Kreisliga A: Knappe Siege für Aufstiegsanwärter, auch unten bleibt es spannend

„Es zählen die Punkte, und die haben wir geholt“

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David Schmidt schreit seine Freude heraus. Das 2:1 hält den TuS Dielingen im Aufstiegsrennen schadlos. Ströhens Torhüter Christoph Vatthauer (l.) ist geschlagen.

Lübbecke - 1:0 und 2:1 – die Aufstiegsanwärter SuS Holzhausen und TuS Dielingen hatten am Sonntag in der Fußball-Kreisliga A Schwerstarbeit zu verrichten. Beide holten die Dreier und für beide geht das Kopf-An-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze weiter. Auch am Tabellenende, wo Türk Gücü mit einem neuen Trainer aufwartet, bleibt es spannend.

„Das war am Ende ein dreckiger Sieg. Reiner Ergebnisfußball“, räumte Tom Westerwalbesloh nach dem 2:1 seiner Dielinger im Heimspiel gegen den SSV Pr. Ströhen ein. Dass das Nordderby kein Spaziergang werden würde, hatte der Spielertrainer kommen sehen: „Pr. Ströhen ist immer unbequem zu spielen. Nach dem 1:0 hatten wir alles in der Hand, haben uns aber den Schneid abkaufen lassen. Doch im Endeffekt bin ich zufrieden, denn für uns zählen nur die Punkte, und die haben wir geholt.“ Im nächsten Spiel muss es seine Mannschaft ohne ihn richten, Westerwalbesloh holte sich seine fünfte gelbe Karte ab – mit Blick auf die Partie beim Tabellenvorletzten in Frotheim vielleicht nicht ganz unbewusst.

Trotz der Niederlage war Ströhens Coach Toni Trucco „vollauf zufrieden mit meiner Mannschaft“. Die hatte dem Favoriten alles abverlangt. Ein Sonderlob des Trainers erhielten Christoph Rahe und Björn Rohlfing, die Dielingens Leistungsträger Marco Stagge und Tom Westerwalbesloh fast komplett ausgeschaltet hätten. „Die Jungs haben stark gekämpft, sind aber nicht belohnt worden. Leider passiert uns das zu oft in den letzten Wochen“, klagt Toni Trucco, der auch personell nicht auf Rosen gebettet ist. Henrik Harges und Christopher Bänsch mussten schon in der ersten Halbzeit angeschlagen raus. Der Torhüter der Dritten, Christoph Vatthauer, sprang für Tobias Langhorst (Rücken) ein. Als es kurz vor Schluss auch für Marcel Biebusch (gerade erst eingewechselt) nicht mehr weiter ging, spielte der SSV zu zehnt zu Ende.

Ganz tief durchatmen musste am Sonntag Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann. Kurz vor Spielende tauchte der Vehlager Sergej Lauer vor dem Tor der Gäste auf, schoss aus fünf Metern jedoch nur Keeper Pascal Klapper an. So blieb es beim 1:0, das dem Tabellenführer zum 15. Sieg im 18. Spiel langte. „Der Sieg für Holzhausen ist nicht unverdient. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und nicht viel zugelassen, im Endeffekt waren es eine Standardsituation und ein Kopfball, bei dem wir nicht richtig hingehen, die den Unterschied ausgemacht haben“, fasst Vehlages Trainer Heinrich Dyck zusammen.

Die Serie des TuS Gehlenbeck riss am Sonntag auf eigenem Platz beim 2:3 gegen BW Oberbauerschaft. „Nach langer Zeit waren wir auch mal wieder fällig“, konnte Trainer Christoph Kämper die Niederlage gelassen wegstecken. Er steht mit dem Aufsteiger als Sechster nach wie vor glänzend da. Was Kämper allerdings ärgerte waren die Gegentore. „Beim 0:2 wird unser Torhüter behindert, das 1:3 fällt aus einer Abseitsposition. Schade, denn wir haben mehr für das Spiel getan.“ Am kommenden Sonntag, 26. April, sind die Gehlenbecker, wie auch der SSV, spielfrei.

Die abstiegsgefährdeten Frotheimer verstanden am Sonntag in Alt-Espelkamp die Fußballwelt nicht mehr. Sie spielten besser als der Gegner, besaßen ein klares Chancenplus, hatten in Person von Sebastian Bollmeier die Entscheidung auf dem Fuß und schlichen am Ende trotzdem als Verlierer vom Platz. TuRa verteidigte das 0:0, schlug in der 90. Minute und in der Nachspielzeit per Konter zu und freute sich über drei glückliche Punkte. „Die Frotheimer wollten den Siegtreffer erzwingen und waren am Ende zu offen. Das haben wir genutzt“, berichtete Betreuer Wilfried Müller. Während seine Mannschaft von Platz neun auf sieben sprang und das Polster zur Abstiegszone vergrößerte, muss der VfL mehr denn je um den Klassenerhalt bangen.

Die Rote Laterne behielt Türk Gücü Espelkamp, doch mit dem 2:2 im Nachbarschaftsduell beim VfB Fabbenstedt sendete der Tabellenletzte ein Lebenszeichen. Dafür mitverantwortlich ist Serkan Bodur, der das Traineramt bei den Espelkampern übernommen hat. Er sah bei seinem Debüt einen starken Auftritt seiner Spieler – allerdings nur in den ersten 45 Minuten, danach brachen die Gäste (konditionell) ein und konnten sich bei Torhüter Mahmut Salin bedanken, der wenigstens einen Punkt festhielt. Die

VfB: Heimspiel gegen

zukünftigen Trainer

Fabbenstedter verpassten ein weiteres Mal den erhofften Befreiungsschlag, für sie war es das achte (!) Spiel in Folge ohne Sieg. Den können die Fabbenstedter nun am Donnerstag holen – gegen ihren zukünftigen Coach Rainer Mannel, der mit TuRa Espelkamp in Fabbenstedt zu Gast ist.

ag/pr

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