Fußball-Kreisliga A: Isenstedter Trainer will weiter von Spiel zu Spiel schauen

Die Liga gratuliert, nur Krüger grätscht noch

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Co-Trainer Mark Katt (l.) klatscht Tim Rewald ab. Doch die ganz große Freude hielt sich bei den Pr. Ströhern in Grenzen nach dem 1:1-Unentschieden in Tengern. ·

Minden-luebbecke - ISENSTEDT · Das Spitzenspiel gegen den TuS Dielingen gewonnen, die Niederlage des Tabellenzweiten TuRa Espelkamp mit einem Grinsen zur Kenntnis genommen und den Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A auf neun Punkte ausgebaut – der SC Isenstedt kann sich schon einmal überlegen, welcher Spruch auf den Meister-Shirts stehen soll. Wenn da nicht Axel Krüger wäre. Der Trainer des Tabellenführers will von voreiligen Glückwünschen nichts wissen und setzt gegen jeden, der von einer Entscheidung im Titelrennen spricht, zur verbalen Grätsche an.

„Ich bleibe dabei. Wir sind noch längst nicht durch und gut beraten, weiterhin nur von Spiel zu Spiel zu schauen. Und genau diese Vorgehensweise erwarte ich auch von meinen Spielern.“ Krüger die Partybremse ? Er ließ seine Mannen am Sonntag nach dem 2:1-Erfolg gegen Dielingen kurz von der Leine und im Mannschaftskreis feiern, um sie gleich danach wieder einzunorden auf das große Ziel, das man in Isenstedt nach zwei am letzten Spieltag verspielten Anläufen ähnlich heftig herbeisehnt wie die Meisterschale „Auf Schalke“.

„Wir müssen uns auf unsere Spiele konzentrieren und nicht auf die Ergebnisse der anderen. Beim Gegentreffer gegen Dielingen hat man ja gesehen, was passiert, wenn man nicht ganz bei der Sache ist“, warnt Axel Krüger, der ansonsten jedoch mit der Einstellung seiner Mannschaft im intensiven Spiel gegen Dielingen zufrieden sein konnte. „Das Dielinger Spiel war meist gut zu lesen. Sie haben viele lange Bälle in die Spitze geschlagen, das haben wir gut verteidigt und hinten kaum etwas zugelassen. Und vorne bekommen wir ja immer unsere Chancen“, erklärt der ISC-Coach. Der Tabellenführer muss nun zweimal auswärts antreten, am kommenden Sonntag beim FC Lübbecke, danach beim SV Hüllhorst – vielleicht spricht dann ja auch Krüger offensiver von der Meisterschaft, so wie der Gegner.

„Glückwunsch

an den ISC“

„Glückwunsch und alles Gute an den ISC. Wer so konstant durch die Saison geht, ist am Ende auch ein verdienter Meister“, betont Tom Westerwalbesloh. Für den Spielertrainer des TuS Dielingen habe das Spitzenspiel am Sonntag einen weiteren Beleg dafür geliefert, „dass sich die Isenstedter das Ding nicht mehr nehmen lassen werden.“

Schade für das mit Spannung erwartete Spitzenspiel war, dass die Dielinger ausgerechnet jetzt eine halbe Mannschaft ersetzen mussten aufgrund der Ausfälle von Lekon, Sporleder, Wessel, Wüppenhorst, Akti und Bei der Hake. „Nach vorne fehlte die Durchschlagskraft, doch kämpferisch hat die Mannschaft alles gegeben. Deshalb gibt es von mir auch überhaupt keinen Vorwurf“, betont Westerwalbesloh. Für den Tabellendritten gehe es nun darum, die Saison noch bestmöglich zu Ende zu spielen, angefangen mit dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den SV Hüllhorst.

Seit Sonntag und dem 0:1 in Levern hat man auch bei TuRa Espelkamp den Aufstieg abgehakt. „Die Meisterschaft ist wohl entschieden, der Drops ist gelutscht“, meint Wilfried Müller. Gratulieren werde TuRas Fußballobmann den Isenstedtern aber erst, „wenn rechnerisch alles klar ist.“ Und das dauert nicht mehr lange, wenn die TuRaner so weiterspielen wie zuletzt.

„Unsere Offensivabteilung funktioniert derzeit nicht. Da wird teilweise zu eigensinnig und zu viel klein-klein gespielt anstatt den einfachen Weg zum Tor zu suchen“, moniert Wilfried Müller. Ausgerechnet seine als offensivstark bekannten Mannen blieben jetzt schon zum zweiten Mal in Folge ohne Torerfolg, „obwohl wir viel mehr Ballbesitz als Levern hatten und quasi nur auf ein Tor gespielt haben“, ärgert sich Müller.

Am anderen Ende der Tabelle bleibt die Spannung erhalten. „Wir haben jetzt ein Sechs-Punkte-Spiel gegen Levern“, blickte Toni Trucco am Sonntag nach dem 1:1 seiner Pr. Ströher beim TuS Tengern III schon voraus. Dort gab es für Truccos Mannen immerhin noch einen Zähler, nachdem man dem 0:1-Rückstand vergeblich hinterhergerannt war. „Die zweite Halbzeit war besser. Da haben wir uns einige gute Chancen erarbeitet, aber zunächst nicht genutzt. Aufgrund der zweiten Hälfte war sogar mehr drin“, berichtet Trucco, der mit der Einwechslung von Jonas Hadeler (er traf kurz vor Schluss zum 1:1) alles richtig machte. „Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir nicht unten reinrutschen. Umso wichtiger ist das Spiel gegen Levern“, unterstreicht der SSV-Coach.

Aufatmen war diesbezüglich am Sonntag bei Holger Sarres angesagt. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge holten seine Frotheimer mit dem 3:1 in Oberbauerschaft das ersehnte Erfolgserlebnis. „Das war eine schwierige Phase. Ich bin froh, dass sie vorbei ist und wir endlich einmal für unsere geschlossene Mannschaftsleistung belohnt worden sind“, freut sich der VfL-Coach. Bei nunmehr zehn Punkten Vorsprung auf den Vorletzten Hüllhorst sehe die Welt in Frotheim schon wesentlich entspannter aus. „Ich hoffe, dass wir jetzt ruhiger und positiver in die nächsten Spiele gehen können“, erklärt Holger Sarres.

Mannschaft der Stunde in der Kreisliga A ist der VfB Fabbenstedt. Das 1:0 am Sonntag zu Hause in der „Aue-Arena“ gegen den HSC Alswede war der dritte Zu-Null-Sieg in Folge für das Team von Jens Gerdom. Dadurch rückten die Fabbenstedter vor auf den sechsten Platz. Allerdings fiel der erwartete Sieg „gegen überraschend starke Alsweder“, so Gerdom, mühsam aus. Erst in der 82. Minute war es VfB-Kapitän Gerald Grabenkamp, der mit seinem vierten Saisontor den Dreier perfekt machte.

Heute Abend geht es in der Kreisliga A weiter mit dem Nachholspiel zwischen dem FC Lübbecke und BSC Blasheim. Anstoß ist bereits um 18.15 Uhr. · ag/pr

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