Tischtennis-Kreiseinzelmeisterschaften: Wenige Starter aus dem Altkreis Lübbecke / Hollweder Schüler glänzen im Nachwuchsbereich

Michael Walke nutzt Ritters Verletzung zum Titelgewinn

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Starker Hollweder Nachwuchs: Silber im Doppel und Bronze im Einzel holten Noah Rümke (links) und Benjamin Möller.

Minden-luebbecke - MINDEN · Man stelle sich vor, es sind Tischtennis-Kreismeisterschaften und keiner geht hin. Was vor Jahren noch unvorstellbar war, wird mehr und mehr zur Normalität.

Bei den Kreiseinzelmeisterschaften am Wochenende in der Mindener Kreissporthalle II waren gerade einmal knapp 200 Starter. „Durch einige kurzfristige Nachmeldungen ist das Ergebnis noch einigermaßen zufriedenstellend. Begeistert sind wir aber natürlich über die Entwicklung nicht“, gab der Kreisvorsitzende Carsten Böhmert offen zu. Insbesondere die Akteure aus dem Altkreis Lübbecke glänzten vor allem durch eines: Abwesenheit.

Sportlich gesehen lieferten die wenigen Starter aus dem Nordkreis einige gute Ergebnisse ab. Bei den Senioren 40 bestimmten die Akteure des TTC Rahden das Geschehen – auch deshalb, weil der große Favorit Ralf Ritter (TTU Bad Oeynhausen) verletzungsbedingt nach der Vorrunde aufgeben musste. Dies nutzte Michael Walke, um sich den Kreismeistertitel zu sichern.

In einem sehenswerten Finale setzte sich Walke gegen den Bad Oeynhauser Defensivspezialisten Ralf Kütemeier mit 11:9, 12:10, 4:11 und 14:12 durch. Dabei lag Walke im vierten Satz schon mit 0:7 zurück. Die beiden dritten Plätze sicherten sich Walkes Teamkollegen Michael Meier und Jörg Grundmann. Kurios: Grundmann wurde durch den kampflosen Sieg gegen Ritter Dritter, ohne sportlich ein Spiel gewonnen zu haben. Meier war im Halbfinale knapp an Kütemeier gescheitert, während Walke im RTTC-Duell Grundmann keine Chance ließ. Den Doppeltitel sicherten sich Meier/Grundmann kampflos, da Walke/Ritter nicht zum Finale antraten.

Bei den Herren sorgte Michael Meier für ein echtes Ausrufezeichen. Als einziger Spieler konnte der Landesligaspieler in die Phalanx der beiden dominierenden Teams TTC Petershagen/Friedewalde und TTU Bad Oeynhausen einbrechen. Nach einem Sieg im Viertelfinale gegen Michael Tiede (TTU Bad Oeynhausen) verlor Meier im Halbfinale gegen den späteren Sieger Michal Kubat (Petershagen/Friedewalde) mit 11:7, 4:11, 9:11 und 5:11.

In einem der besten Finalspiele der vergangenen Jahre setzte sich der tschechische Neuzugang der TTCPF in fünf Sätzen gegen Vorjahressieger Ralf Ritter durch. In den weiteren Herrenklassen war für die meisten Starter aus dem Nordkreis frühzeitig Endstation. Bei den Herren C scheiterten die beiden Hollweder Cord Hegerfeld und Dennis Richter jeweils klar im Viertelfinale.

Eine Bronzemedaille sicherte sich am letzten Turniertag Andreas Möllenberg vom SC Hollwede. Nach einem Sieg gegen den an zwei gesetzten Feldkötter (Petershagen) verlor Möllenberg in der Vorschlussrunde gegen dessen Vereinskollegen Marco Becker in vier Sätzen. Im Doppelwettbewerb unterstrich Möllenberg seine gute Form. An der Seite von Ulrich Kügler von Ausrichter TSV Hahlen schaffte er den Sprung ins Finale. Hier unterlag die Zufallskombination knapp mit 11:9, 4:11, 9:11 und 8:11 gegen das Petershäger Duo Becker/Feldkötter.

Im Nachwuchsbereich sorgten die Hollweder für die einzigen Highlights aus Lübbecker Sicht. Bei den Schülern C belegten Noah Rümke und Benjamin Möller gemeinsam den dritten Platz. Im Halbfinale waren die HSC-Talente gegen die Mindener Raitzig und Grotemeier chancenlos. Im Doppel sprang für Rümke/Möller der zweite Platz heraus. Ein Sieg gegen Mielke/von der Ahe (Petershagen/Espelkamp) reichte zum Gewinn der Silbermedaille.

Einen glänzenden Auftritt legte Noahs älterer Bruder Jonas bei den A-Schülern hin. Durch einen hartumkämpften 7:11, 12:10, 12:10 und 11:9-Sieg im Viertelfinale gegen Mitfavorit Bonfert (Hahlen) war Jonas Rümke die Bronzemedaille sicher. Gegen den späteren Kreismeister Marcel Wach (Eintracht Minden) war Rümke im Finale aber chancenlos.

Aufgrund der ganz schwachen Beteiligung im weiblichen Nachwuchsbereich wurden vier Klassen zu einer zusammengeführt. Dabei waren die Spielerinnen des TuS Dielingen unter sich. Eine des Quartetts trat allerdings nicht mehr im Trikot der Dielinger an: Ann-Kristin Langelahn. Ohne Mühe holte sie sich das Double. Langelahn, die im Sommer vom TuS Dielingen zum Damen-Verbandsligisten TTC Petershagen/Friedewalde gewechselt war, ließ Katharina Martens im Halbfinale ebenso wenig eine Chance wie im Finale Celine Kreyenhagen (11:2, 11:7 und 11:9). Kreyenhagen hatte sich im anderen Semifinale gegen Sabrina Stiebitz (TuS Dielingen) durchgesetzt.

Das Doppelfinale gewannen Langelahn/Martens gegen Kreyenhagen/Stiebitz. Allerdings hätte das Dielinger Trio regulär noch in einer jüngeren Klasse spielen können. · mm

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