Spiel des Tages: TuS verschenkt gegen BSC wichtige Punkte im Abstiegskampf

Levern vertändelt Sieg in letzter Sekunde

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BSC-Keeper Sascha Klusmeier streckte sich vergeblich. Nach einem Schuss von Daniel Hegerfeld sprang das Leder vom Innenpfosten zum 1:0 ins Blasheimer Tor. ·

Wehdem - Von Willi PriesDer Schlussakkord im Spiel des TuS Levern gegen den BSC Blasheim war an Dramatik kaum zu überbieten. Bis in die Nachspielzeit führte Levern mit 2:1 und musste mit der letzten Aktion des Spiels noch den Treffer zum 2:2 (1:0) Endstand hinnehmen. Zwei verlorene Punkte, die dem TuS Levern im Abstiegskampf noch richtig wehtun könnten.

Es war eine Mischung aus Pech, Unvermögen und fehlender Cleverness, die den TuS am Ende um die Punkte brachte. Schiedsrichter Greinus hatte beim Stand von 2:1 für Levern schon die Nachspielzeit von drei Minuten angezeigt, als der eingewechselte Nils Langelahn zum Konter durchstartete und alleine auf das Blasheimer Tor zusteuerte. BSC-Keeper Sascha Klusmeier riskierte im Herauslaufen alles und stoppte Leverns Stürmer kurz vor dem Strafraum mit einem Foulspiel. Die Rote Karte für die „Notbremse“ und ein Freistoß für Levern waren die unvermeidbare Folge.

Der Sieg schien den Gastgebern nun nicht mehr zu nehmen. „Darauf hätte ich auch keinen Cent mehr gewettet“, gab Blasheims Trainer Thorsten Bunde nach dem Spiel zu. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte sich dann der Blasheimer Feldspieler Vincent Lückingsmeyer das Torwartdress übergezogen und sollte für die letzten Sekunden des Spiels noch ins Tor.

Levern führte den Freistoß aus und holte noch einmal eine Ecke. Doch anstatt hier die Uhr endgültig runterzuspielen, vertändelten die Gastgeber das Leder mit einer Abseitsstellung. Blasheim konnte einen letzten Angriff fahren und holte am gegnerischen Strafraum ebenfalls einen Freistoß heraus. Mit vollem Risiko jagte BSC-Kapitän Matthias Hake diesen durch die löchrige Leverner Mauer; leicht abgefälscht landete der Ball zum Entsetzen der Gastgeber in den Maschen – 2:2 und der Schiedsrichter pfiff die Partie gar nicht erst wieder an.

Wütend und laut schimpfend stapfte Leverns Kapitän Waldemar Suckau in Richtung der Kabinen, während sich ein Blasheimer Spielerhaufen über dem Torschützen auftürmte. „Die Enttäuschung sitzt natürlich sehr tief“, so Leverns Spielertrainer Holger Binder, der nach dem Abpfiff zunächst lange neben dem eigenen Tor sitzen geblieben war. „Wir haben heute vieles richtig gemacht, ein ordentliches Spiel gemacht und hätten den Sieg absolut verdient gehabt. Am Ende fehlte auch ein bisschen die Cleverness, um das Ding über die Zeit zu bringen“, so Binder.

Durch einen Distanzschuss von Daniel Hegerfeld waren die Gastgeber zunächst in Führung gegangen. Der von Hegerfeld abgefeuerte Ball wurde immer länger, BSC-Keeper Klusmeier streckte sich vergeblich, das Leder sprang vom Innenpfosten zum 1:0 ins Tor (16.). Danach bestimmte Levern weitgehend das Spielgeschehen, konnte aber nicht nachlegen.

Mit einem Freistoßaufsetzer, der aus dem Mittelfeld über Freund und Feind hinweg segelte, gelang Blasheims Christian Kessler das 1:1 (52.). Levern zeigte sich kurz irritiert, nahm dann aber wieder das Spiel in die Hand. Marcel Neugebauer brachte eine schöne Flanke vor das Blasheimer Tor, wo Thomas Uhlig zum 2:1 einnicken konnte (57.).

Die Blasheimer versuchten im weiteren Verlauf vieles, blieben aber zunächst ohne zwingende Chancen, weil die Gastgeber sich mit viel Einsatz immer wieder dazwischen warfen und Anspiele klären konnten. „Am Ende waren wir natürlich das glücklichere Team. Aber wir haben uns auch dafür belohnt, dass wir selbst in aussichtsloser Situation kurz vor dem Ende nicht aufgesteckt haben“, freute sich BSC-Coach Thorsten Bunde nach dem Spiel.

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