Kreisliga A: Spieltag der Überraschungen/Trucco ärgert schwacher SSV-Auftritt

Denkzettel für Frotheim, Abstiegskampf bei BWO

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BSC-Trainer Sebastian Numrich (l.) applaudiert, Finn Holsing schaut noch skeptisch. Der ehemalige Bundesligaspieler wurde beim Blasheimer Heimsieg noch eingewechselt.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Schlusslicht Börninghausen holt einen Punkt beim Tabellenzweiten in Frotheim, TuRa verliert bei „Kellerkind“ Türk Gücü und „Geheimfavorit“ BW Oberbauerschaft steht nach dem 1:3 gegen Gehlenbeck auf einem Abstiegsplatz – die aktuelle Runde in der Fußball-Kreisliga A wird als Spieltag der Überraschungen in Erinnerung bleiben. Und als Spieltag, an dem Spitzenreiter Dielingen seine erste Niederlage kassierte.

Schwerer als die 1:3-Niederlage am vergangenen Donnerstag beim TuS Tengern II dürfte im Dielinger Lager jedoch die Rote Karte gegen David Schmidt wiegen. Der zuletzt stark aufspielende Mittelfeldmann wurde für eine Beleidigung eines Gegenspielers mit einer zweiwöchigen Spielsperre belegt. Er fehlt morgen Abend im Heimspiel gegen den TuSpo Rahden (19.30 Uhr), in dem die Dielinger ihren Vorsprung an der Tabellenspitze wieder ausbauen wollen. Wieder mit dabei ist dann Marcus Wessel nach abgelaufener Sperre.

Schmidt gesperrt,

Wessel wieder dabei

Dem Sieg gegen Dielingen ließ Tengern II am Sonntag einen 4:2-Erfolg gegen Bezirksliga-Absteiger SC Isenstedt und den Vormarsch auf Rang drei der Tabelle folgen. „Das war die stärkste erste Halbzeit, die wir jemals gespielt haben“, war Trainer Kai Sander begeistert. Erst nach dem 4:0 ließ es seine Mannschaft ein wenig ruhiger angehen, ohne dass der vierte Sieg in Folge in Gefahr geriet.

Als einzige Mannschaft der Liga ist jetzt noch der VfL Frotheim ungeschlagen. Allerdings fühlte sich das 1:1 zu Hause gegen Schlusslicht Börninghausen fast wie eine Niederlage an. Den Frotheimern gelang vor allem im Spiel nach vorne herzlich wenig, kaum einer der von Christoph Meyhoff und Florian Haase eingesetzten Spieler erreichte Normalform. Diesmal kamen die Frotheimer dafür mit einem „Denkzettel“ davon, werden sich aber mit Blick auf die nächsten Aufgaben in Rahden und in Dielingen steigern müssen.

Für eine weitere Überraschung sorgte Türk Gücü Espelkamp mit dem 1:0 gegen TuRa Espelkamp. Symptomatisch für den schwachen Auftritt der Gäste war deren verschossener Elfmeter beim Stand von 0:0 – Richard Reimer jagte den ruhenden Ball über Tor und Fangzaun. Als Entschuldigung für die enttäuschende Vorstellung wollte TuRa-Coach Willi Rogalsky auch das Fehlen einiger Spieler (u.a. Lechner, Unrau, Hermann und Klasing) nicht gelten lassen. Türk Gücü (erstmals wieder mit Serkan Bodur) hingegen freute sich über den dritten Saisonsieg und kann am Sonntag im Kellderduell in Börninghausen sogar nachlegen.

Zu den Gewinnern des Spieltages zählt zweifelsohne der SC Blau-Weiß Vehlage. Mit dem 4:1 auf eigenem Platz gegen den SV Schnathorst kletterte das Team von Heinrich Dyck auf den fünften Platz und profitierte dabei einmal mehr von seiner starken Offensive um Gerd Penner, Sergej Lauer und Marcel Löwen. Die Vehlager sind seit fünf Spielen unbesiegt, und die nächsten Aufgaben in Fabbenstedt, gegen TuRa und in Börninghausen bieten ihnen durchaus die Chance, sich in diesen Tabellenregionen festzubeißen.

Auch beim BSC Blasheim darf man mit der Momentaufnahme zufrieden sein. Mit dem 1:0-Heimerfolg gegen den SSV Pr. Ströhen sammelte die Mannschaft von Sebastian Numrich die Punkte acht bis zehn, und das hochverdient nach einem äußerst schwachen Auftritt der Gäste. „In Blasheim kann man verlieren, aber nicht mit dieser Einstellung“, ärgerte sich Ströhens Coach Antonio Trucco, der ankündigte, dass über diese Vorstellung noch zu reden sein werde. Nach zuvor vier Spielen mit acht Punkten hatte ihn diesmal schon beim Warmmachen vor dem Anpfiff das Gefühl beschlichen, „dass es diesmal nicht passt“. Am kommenden Sonntag wartet auf den SSV nun das richtungsweisende Heimspiel gegen BW Oberbauerschaft.

BWO ruft den

Abstiegskampf aus

Letzterer hat nach dem 1:3 gegen Gehlenbeck – der siebten Niederlage im neunten Spiel – schon jetzt den Abstiegskampf ausgerufen. „Die Verunsicherung ist groß“, klagte Trainer Daniel Bönker, dessen Mannschaft zum wiederholten Male Gegentore in der Anfangsphase kassierte. Zudem habe man sich in den Zweikämpfen von den Gehlenbeckern den Schneid abkaufen lassen. Die auf den vorletzten Platz abgerutschten Oberbauerschafter müssen nun versuchen, das Ruder in den Partien in Pr. Ströhen, gegen Schnathorst und in Fabbenstedt herumzureißen.

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