Handball-Bundesliga: TuS 27:27 gegen Göppingen / Schöngarth verletzt raus

In letzter Sekunde den Ausgleich kassiert

+
Traf per Siebenmeter zum 19:17 und 26:24, ansonsten gelang Maximilian Schubert gegen seinen alten Verein nicht viel.

Lübbecke - Von Andreas GerthWenn man in der letzten Sekunde den Ausgleich kassiert, ist das bitter. Doch wirklich unzufrieden musste Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke gestern Abend in der Merkur-Arena nach dem 27:27 (15:12) gegen Frisch-Auf Göppingen nicht sein, zumal die Gastgeber eine Viertelstunde vor Spielende ihren   bis dahin erfolgreichsten Torschützen verloren.

Nach seinem siebten Treffer zum 23:21 kam Jens Schöngarth unglücklich auf und blieb anschließend liegen. Nach einer Behandlungspause am lädierten Fuß humpelte der Linkshänder vom Feld in die Kabine. Zum Anfeuern im Mannschaftskreis kehrte Schöngarth noch einmal zurück, und vielleicht war es dieses Zeichen, dass den Lübbeckern half, ihren knappen Vorsprung mit Zähnen und Klauen zu verteidigen – bis zum Ausgleich in der Schlusssekunde.

Der TuS N-Lübbecke bot den Zuschauern (viele Plätze in der Merkur-Arena blieben wieder einmal leer) eine engagierte Leistung und spannende Partie. Die erste Führung gelang Drago Vukovic zum 3:2 (4.). Bis zum 5:2 lief es rund, dann schlossen die Mannen von Trainer Dirk Beuchler unvorbereitet ab und kassierten den Ausgleich zum 5:5 (9.).

Maximilian Schubert erwischte im Duell gegen seinen alten Verein keinen guten Tag. Sein erster Wurf wurde zu einer Beute von Gästekeeper Primoz Prost. Doch auch so fanden die Lübbecker im Angriff ihre Lücken. Frank Loke nach tollem Vukovic-Anspiel schloss zum 10:7 (17.) ab, Schubert mit seinem einzigen Feldtor und Gabor Langhans ließen den TuS in seiner besten Phase sogar auf 15:10 (27.) davonziehen.

Der schöne Vorsprung war jedoch schnell dahin, weil die Gastgeber den Start in die zweite Halbzeit regelrecht verschliefen. Göppingen schaffte den Ausgleich zum 15:15 (34.), und fortan entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe.

Der TuS fing sich wieder und legte – mit einem starken Nikola Blazicko als Rückhalt im Tor – zum 20:17 (40.) vor. Göppingen mit Tim Kneule (sieben Tore) und Felix Lobedank (8) ließen sich jetzt aber nicht mehr abschütteln und saßen dem TuS im Nacken, erst recht als dieser mit Jens Schöngarth seine wichtige Angriffswaffe verlor.

Dafür übernahm Vukovic Verantwortung und traf zum 24:23 (49.) und 25:24 (52.). Schubert verwandelte per Siebenmeter zum 26:24, doch die Gäste antworteten mit Kneule und Lobedank zum 26:26 (59.).

Als Frank Loke das 27:26 gelang und Göppingen im folgenden Angriff den Ball verlor, schienen sogar beide Punkte in der Merkur-Arena zu bleiben, doch nach einer Auszeit von Beuchler 23 Sekunden vor Schluss verlor auch Vukovic den Ball. Göppingens Angriff wurde vier Sekunden vor Spielende auf Kosten eines Fouls mit Zeitstrafe gestoppt. Und nach einer schönen Ballstaffette wurde Felix Lobedank auf Rechtsaußen freigespielt und traf zum Ausgleich in letzter Sekunde.

Jubel, Trauer und Ausschreitungen: Bilder vom Relegations-Derby

Jubel, Trauer und Ausschreitungen: Bilder vom Relegations-Derby

Wolfsburger Kraftakt: VW-Club bleibt in der Bundesliga

Wolfsburger Kraftakt: VW-Club bleibt in der Bundesliga

Chemiewaffeneinsatz in Syrien: Macron droht mit Vergeltung

Chemiewaffeneinsatz in Syrien: Macron droht mit Vergeltung

Meisterschaft im Bierkistenquerstapeln in Rotenburg

Meisterschaft im Bierkistenquerstapeln in Rotenburg

Kommentare