Merkur-Arena steht Kopf beim Finale der 1er Kunstradfahrer

Herzschlagfinale mit Puls

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Mediengruppe Kreiszeitung

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Erst sorgte Simon Puls für ein Herzschlagfinale, dann flogen ihm die Herzen zu: Der Sieg des 28-jährigen, ostwestfälischen Lokalmatadors vom Liemer RC war am Samstag das emotionale Highlight der vom RSC Niedermehnen vorzüglich ausgerichteten Deutschen Hallenradsport-Meisterschaften in Lübbecke.

Die Merkur-Arena stand Kopf. Diesmal an der Heimspielstätte des Bundesligisten TuS N-Lübbecke jedoch nicht in Sachen Handball. Lübbecke feierte einen Kunstradfahrer. Simon Puls, der Herausforderer, bezwang Weltmeister Michael Niedermeier. Der gehörte zu den ersten Gratulanten des neuen Deutschen Meisters, als dieser vor der mitgerissenen Radsport-Familie die Welle entfachte.

Zuvor hatte Puls ein paar Tränen verdrückt. Das war nicht gespielt, sondern kam von Herzen. Die aufgebaute Spannung brauchte ein Ventil. Der 28-Jährige aus dem Lipperland hatte im Finale Deutschlands bester 1er Kunstradfahrer vorgelegt, die Messlatte mit einer grandiosen, mit Höchstschwierigkeiten gespickten Vorstellung auf 198,62 Punkte gelegt. Anschließend nahm er an der Seite seiner Trainerin Carmen Carvalho-Becker auf dem Sofa des aktuell Führenden Platz. Nur noch einer kam jetzt noch: Der Weltmeister.

Es ist mucksmäuschenstill. Michael Niedermeier gibt alles, während sein Punktstand auf der digitalen Anzeige live mitläuft – und nach einem kleinen Fehler kurz vor Schluss bei 198,22 stehen bleibt. Niedermeier steigt ausgepumpt vom Rad, Simon Puls liegt in den Armen seiner Trainerin und das Radsport-Volk auf der Tribüne feiert seinen neuen Meister. Mitreissend, auch für Handball-Fans.

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