup-Generalprobe gab es für die Schiedsrichter beim Fohlen-Cup vor einer Woche in Rahden. Auch dort wurde mit Rundumbande gespielt. Schiedsrichter Eugen Fritz (r.) schaut genau hin, wie sich die Spieler verhalten. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthWenn heute Mittag um 13 Uhr in der Lübbecker Kreissporthalle der 15. FreewayCup mit dem ersten Turnierspiel zwischen Hannover 96 und FSV Mainz 05 angepfiffen wird, sind sie von Beginn an mittendrin statt nur dabei: Die Schiedsrichter. Zwölf Unparteiische hat Kreisschiedsrichterchef Jörg Uphoff nominiert für die inoffizielle Deutsche Hallenfußballmeisterschaft der U16-Junioren.

„Wir wollen den Leistungen gerecht werden, die dort von uns erwartet werden“, betont Jörg Uphoff. Diese ehrgeizige Vorgabe zu erfüllen, ist die große Herausforderung für jeden seiner Kollegen, der am Samstag und Sonntag in der ausverkauften Halle vor den jeweils rund 3000 Zuschauern zum Einsatz kommt – das weiß kaum jemand besser als Uphoff. Er ist seit dem ersten Turnier im Jahr 2000 beim FreewayCup dabei.

„Das Turnier ist im Laufe der Jahre immer besser geworden. Damit sind natürlich auch die Ansprüche an uns Schiedsrichter gewachsen und die Leistungen, die uns abgefordert werden. Auch wir Schiedsrichter wollen uns ständig verbessern und der Qualität des Turniers anpassen“, hat Uphoff genaue Vorstellungen für den Turnierverlauf.

Leichter gesagt als getan. Denn während die jungen Spieler im Viereck mit Rundumbande zwei, drei Minuten Vollgas geben, ehe sie auswechselt werden und der nächste Block dran ist, bleiben die Schiedsrichter auf dem Feld und die gesamte Spielzeit gefordert. „15 Minuten unter Strom“, nennt das der Kreisschiedsrichterchef. „Die Spiele haben eine sehr hohe Intensität, aber unsere Schiedsrichter haben während der Partien keine Verschnaufspausen, das ist mental enorm anstrengend“, gibt Uphoff – vielleicht auch in Richtung der manchmal etwas zu kritischen Zuschauer – zu bedenken.

Zweikämpfe an Bande

mit klarer Linie ahnden

In der vergangenen Woche gab es für die Spielleiter eine Sonderschulung. Zum Thema gemacht wurden hier nicht zuletzt die gefährlichen Zweikämpfe an der Bande, mit einem konkreten Ziel. „Wir brauchen eine einheitliche Auslegung für das Schubsen gegen die Bande“, fordert Jörg Uphoff. Bei vergleichbaren Vergehen reichte die Bandbreite in der Vergangenheit von roter Karte, über Zeitstrafe bis nichts bzw. ungeahndet. Dafür wünscht sich Jörg Uphoff für den FreewayCup 2014 eine klare Linie.

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