Bezirksliga: Union klettert in der Tabelle, aber Abstand zum rettenden Ufer wächst

„Mehr nicht verdient“: Varl 1:1 beim Tabellenletzten

Lars Meier (r., hier im Spiel gegen den SV Werl-Aspe) und Union Varl empfangen am Montag mit dem SV Kutenhausen/Todtenhausen den nächsten Konkurrenten im Abstiegskampf. - Foto: Pollex

Varl - Ist das jetzt gut oder schlecht? Trainer Philipp Knappmeyer ist sich nicht sicher. Seine Spvgg Union Varl, der Tabellenvorletzte der Fußball-Bezirksliga, spielte am Donnerstagabend 1:1 (1:1) gegen den Letzten TuS Windheim und klettert damit auf Rang 15. Mehr als ein psychologischer Vorteil ist das aber nicht: Denn trotz des Vorwärtsschritts in der Tabelle ist der Abstand zum rettenden Ufer um einen Punkt gewachsen.

Es ist eine spannende Konstellation im Abstiegskampf. Wegen der 0:2-Niederlage des TuS Lohe beim Mit-Konkurrenten Union Minden reichte Varl ein Punkt, um in der Tabelle an Lohe vorbeizuziehen. Weil gleichzeitig aber TuRa Löhne gewann, wuchs der Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz von zehn auf elf Punkte. Dreizehnter ist jetzt der SV Kutenhausen-Todtenhausen – Varls nächster Gegner.

Mehr als dieser eine zusätzliche Abstands-Punkt interessiert Trainer Knappmeyer der gewonnene Punkt gegen den TuS Windheim. Es ist der achte aus den vergangenen fünf Spielen. Damit holte Varl alleine im März so viele Punkte wie im ganzen zuvor gespielten Teil der Saison.

Das Remis gegen Windheim bezeichnet Knappmeyer als gerechtes Ergebnis. „Mehr hätten wir auch nicht verdient gehabt.“ Gegen den Tabellenletzten zeigte Varl eine engagierte, aber insgesamt nur mäßige Leistung.

Knappmeyer musste wegen der krankheitsbedingten Ausfälle von Andre Lange und Nico Wehbrink erneut eine völlig umgebaute Mannschaft aufs Feld schicken. „Das haben wir gemerkt“, sagt der Coach. Erstmals seit langer Zeit wieder in der Startelf stand Sebastian Lange, dem man allerdings den fehlenden Rhythmus anmerkte.

Das Spiel begann höhepunktarm mit leichtem Vorteil für Windheim. Die Varler boten eine schwache Spielanlage auf, konnten vorne kaum Bälle festmachen und die Angriffe der Gegner nicht konsequent unterbinden. Als sich Windheim in der 19. Minute in den Strafraum vor spielte, ging Patrick Spreen zu ungestüm in einen Zweikampf – Elfmeter. Behar Hinseni verwandelte sicher zum 1:0 für Windheim. „Wir waren vorher nicht aggressiv genug. Das ist für mich das größere Probleme als das Foul an sich“, sagt Knappmeyer.

Der Trainer korrigierte danach seine Aufstellung, zog Jens Meier aus der Spitze auf die Zehn, Pascal Meier rutschte ins defensive Mittelfeld und Arif Arifoglou ging in die Spitze. Danach stabilisierten sich die Varler etwas. Nach vorne ging allerdings weiterhin wenig. Und so fiel das 1:1 in der 37. Minute durch eine Standardsituation: Jens Meier verwandelte aus 18 Metern einen Freistoß direkt ins Tor und zeigte, wie wichtig er zurzeit für die Varler ist. Es war sein vierter Treffer in drei Spielen.

In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel dahin. Dennoch gab es Großchancen auf beiden Seiten. Die dickste Varler Gelegenheit vergab Jens Meier in der 85. Minute, als er freistehend vor dem Windheimer Keeper das Tor nicht traf. In der Nachspielzeit fiel dann fast noch das 2:1 für Windheim: Einen Schuss der Gastgeber konnte Marco Hodde gerade noch so auf der Linie klären.

„Das Engagement will ich den Jungs nicht absprechen, aber so richtig in unserem Leistungsbereich waren wir nicht“, bilanziert Knappmeyer. Das sei aber okay, schließlich war es das bereits fünfte Varler Spiel innerhalb von zwei Wochen. „Die Belastung ist schon hoch.“ Und am Montag (15 Uhr) geht es gleich mit dem nächsten brisanten Duell weiter. Gast im United Park ist der SV Kutenhausen/Todtenhausen. Das Team ist mittlerweile mitten im Abstiegskampf angekommen, steht mit 27 Punkten nur knapp über dem Strich. Eine flinke Truppe, sagt Knappmeyer, die allerdings oftmals eine „Schlendrian-Mentalität“ an den Tag lege. Knappmeyer warnt aber: „Wir gehen davon aus, dass die mit voller Leistungsfähigkeit zu uns kommen.“

Bei den Varlern stehen die Einsätze von Andre Lange und Nico Wehbrink weiterhin mehr als auf der Kippe. Erstmals seit Langem dabei sein werden Marcel Rosengarten und Mario Niestrath.

Kerber mit Mühe in Melbourne gegen Witthöft weiter

Kerber mit Mühe in Melbourne gegen Witthöft weiter

Finaltag bei den 53. Sixdays Bremen - Sieg für Kalz/Keisse

Finaltag bei den 53. Sixdays Bremen - Sieg für Kalz/Keisse

Mays Brexit-Rede ruft trotzige Reaktionen hervor

Mays Brexit-Rede ruft trotzige Reaktionen hervor

Was die jüdische Küche zu bieten hat

Was die jüdische Küche zu bieten hat

Kommentare