Handball-Bundesliga: Lübbecker treffen in Wetzlar auf Prominenz und Probleme

Mehr als ein Duell Balic gegen TuS

Lübbecke - Von Andreas GerthDie Handball-Welt staunte nicht schlecht als die HSG Wetzlar am 13. August Ivano Balic als Neuzugang vorstellte. Diesen Balic, der mit Kroatien Welt- und Olympiasieger wurde und als erster und einziger Spieler in der Geschichte, fünfmal in Folge bei einem Handball-Großereignis zum MVP (Most Valuable Player) gewählt wurde. Drei Wochen und 0:4-Punkte später hat Wetzlars Trainer Kai Wandschneider den Abstiegskampf bei den Hessen ausgerufen. So schnell kann's gehen.

Die Situation, die den TuS N-Lübbecke am Sonntag im Spiel gegen die HSG Wetzlar in der Rittal-Arena (Anwurf 17.15 Uhr) erwartet, liegt also auf der Hand. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir auf einen Gegner treffen, der jeden Zentimeter des Hallenbodens verteidigen wird“, betont Dirk Beuchler. Aus der Ruhe bringen lässt sich der neue Trainer des mit einem 32:22-Heimsieg gegen Melsungen perfekt gestarteten und Selbstbewusstsein ausstrahlenden TuS N-Lübbecke dadurch aber nicht. Denn Beuchler weiß: „Wer mit dem Rücken zur Wand steht und so motiviert ist, macht auch Fehler.“

Das Mitwirken Balic', den Beuchler aus zwei gemeinsamen Jahren in Spanien bei Portland kennt, will der TuS-Coach ohnehin nicht so hoch aufhängen. „In den ersten beiden Spielen hat er jeweils 20 bis 25 Minuten mitgewirkt. Es ist normal, dass es da noch Abstimmungsprobleme gibt.“ Eine ganz ähnliche Einschätzung hat Kai Wandschneider. „Er wird uns helfen, richtig helfen. Doch er ist noch lange nicht bei hundert Prozent.“ Kurzum: Der Vergleich zwischen der HSG Wetzlar und dem TuS N-Lübbecke ist deutlich mehr als ein Duell Balic gegen TuS.

„Wetzlar hat mit Tiedtke, Krause oder Klesniks einen Innenblock, der gegen uns zupacken wird. Uns wird da ein herber Wind ins Gesicht wehen“, warnt Beuchler.

Die Ausgangslage, aus der heraus sich seine Mannschaft bereits heute auf den Weg nach Gießen macht, um dort noch eine Trainingseinheit zu absolvieren

Beuchler: Jetzt

neu fokussieren

und zu übernachten, ist indes komfortabel. „Die Stimmung ist gut. Überraschend war sicherlich die Deutlichkeit des Sieges gegen Melsungen, doch das Ergebnis ging am Ende auch in der Höhe in Ordnung, weil wir eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt haben. Doch jetzt müssen wir uns neu fokussieren“, betont Beuchler.

Der 42-Jährige hält sich mit euphorischen Prognosen bewusst zurück, denn den Beweis, solche Leistungen wie gegen Melsungen konstant abrufen zu können, müsse die Mannschaft in dieser sehr jungen Saison erst noch antreten. „Wir sollten ruhig bleiben. Die Mannschaft, der Verein, das Umfeld. Der Champions-League-Sieger Hamburg verliert bei einem Aufsteiger, das zeigt doch, dass man in jedem Spiel eine hohe Konzentration braucht. Ich denke, dass wir in Lübbecke gut beraten sind, einen Schritt nach dem anderen zu machen.“

Ein bisschen geträumt werden darf aber schon im Norden Ostwestfalens. Jetzt das Spiel bei der fehlgestarteten und unter Druck stehenden HSG Wetzlar, dann ein Heimspiel gegen personell gebeutelte Balinger – Drago Vukovic, Arne Niemeyer, Dennis Wilke, Nikola Blazicko und Co. haben es in der Hand für einen historisch guten Saisonstart zu sorgen.

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