Leverner Vincent Lamburn vom FC Preußen Espelkamp überzeugt beim Freeway-Cup

Hertha war der Höhepunkt

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Vincent Lamburn pariert einen Schuss.

Lübbecke - Für einen Torwart muss es die Hölle gewesen sein. Die letzte halbe Minute im Achtelfinale des Freeway-Cups. Im Spiel der Mühlenkreisauswahl gegen den FSV Mainz 05 kassiert „Mühlis“-Keeper Vincent Lamburn 29 Sekunden vor Spielende das 1:2. Aus der Traum – scheint es.

Die „Mühlis“ werfen aber nochmal alles nach vorne, und 13 Sekunden vor dem Ende wurschteln sie den Ball tatsächlich noch irgendwie zum 2:2 ins Netz. Die Sensation gegen den Titelverteidiger ist zum Greifen nah.

Und dann, Anstoß für Mainz, ein letzter Angriff, und vier Sekunden vor Schluss – vier Sekunden! – fällt das genickbrechende 2:3, weil die Mannschaft in all der Euphorie und Hektik der letzten Momente ein letztes Mal den Ball hinten nicht wegbekommt.

Vincent Lamburn aus Levern, B-Jugend-Torwart beim FC Preußen Espelkamp, kann einige Minuten nach dem Abpfiff schon wieder lachen. „Wir haben gut gespielt“, sagt der 15-Jährige. „Es war ärgerlich, dass wir erst rangekommen sind und dann noch den entscheidenden Treffer bekommen haben.“ Bei aller Enttäuschung schwingt auch eine Prise Stolz mit.

Die „Mühlis“ – in diesem Jahr mit einer ganzen Reihe an Kreisligaspielern noch krasserer Außenseiter als ohnehin – fliegt zwar im Achtelfinale raus, hat sich aber mehr als beachtlich geschlagen. „Die Jungs haben heute von dem, was zu leisten imstande sind, 150 Prozent gebracht“, lobt Trainer Heinz Zwingmann.

Vincent Lamburn war eine Säule der Mannschaft. Dabei war er vor dem Turnier ein Streichkandidat, berichtet der andere Trainer, Guido Meisenberg. Aber wie schon in der Vorbereitung habe Lamburn auch beim Freeway-Cup seine Chance genutzt.

Zweieinhalb Spiele hat er beim Turnier bestritten: eine Hälfte in der Vorrunde gegen den FC Bayern München, das Vorrundenspiel gegen Hertha BSC und das Achtelfinale gegen Mainz.

„Er hat gegen Berlin 1a gehalten“, sagt Guido Meisenberg. Mit einigen gut gehaltenen Bällen ist es auch ihm zu verdanken gewesen, dass die „Mühlis“ beim dritten Gruppenspiel gegen Hertha sensationell ein 1:1 mitnehmen konnte.

„Der Trainer fand, dass ich gegen Hertha richtig gut gespielt habe“, sagt Vincent Lamburn. Und meint auch selber: „Das Spiel gegen Hertha war der Höhepunkt, wo ich richtig gut drauf war. Das hat mir am meisten Spaß gemacht.“

Vincent hofft, dass der Freeway-Cup nicht die letzte Chance war, mal gegen große Klubs zu spielen. Er hofft, beim großen U19-Pfingstturnier in Stemwede in ein paar Jahren dabei zu sein. Aber jetzt will er erst einmal den Schwung und die Erfahrungen vom Turnier mitnehmen, um den Abstieg mit Preußen Espelkamp aus der Landesliga zu verhindern.

han

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