Krisen-Duell in der Fußball-Bezirksliga: Union Varl gastiert beim SuS Holzhausen

„Für beide Mannschaften ein Entscheidungsspiel“

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Im Hinspiel hatte SuS Holzhausen meist die Fußspitze vorn: Die Bohlmann-Elf gewann mit 5:1 bei Union Varl. Archivfoto: Gerth

Holzhausen/Varl - Von Maik Hanke. Philipp Knappmeyer und Jörg Bohlmann respektieren sich gegenseitig als Trainer, tauschen sich gelegentlich aus und würden einander den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga gönnen. Wenn morgen (15 Uhr) allerdings Knappmeyers Spvgg Union Varl im Krisen-Duell auf Bohlmanns SuS Holzhausen trifft, muss jede Freundschaft ruhen. „Am Ende des Tages ist sich jeder selbst der Nächste“, sagt Knappmeyer. Und Bohlmann betont: „Es ist für beide Mannschaften ein Entscheidungsspiel.“

Die Vorzeichen des Spiels sind eindeutig: Varl ist mit acht Punkten Vorletzter. Holzhausen kassierte beim 1:5 gegen die FT Dützen am vergangenen Donnerstag die achte Niederlage in Folge, ist jetzt Zwölfter, mit 18 Punkten nur drei Zähler über dem Strich.

Es ist ein Spiel, das keiner verlieren darf: Wenn Varl verliert, wird es immer schwerer mit dem Klassenerhalt; wenn Holzhausen verliert, ist das Team mitten im Abstiegskampf angekommen.

„Jetzt ist für mich der richtige Start in die Rückrunde“, sagt Knappmeyer, nachdem das Spiel seiner Varler gegen den TuS Bruchmühlen am vergangenen Donnerstag ausgefallen war. „Wir müssen zeigen, dass es jetzt in die andere Richtung geht und dass wir aus den Lehren der Hinrunde klüger geworden sind.“

Knappmeyer erwartet ein emotionales Spiel, Bohlmann eines, das über die Zweikämpfe entschieden wird. „Das wird mit Sicherheit kein schönes Spiel“, sagt der Holzhauser Trainer. Das würden allein die Platzverhältnisse gar nicht hergeben. Immerhin gehen die beiden Trainer davon aus, dass das Spiel stattfinden kann.

Trotz der Niederlagen-Serie geht Holzhausen als Favorit ins Spiel. Die Mannschaft hatte in der Hinserie in Varl mit 5:1 gewonnen, bereits nach rund 20 Minuten hatte es 3:1 gestanden.

„Wir sind sehr blauäugig ans Spiel herangegangen, haben Holzhausen naiv angelaufen“, sagt Knappmeyer jetzt. Die Abstände seien auf dem Feld zu groß gewesen. Das habe Holzhausen eiskalt ausgenutzt. Daraus hat Knappmeyer seine Lehren gezogen: „Wir müssen mega-kompakt, mega-eng stehen.“

Verzichten muss Knappmeyer voraussichtlich – neben den Langzeitausfällen – auf seinen Außenverteidiger Benjamin Drumann, den Knieprobleme plagen und dem der Arzt Ruhe verordnet hat. Sebastian Burkert wird ihn wahrscheinlich ersetzen.

Auch Holzhausen tritt nicht in Bestbesetzung an. Martin Lidke fällt definitiv aus. Noch unklar ist der Einsatz von Dominik Zielke (Grippe). Außerdem hat Andre Koch Achillessehnen-Probleme, musste gegen Dützen ausgewechselt werden.

Trotz der klaren Niederlage in Dützen blickt Bohlmann optimistisch nach vorn. Man habe gegen einen starken Gegner, der jetzt auf Rang fünf steht, gut mitgehalten.

Jetzt will Bohlmann endlich wieder gewinnen, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. „Wir müssen zu Anfang der Rückserie die Punkte machen. Am Ende kommen wieder die schweren Spiele.“ In den kommenden Wochen warten auf die Holzhauser hintereinander vier weitere Keller-Konkurrenten: Union Minden, TuS Windheim, TuS Lohe und TuRa Löhne.

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