Hüllhorster feiern unglaubliches Comeback / Leverner tief enttäuscht

Kreisliga-Spieltag mit verrückten Wendungen

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Für den BSC Blasheim hat es sich gelohnt, um jeden Ball zu kämpfen. Gegen den TuS Levern fiel in der Nachspielzeit der Ausgleich. ·

Lübbecke - Es war ein verrückter Spieltag, dieser 24. in der Fußball-Kreisliga A. Der SV Hüllhorst/Oberbauerschaft, der mausetot mit 0:3 zurücklag, feierte ein unglaubliches Comeback und gewann am Ende noch 5:3. Die Blasheimer erzielten in der fünften Minute der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich im Kellerduell beim TuS Levern. Und dann war da natürlich der SC Isenstedt, der in Oberbauerschaft ähnlich wankte, aber nicht fiel.

Die Hüllhorster konnten am Sonntag einen Dreier einfahren, der eigentlich schon abgehakt war. Die Schlüsselszene war die berechtigte rote Karte gegen VfB-Keeper Malte Grabenkamp. „Durch den Platzverweis und den Strafstoß sind wir zurück ins Spiel gekommen. Wie wir danach gespielt haben, war wirklich beeindruckend. Die Mannschaft hat an ihre Chance geglaubt. In unserer Lage kann ein solcher Sieg viel bewirken. Er gibt uns hoffentlich einen weiteren Schub“, freute sich Trainer Enrico Held.

Jens Gerdom muss wohl sehr lange zurückblicken, wann er zuletzt ein Spiel nach einer 3:0-Führung verloren hat. „Wir haben 60 Minuten ein richtig gutes Spiel gezeigt und hatten Hüllhorst komplett im Sack. Was danach passiert ist, darf so nicht passieren. Aber vielleicht ist auch dies damit zu erklären, dass unsere Mannschaft noch sehr jung ist“, so der Fabbenstedter Trainer. Vielleicht habe gerade in diesem Spiel die Erfahrung eines Gerald Grabenkamp gefehlt.

TuS Levern

tief enttäuscht

Der TuS Levern war dem Klassenerhalt schon ein gutes Stück näher gekommen, als die zweite Minute der Nachspielzeit lief. Die Binder-Elf führte gegen den BSC Blasheim mit 2:1. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse. Die Leverner verstanden es nicht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So kamen die Blasheimer noch einmal in Ballbesitz, und mit der letzten Aktion des Spiels sorgte Kapitän Matthias Hake für den viel umjubelten Ausgleich.

„Die Enttäuschung sitzt natürlich tief. Wir haben heute vieles richtig gemacht und hätten auch den Sieg verdient gehabt“, ärgerte sich Holger Binder. Ganz anders war natürlich die Gefühlswelt bei Thorsten Bunde. Die Blasheimer feierten den Ausgleichstreffer wie den Klassenerhalt. „Das ist natürlich ein gefühlter Sieg für uns. Wir haben Levern auf Abstand gehalten. Die Mannschaft hat bis zum Ende nicht aufgegeben, aber heute hatten wir einmal das Glück auf unserer Seite“, so Bunde.

Ohne guten Koch kann kein Restaurant überleben. Und auch beim SC Isenstedt ist man froh, dass man einen Koch in seinen Reihen hat: Alexander Koch. Der Goalgetter ist sicherlich nicht allein verantwortlich für den Erfolg des ISC, aber auch Oberbauerschafts Trainer Daniel Bönker befand nach dem Spiel: „Wir haben heute gegen Alexander Koch verloren.“

Eine gute Halbzeit

reicht nicht gegen ISC

Den Erfolgscode der Isenstedter scheint nach dem FC Lübbecke zwar auch der BW Oberbauerschaft geknackt zu haben, doch am Ende mussten beide Teams eingestehen, dass eine gute Halbzeit nicht reicht, um den ISC zu bezwingen. Die Mannen von Axel Krüger bleiben in der Rückrunde weiter ungeschlagen. Ähnlich sieht auch die Bilanz von Alexander Koch aus. In acht der neun Spiele traf der Isenstedter Stürmer meistens mehrfach. Lediglich zum Auftakt ins Jahr 2014 bei Türk Gücü Espelkamp traf Koch einmal nicht.

Trainer Axel Krüger sah aber natürlich ganz andere Dinge, die für den Mannschaftserfolg wesentlich wichtiger sind. „In der letzten Saison hätten wir ein solches Spiel nicht mehr gedreht. Es gab auch diesmal kein Gemeckere auf dem Platz. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Auch von Rückschlagen wie diesmal dem Ausfall von Marco Radtke lässt sich die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen“, so Krüger.

Die Niederlage gegen den SC Isenstedt wurmte Daniel Bönker natürlich. „Die ersten 30 Minuten waren vom Allerfeinsten. Wir hatten einen guten Plan, und natürlich stellt man sich nach dem Spiel die Frage, wie das Spiel wohl gelaufen wäre, hätte Julian Bönker das 3:0 gemacht. Wir wollten aus dem Spiel gerne was mitnehmen“, meinte ein leicht geknickter BWO-Trainer.

Frotheim und Pr. Ströhen

große Gewinner

Die großen Gewinner des Spieltages waren VfL Frotheim und SSV Pr. Ströhen. Beide Teams machten mit ihren Auswärtssiegen wohl endgültig den Klassenerhalt perfekt. „Wir haben jetzt zum fünften Mal in Folge nicht verloren. Durch den Sieg in Vehlage sind wir eigentlich durch. Ich bin mir sehr sicher, dass es nur zwei heimische Absteiger aus der Bezirksliga geben wird, und dann reichen unsere 32 Punkte“, so Frotheims Trainer Holger Sarres.

Auch Toni Trucco war sehr zufrieden nach dem 2:0-Sieg bei Türk Gücü Espelkamp. „Im Vorfeld des Spiels gab es einige Unklarheiten. Wir mussten uns im Pürsten-Stadion umziehen, dann waren dort die Umkleidekabinen nicht aufgeschlossen und ich musste meine Ansage vor dem Spiel fast im strömenden Regen abhalten. Das war alles nicht sehr schön. Auch deshalb wollten wir diese drei Punkte. Jetzt muss schon einiges passieren, dass wir noch absteigen“, so Trucco. · mm

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